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Lions Club unterstützt den Leb-mit-Laden

Das Hilfswerk spendet 1000 Euro an die soziale Einrichtung in Neumarkt. Diese muss sich auf die Corona-Krise einstellen.

Foto: Lions-Präsident Dr. Christian Mickisch (2.v.li.) und Schatzmeister Henry Pillipp (re.) überreichten den Scheck über 1000 an den Geschäftsführer der Diakonie, Detlef Edelmann, und den Bereichsleiter Soziale Dienste, Björn Brache (li.). Foto: Eva Gaupp
Foto: Lions-Präsident Dr. Christian Mickisch (2.v.li.) und Schatzmeister Henry Pillipp (re.) überreichten den Scheck über 1000 an den Geschäftsführer der Diakonie, Detlef Edelmann, und den Bereichsleiter Soziale Dienste, Björn Brache (li.). Foto: Eva Gaupp

Neumarkt.Die Corona-Pandemie hat auch wirtschaftliche und soziale Folgen für die Neumarkter Bürger. Umso mehr freuten sich der Geschäftsführer der Diakonischen Werke Altdorf, Hersbruck und Neumarkt, Detlef Edelmann, und der Bereichsleiter Soziale Dienste, Björn Brache, über eine Spende des Lions Hilfswerks. Zu Beginn der Krise waren die Lebensmittelspenden knapp geworden, inzwischen habe sich die Lage wieder verbessert, berichtete Brache (li.) dem Lions-Präsidenten Dr. Christian Mickisch und Schatzmeister Henry Pillipp (re.). Lebensmittel mussten zugekauft werden. Ein Näh-Team unter der Leitung von Angelika Heller hat 400 Masken genäht, auch für dieses Material war die Spende über 1000 Euro willkommen.

„Üblicherweise kaufen wir keine Lebensmittel zu“, sagte Edelmann beim Pressetermin. Doch die Hamsterkäufe hatten offenbar die Geschäfte und Supermärkte, die sonst den Leb-mit-Laden versorgen, selbst unter Druck gesetzt. Seit gut zehn Jahren trage sich der Leb-mit-Laden allein durch Spenden, sagte Edelmann. Das beweise die Großzügigkeit der Menschen und die Tatsache, dass diese Einrichtung voll akzeptiert werde. Das bekamen die Hauptamtlichen auch zu spüren, als zu Beginn der Corona-Krise klar wurde, dass viele der Ehrenamtlichen aufgrund ihres Altern derzeit sich selbst schützen müssen und Fremdkontakte meiden sollten. Jüngere Helfer mussten gesucht werden. Und wurden sehr schnell gefunden: „97 Leute haben sich gemeldet“, erzählte Björn Brache. „Wir sind fast überrannt worden.“ Schüler, Studenten, auch Lehrer, die ihre freie Zeit gerne in den Dienst der Diakonie stellen wollten. „Es besteht eine riesige Bereitschaft zu helfen. Das ist großartig“, so Brache.

Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen musste der Leb-mit-Laden gesperrt werden. Stattdessen haben die Ehrenamtlichen und festangestellten Mitarbeiter Tüten gepackt, die die berechtigten abholen können. Vorne gehen sie in den Laden, hinten wieder hinaus. Auch die rund 80 Obdachlosen wurden in den vergangenen Wochen mit diesen Care-Paketen versorgt.

Dank der guten Organisation wurden von Neumarkt aus sogar Bedürftige im Nürnberger Land mit den Lebensmittel-Tüten beliefert. Denn in Hersbruck hatte die Tafel aufgrund der Vielzahl älterer Helfer schließen müssen. So konnte die Diakonie über die Nachbarschaftshilfe einspringen. Ab 19. Mai will der Leb-mit-Laden sich wieder etwas mehr öffnen, damit die wieder Kunden ihre Lebensmittel selbst auswählen können. Denn der Laden ist längst zu einem sozialen Treffpunkt geworden – und das soll er auch wieder werden.

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