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Region Neumarkt
Donnerstag, 24. Mai 2018 21° 8

Freizeit

Landlschützen haben dieses Jahr viel vor

Der Rocksdorfer Verein plant einige Sanierungsarbeiten. Die geschätzten Kosten sorgten bei den Mitgliedern für Diskussionen.
von Hans Gleisenberg

Schützenmeister Sebastian Heck und 3. Bürgermeister Karl-Walter Emmerling (v.l) gratulierten den Geehrten. Foto: Gleisenberg

Rocksdorf.Ehrungen langjähriger Mitglieder sowie die Beratung umfangreicher Umbau- und Sanierungsarbeiten standen im Mittelpunkt bei der Jahresversammlung der Landlschützen Rocksdorf. Schützenmeister Sebastian Heck berichtete von einem ruhig verlaufenen Vereinsjahr, in dem gesellschaftlich und sportlich alles in ordentlichen Bahnen verlaufen sei.

Schießstände werden moderner

Dann informierte er über den Planungsstand. So sollen die acht Schießstände modernisiert, dem allgemeinen Standard angepasst und elektronisch gestaltet werden. Auch das Umfeld und die Heizung sowie der Boden bei der Schießanlage im Keller würden saniert und erneuert. Dies rief unter den Schützen schon eine rege Diskussion hervor: Die Kosten für die Maßnahme werden auf 85 000 Euro geschätzt.

Nach der Diskussion kam man überein, aus den eigenen Reihen zinslose Darlehen zu akquirieren, um die Zeit bis zur Zuschussvergabe durch den bayerischen Sportschützenbund, den Landkreis und die Gemeinde zu überbrücken. Mit den Arbeiten soll laut Heck bald begonnen werden: „Wenn wir auch hier so zusammenhalten wie bei den Arbeiten 2017, wird es sicher keine Probleme geben.“

Im vergangenen Jahr wurden laut Bericht in der Schützenstube und im Nebenraum ein Akustiksegel installiert, Lautsprecher angebracht und komplett neu gestrichen. Im Keller seien Holzverkleidung und Heizkörper demontiert – schon mit Blick auf die Umgestaltung.

Mitglieder wurden weniger

Ein kleiner Wermutstropfen kam vom dritten Schützenmeister Armin Kahr: „Die Mitgliederzahlen sind auch 2017 auf nun 155 gesunken, zwar nur im mäßigen Bereich, aber es ist ein Zeichen. Wir müssen dringend Werbung machen, um neue Mitglieder zu uns zu holen – und hier ist vor allem die Nachwuchsarbeit wichtig.“ Er forderte alle auf, sich mehr um den Gastbetrieb im Schützenheim zu bemühen, denn dies sei ein wichtiger Treffpunkt.

Abschließend kündigte der Schützenmeister an, die gesellschaftlichen Aktivitäten zu stärken, um den Verein für potenzielle neue Mitglieder interessant zu gestalten. In seinem Grußwort griff auch der dritte Bürgermeister Karl-Walter Emmerling dieses Thema auf: „Hier wird ohne Frage gute Arbeit geleistet, doch muss es auch gelingen, die Bürger von einer Mitgliedschaft zu überzeugen, denn Sportschießen ist bis ins hohe Lebensalter durchführbar und Anreiz, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.“

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Ergebnisse und Ehrungen

  • 50 Jahre Mitgliedschaft:

    Karl Bachhofer, Richard Fischer, Rudolf Ochsenkühn, Adolf Pfindel, Albert Schweighofer und Georg Seitz

  • 40 Jahre:

    Gerhard Lehner

  • 25 Jahre:

    Heiko Stroppa

  • 600 Wettkämpfe:

    Wolfgang Hölzl – Klaus Pfindel – Alexander Hölzl

  • Vereinsmeister 2017:

    Schützenklasse Julia Rupp (375 Ringe), Altersklasse Thomas Brunner (369), Seniorenklasse Walter Heiselbetz (379), Jugendklasse Carina Brunner (363), Meyerpokal: Ramona Stengl (ngl)

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