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Tiere

Maggie ist jetzt Dietfurts Schulhündin

Schulsozialarbeiterin Annette Schaknat und ihre Hündin haben ihre Ausbildung mit der Note eins abgeschlossen.
Von Johann Grad

Schulhündin Maggie in Dietfurt. Foto: Grad
Schulhündin Maggie in Dietfurt. Foto: Grad

Dietfurt.Bereits mit neun Wochen begann ihre Ausbildung und auch die von Annette Schaknat, Schulsozialarbeiterin an der Schule Dietfurt. Unterrichtet wurden beide von Alexander Probst in der Hundeschule Altmühltal. Maggie aus der Zucht „Happy Shaggy Family“ wurde ausgesucht, da sie als allergikerfreundlich gilt und ein fröhliches, intelligentes und kinderfreundliches Wesen zeigt.

Jetzt ist die dreijährige Schulung nach den Vorgaben des internationalen Hundeverbandes abgeschlossen und die Prüfung erfolgreich abgelegt. Annette Schaknat und Maggie erhielten jetzt das Zertifikat „geprüfte Schulhundeführerin“ und „geprüfter Schulhund“. Ziel ist die Steigerung der Lernmotivation und -freude an den Aufgaben, die dem üblichen Unterricht entsprechen. Rektorin Elisabeth Plankl unterstützte das Projekt und betonte, dass Annette Schaknat als erste im Landkreis die Ausbildung absolviert hat.

Schon als Welpe war Maggie dabei

Maggie und ihre geliebte Decke Fotos: Grad
Maggie und ihre geliebte Decke Fotos: Grad

Schon im Welpenalter durfte Maggie mit in die Schule und Annette Schaknat führte sie an ihre Aufgaben heran. Die Hündin hat ein fröhliches, intelligentes und kinderfreundliches Wesen. Sie ist belastbar, gehorsam und hat bei der Prüfung den Stresstest sehr gut bestanden. Der Schulhund begleitet in der Woche eine konstante Klasse bei zwei Unterrichtsstunden.

Erarbeitet wurden auch die Aufgaben eines Hundedienstes wie das Kümmern um Wasser, Sauberkeit, Wohlbefinden und Pflege des Hundes. Für den Umgang mit dem Hund gelten Regeln: Niemals mehr als vier Hände auf dem Hund, nicht auf den Hund zu rennen, an seinem Ruheplatz darf der Hund nicht gestört werden.

Hier sehen Sie weitere Bilder von Maggie:

Maggie, die Schulhündin aus Dietfurt

Maggie tröstet die Kinder

Maggie kann mit Kindern umgehen, geht aber nicht auf Kinder zu. Falls die Schüler es recht ruppig mit ihr treiben, ist sie nicht schreckhaft und zeigt keine Aggressivität. Kommandos führt sie schnell und sicher aus, sie ist im Schulbetrieb miteingebunden und zeigt Freude an der Arbeit. Annette Schaknat ist stets im Zimmer anwesend und Maggie kann sich jederzeit an ihren Ruheort zurückziehen. „Wenn es bei Gesprächen emotional wird, reagiert sie sofort und versucht zu trösten“, beschreibt Annette Schaknat das Verhalten der Hündin. Die Kinder reagieren positiv auf Maggie, manche haben auch Angst vor ihr, sie darf im Raum bleiben, aber nicht zu dem Kind hingehen.

Maggie und Kinder

  • Effekte;

    Hunde können allein durch ihre Anwesenheit die Lernatmosphäre im Klassenzimmer positiv verändern. Das entspannte Unterrichtsklima kann zur Steigerung der Lernerfolgs und der Motivation beitragen.

  • Verhalten der Kinder:

    Ruhige und unbeteiligte Schüler werden aus der Isolation geholt. Auffälligkeiten reduzieren sich. Die Schülerinnen und Schüler haben vermehrt Sozialkontakte und sie gehen daher lieber zur Schule als zuvor.

Vor dem Unterricht oder bevor es in die Pause hinausgeht, kommen Buben und Mädchen in das Zimmer von Annette Schaknat und wollen einfach nur „Maggie schauen“. Im Fach Handarbeit haben die Fünftklässler eine Patchworkdecke gefertigt für die Schulhündin, die diese ganz gerne mag. Wenn beim Stundenwechsel Kinder auf dem Gang Maggie begegnen, wird sie sofort begrüßt und gestreichelt. Bei schönem Wetter geht eine Klasse auch in den Schulgarten. Dort wird ein Parcours aufgebaut, den jedes Kind darf mit Maggie ablaufen darf.

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