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Region Neumarkt
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Breitenbrunn

Lanzhammer rechtfertigt Eichenfällung

Der Eichenprozessionsspinner ist ein kleines Insekt, das an vielen Leuten schon seine Spuren

Ein Warnschild brachte nicht den gewünschten Erfolg. Foto: Patrick Pleul/dpa
Ein Warnschild brachte nicht den gewünschten Erfolg. Foto: Patrick Pleul/dpa

Breitenbrunn.hinterlassen hat. Das Tagblatt hat mit dem Breitenbrunner Bürgermeister Johann Lanzhammer, der wegen Bekämpfungsmaßnahmen des Eichenprozessionsspinners kritisiert wurde, über dieses Thema gesprochen. Wie Lanzhammer anführte, sei bereits im Jahr 2014 ein Kind im Gemeindebereich Breitenbrunn durch den Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner erkrankt.

Im vergangenen Jahr hatte nun eine erwachsene Person aus dem Gemeindebereich auch wieder direkten Kontakt mit einem Eichenprozessionsspinner und war deswegen längere Zeit, konkret drei Monate, erkrankt, so wie es Bürgermeister Lanzhammer schilderte. Wie er weiter sagte, sei dies nachweislich auf Grund der Berührung mit diesem Insekt geschehen. Da sich die betreffenden Eichen, an denen sich dieser Falter breitgemacht hatte, auf Gemeindegebiet standen, musste er seiner Verantwortung als Gemeindeoberhaupt gerecht werden und Maßnahmen einleiten,

So wurde die Bevölkerung in diesem Gemeindebereich durch dementsprechende Hinweisschilder auf die Gefahren „Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner“ hingewiesen. Wie Lanzhammer schilderte, hatte diese Aktion keinen nachweisbaren Erfolg zu verzeichnen.

Die zweite dann eingeleitete Maßnahme, das Absaugen der Nester des Eichenprozessionsspinners von den betreffenden Eichen durch ein Fachunternehmen, bei dem drei 100-Liter-Säcke gefüllt wurden, erbrachte auch keine sichtbare Verbesserung.

„So waren wir wieder unverzüglich gezwungen, weitere Aktionen in die Wege zu leiten, um die Gesundheit unserer Bürger und die der Gäste zu schützen.“ Wie Lanzhammer dazu sagte, bestand in diesem Fall noch das Problem, dass die befallenen Eichen direkt neben einem Wohnhaus standen. „Nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Neumarkt kamen wir dann überein, dass die Bäume, so schade es auch für den Eichenbestand war, gefällt werden mussten.

Beistand bei seiner Einschätzung der Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner bekommt Lanzhammer auch durch Harald Gebhardt, den Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt. „Dieses Insekt ist im Landkreis präsent. Einige meiner Mitarbeiter hatten auch schon Kontakt mit diesem Tier. Doch wurden sie anschließend nicht ernsthaft krank.“

Gebhardt weist auch noch darauf hin, dass der Eichenprozessionsspinner nur bei Eichen und nicht bei anderen Baumarten, wie beispielsweise Buchen, tätig ist.

Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums in den Monaten Mai und Juni. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus.

Prozessionsspinner

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