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Ludwig Walter ist gestorben

Unerwartet ist der langjährige Berichterstatter der Mittelbayerischen gestorben. Er war in Lupburg vielseitig engagiert.
Von Eva Gaupp

So werden viele Menschen Ludwig Walter in Erinnerung behalten.
So werden viele Menschen Ludwig Walter in Erinnerung behalten. Foto: Peter Tost

Lupburg.Am Donnerstagabend noch verfolgte er mit Block und Stift die Diskussionen im Lupburger Marktgemeinderat. Am Sonntag ist Ludwig Walter im Alter von 76 Jahren verstorben. So plötzlich und so unerwartet – doch der „Walter Luk“ hat auf eine Weise diese Welt verlassen, wie es zu ihm passte.

Denn fast bis zum letzten Augenblick war er aktiv, engagiert, wissbegierig. So wie sein ganzes Leben lang. Deshalb wird er nicht nur in seiner Familie eine spürbare Lücke hinterlassen, sondern in der ganzen Marktgemeinde Lupburg – und auch beim Neumarkter Tagblatt, für das er viele Jahre schrieb. Am 24.April 1981 war Ludwig Walter offiziell freier Mitarbeiter des Tagblatts geworden. Doch schon fast zehn Jahre früher hatte er für die Zeitung Artikel über Fußballspiele des SV Lupburg verfasst – kannte sich der passionierte und sehr gute Kicker doch bestens in dem Sport aus. Nach seiner aktiven Laufbahn unter anderem als Libero gab er sein Wissen als Trainer weiter.

Kicker im MZ-Fußball-Team

Dieses sportliche Können stellte er auch immer wieder in den Dienst der Mittelbayerischen: So verstärkte er in den 80er- und 90er-Jahren die Pressemannschaft, die im Landkreis Neumarkt beispielsweise während des Parsberger Volksfests gegen Auswahlspieler aus der Wirtschaft, der Politik oder von Stadtverwaltungen antrat.

Auch beim MZ-internen Fußballturnier der Regionen verhalf er den Neumarkter und Parsberger Redakteuren zu so manchem Tor und so manchem Sieg, woran sich der frühere Regionale Verkaufsleiter, Konrad Schmid, noch heute gerne zurückerinnert. „Da haben wir ihn immer als kameradschaftlichen und humorvollen Menschen erlebt.“

Mehrere Ehrenämter übernommen

Über sein Engagement beim SV Lupburg weitete Ludwig Walter sein Engagement als freier Berichterstatter aus. Für die Redaktion ein Glücksfall, kannte er sich auf Grund seiner verschiedenen Ehrenämter doch in allen Bereichen des öffentlichen Lebens bestens aus. Er war langjähriges Mitglied im Marktgemeinderat gewesen, Gründungs- und Ehrenmitglied sowie langjähriger erster Vorsitzender beim Sportverein.

Viele Jahre lang hatte er den CSU-Ortsverband als erster Vorsitzender geleitet, im Pfarrgemeinderat fungierte er als Schriftführer und den Schützenverein hatte er nicht nur mit aus der Taufe gehoben, sondern als aktiver Schütze mit der Luftpistole auch sportlich nach vorn gebracht. Darüber hinaus hat der 76-Jährige mehr als 60 Jahre lang beim Kirchenchor und gut 50 Jahre lang beim Liederkranz Lupburg mitgesungen.

So war es keine Überraschung, dass sich vor knapp zwei Jahren zu seinem 75. Geburtstag die Gratulanten die Klinke in die Hand gegeben haben. Neben Bürgermeister Manfred Hauser waren viele Vertreter von Vereinen und Organisationen gekommen.

Beisetzung im Familienkreis

Ludwig Walter wurde in Lupburg geboren, wo er mit sieben Geschwistern aufgewachsen ist. Nach der Schulzeit hatte er eine Lehre als „Jungwerker“ bei der Deutschen Bundesbahn begonnen, das erste Geld verdiente er bis 1969 beim Bundesgrenzschutz in Schwandorf. Anschließend wechselte er ans Landratsamt Parsberg, später in die Marktgemeinde Lupburg und die Gemeinde Nittendorf. Aus gesundheitlichen Gründen war er 2001 als Geschäftsführer des Zweckverbands Laber-Naab in den Ruhestand gegangen. Seit 1967 war er mit seiner Frau Therese verheiratet, mit der er zwei Kinder großgezogen hat.

Ludwig Walter wird im engsten Familienkreis beigesetzt.

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