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Entscheidung

Letzte Debatte um den Edeka-Markt

Vor dem Bürger- und Ratsbegehren in Dietfurt informierten sich die Bürger. Es geht um den Standort des Supermarkts.
Von Johann Grad

Vertreter des Bürgerbegehrens, Bürgermeisterin, Edeka-Vertreter und Investor debattierten über den Edeka-Standort. Foto: Grad
Vertreter des Bürgerbegehrens, Bürgermeisterin, Edeka-Vertreter und Investor debattierten über den Edeka-Standort. Foto: Grad

Dietfurt.Für den Verbleib eines modernisierten und vergrößerten Edeka am bestehenden Standort plädierten Angeliki Gleixner, Karlheinz Egert und Jochen Kerschner. „Wir müssen vorausdenken für die nächsten 10 bis 15 Jahr“, so Bürgermeisterin Carolin Braun, die, wie jetzt auch der gesamte Stadtrat, für einen modernen Vollsortimenter im Osten der Stadt ist. Moderatorin Jeannine Tieling ließ zunächst von Gerhard Ely, Edeka Vertreter, und Investor Wolfgang Pelzl das Vorhaben erklären.

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Wo Edeka, Rewe, Aldi und Co geplant sind

Nicht alle Hauptorte der 19 Gemeinden im Landkreis Neumarkt haben einen Supermarkt. Hier tut sich aber nun was.

Die Technik im 16 Jahre alten Gebäude sei veraltet, die Verkaufsfläche zu klein, die Stellplätze unattraktiv, die Anlieferung zu schwierig, so Ely. Gute Erreichbarkeit für alle Dietfurter, mehrere Märkte in der Nähe, modernes Gebäude am Stadteingang, wasserdurchlässige Stellplätze, viel Grün, alles Oberflächenwasser versickert, integriertes Energiekonzept, E-Ladestationen, so stellte Pelzl das Gebäude vor.

Erweiterung um 400 Quadratmeter in Gespräch

Angeliki Gleixner sprach von einem fertigen Plan für eine Erweiterung um 400 Quadratmeter und einem Pachtvertrag auf 15 Jahren. „Warum liegt das in der Schublade?“ Jochen Kerschner ist auch für die Versorgung der Bevölkerung, aber mit Beibehaltung des Marktes am alten Standort, den Leute jeden Alters gut erreichen können. Man könne umbauen, die Technik erneuern, soziale Einrichtungen schaffen und einen vernünftigen Markt anbieten.

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Bürgerentscheid zu Edeka-Bau in Dietfurt

Im November haben die Dietfurter das Wort: Sie können über eine Verlagerung des Marktes in den Stadtosten abstimmen.

Karlheinz Egert wollte Dietfurt nicht mit Gaimersheim oder Dingolfing verglichen wissen, das seien andere Größenordnungen. Man könne mit Thomas Werle, dem Besitzer des derzeitigen Edeka-Marktes alles Notwendige verwirklichen, Dietfurt laufe gut, das ISEK (Integriertes Stadtentwicklung Konzept) sehe das nicht vor.

Der Vertrag laufe aus, es gebe keine Kündigung, erfuhr Bruder Rolf vom Franziskanerkloster. Es gebe auch keine Erpressung, aber aus Unternehmersicht habe der Markt so keine Zukunft, erklärte Ely.

Alternativen

  • Alternative:

    Wohnbebauung. Das Landratsamt hat das aus Lärmschutzgründen abgelehnt.

  • Gewerbehalle:

    Eine Halle passt nicht dort am Stadteingang.

  • Stimmzettel:

    Beide Begehren sind gleichberechtigt. Jeder Wähler kann drei Stimmen vergeben. Wer Briefwahl macht, findet bei den Unterlagen den Stimmzettel. Im Rathaus kann man ihn anschauen

Man müsste den Markt abreißen und neu bauen. Die angesprochenen Pläne stammen alle von Edeka. „Warum ist Werle nicht da?“, war eine Frage. Die Vertreter des Bürgerbegehrens wussten es nicht. Stadtrat Karl Ferstl hatte ihn deswegen angesprochen, doch Werle habe abgelehnt. Im Übrigen sei ein Um- oder Neubau Sache des Unternehmers.

Initiative

Bürger wollen Politik machen

Die Bürgerliste Breitenbrunn will etablierten Parteien Konkurrenz machen. Die Initiatoren sammeln nun Anregungen der Bürger.

Stadträtin Ilse Werner gab zu, nach neuen Infos ihre Meinung geändert zu haben. Sie sei froh über den Investor, der einen zukunftsweisenden Markt baut. Angeliki Gleixner befürchtet, wenn der Markt geschlossen wird, ist er weg. Ely erwiderte: „Wir stehen zu Dietfurt, müssen jetzt die Weichen stellen, es dauert zwei Jahre, bis alles fertig ist“.

Eine Besucherin freute sich „über das demokratische Verfahren“, das hier abgelaufen ist.

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