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Lupburger leben sehr sicher

Im Marktgemeinderat waren die Kriminalstatistik für 2019 ein Thema und die Verlegung von Feldwegen.
Walter Ludwig

Feld- und Waldwege sollen verlegt werden. Foto: Sebastian Gollnow/
Feld- und Waldwege sollen verlegt werden. Foto: Sebastian Gollnow/ Foto: Sebastian Gollnow/picture alliance / Sebastian Gol

Lupburg.Eine sehr gute Nachricht überbrachte Erster Bürgermeister Manfred Hauser seinen Marktgemeinderäten in der jüngsten Sitzung. In Lupburg wurden im Jahr 2019 die wenigsten Straftaten verzeichnet für den gesamten Landkreis Neumarkt. Insgesamt weist die Statistik nur 23 Straftaten auf. Die Angaben stammen aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik der Polizeiinspektion Parsberg. Zu ihren Zuständigkeitsbereich zählen außer Parsberg noch Seubersdorf, Hohenfels, Velburg, Breitenbrunn und Dietfurt.

Wie der Bürgermeister ausführte, setzen sich die 23 Delikte unter anderem wie folgt zusammen: Zehn sind dem Bandendiebstahl einer osteuropäischen Gruppe zuzuordnen, die es ganz gezielt auf Autoteile abgesehen hatten, drei Mal wurde mit gefälschten 50-Euro-Scheinen bezahlt, dreimal kam es zu einer Anzeige wegen Sachbeschädigung, einmal wurde in ein Geschäft eingebrochen, gegen einen Täter wurde wegen des Besitzes von Kinderpornografie ermittelt. Außerdem ist ein Ladendiebstahl verzeichnet.

„Unsere Bürger können sich sicher fühlen, aber auch darauf vertrauen, dass im Ernstfall ihre Polizei parat steht“, sagte Hauser. Deshalb gelte sein Dank allen Bediensteten der Parsberger Polizei. Ein Lob, das sich die Beamten vor allem auch durch ihre hohe Aufklärungsquote verdient haben. Lösten sie doch im vergangenen Jahr drei von vier Delikten. Interessant war auch der Aspekt, dass von den 363 ermittelten tatverdächtigen 221 Personen zu einem früheren Zeitpunkt polizeilich in Erscheinung getreten sind.

Ein weiteres größeres Thema war die Flurneuordnung, die derzeit viele Gemeinden im Landkreis Neumarkt beschäftigt. Denn das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Neumarkt bietet aktuell ein günstiges Verfahren an, um Grundstücke und vor allem Grundstücksgrenzen außerhalb von Ortschaften neu zu vermessen und festzustellen. Dies bringt es für die Marktgemeinde Lupburg mit sich, öffentliche Feld- und Waldwege im Bereich See und Lupburg zu verlegen. Betroffen ist beispielsweise der sogenannte Hirtberg nahe dem Weiler Neuhaid.

Denn vor allem Waldgrenzen wurden früher überwiegend im Zuge der allgemeinen Bayerischen Landesvermessung 1830 bis 1850 nur grafisch erfasst. Ein Zahlennachweis über die Aufnahme wurde nicht geführt und damit ging eine gewisse Ungenauigkeit einher. Stabile und dauerhafte Grenzpunkte existieren meistens nicht. Stattdessen markieren Feldraine, Feldsteine oder mündliche Überlieferungen die Grenzen. Das trifft auch im Bereich des „Hirtberg“ zu, wo der tatsächliche Verlauf der Grundstücksgrenzen mit den amtlichen Eintragungen nicht übereinstimmt. Das soll sich nun ändern, wie der Marktgemeinderat einstimmig beschlossen hat.

Die Eigentümer der betroffenen Flurnummern sollen für die neue Vermessung einen günstigen Preis bekommen. Dabei werden die Gesamtkosten auf alle beteiligten Grundstückseigentümer aufgeteilt, so dass letztlich ein Kostenanteil je Grenzpunkt entsteht. Zusätzlich werden die Kosten um 50 Prozent gesenkt. Innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe kann gegen diese Pläne noch Einspruch erhoben werden.

Marktrats-Splitter

  • Feldwege:

    Der Markt Lupburg will mehrere Feld- und Waldwege einziehen und umlegen. Betroffen sind auf der Gemarkung See die Grundstückseigentümer der Flurnummern 233, 242, 1156, sowie auf der Gemarkung Lupburg die Nummern 603, 593 sowie 596.

  • Jugend:

    Neben Philipp Krieger wurde Martina Brock zur zweiten Jugendbeauftragten gewählt.

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