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Porträt

Maler aus Sulzbürg entwirft Brautmode

Die Landl-Metropole ist ein Schmelztigel kreativer Köpfe aus aller Herren Länder. Auch Thomas Schmidt fühlt sich hier wohl.
Von Hans Gleisenberg

Thomas Schmidt und Christine Merzbacher inmitten von Kunstmalerei und kreativen Brautkleidern in historischen Räumen  Foto: Hans Gleisenberg
Thomas Schmidt und Christine Merzbacher inmitten von Kunstmalerei und kreativen Brautkleidern in historischen Räumen Foto: Hans Gleisenberg

Mühlhausen.„Von Kindesbeinen an habe ich mich für Kunst und ihre Facetten interessiert und schon früh die ersten Bilder gemalt“, erzählt Thomas Schmidt aus Sulzbürg, der seit gut zehn Jahren im historischen „Bäckerhaus“ in der Landlmetropole sein Domizil aufgeschlagen hat. „Doch nicht nur Bilder, sondern auch das Fotografieren war mir eine Herzensangelegenheit, weil ich so viele für mich wichtige Eindrücke festhalten kann und konnte“, sagt der Künstler.

Seine Kreativität beweist er auch als Designer in der Modebranche, wo er bezaubernde Brautkleider entwirft und am Marktplatz 14 seit kurzem mit seiner Lebensgefährtin Christine Merzbacher ein Geschäft eröffnet hat. Dort bietet er seine Kreationen an. Thomas Schmidt, der 1961 in Amberg geboren ist, hat in seiner künstlerischen Laufbahn nichts dem Zufall überlassen. So besuchte er zunächst die Designschule in München, war dann im Atelierhaus in Berlin, wo er auch schon malte und ausstellte. Er bewarb sich dann an der Akademie der bildenden Künste, in München, wo er die Aufnahmeprüfung erfolgreich absolvierte und als Meisterschüler von 1990 bis 1996 Kunst und Malerei studierte.

Helmut Sturm war sein Mentor

Dabei war der Kunstprofessor Helmut Sturm sein Mentor, der zusammen mit dem im Landkreis nicht unbekannten Lothar Fischer in der Künstlergruppe „Sturm“ tätig war. Besonders stolz ist er dabei auf die Tatsache, dass alle drei aus der Oberpfalz kommen. „Die Aufnahme an der Kunstakademie war für mich wie ein Sechser im Lotto. Denn hier konnte ich mich weiterentwickeln und in einem wahren Schmelztiegel von Künstlern aller Couleur viele Erfahrungen sammeln. Und so habe ich letztlich meinen eigenen Weg gefunden“, so Schmidt zu seinem Werdegang. Seine malerische Stilart umfasst abstrakte Ölgemälde in informeller, figürlicher Darstellung, in der auch stets seine dynamischen Malprozesse hervorquellen.

So hat Schmidt auch schon zahlreiche Ausstellungen bestückt, angefangen von der Klassenausstellung im Cordon-Haus in Cham, über Einzelausstellungen, beispielsweise in der Basisgalerie Konstanz am Bodensee, der Galerie Miller, Taufkirchen oder im Domagh-Atelier. Auch in Waldkirchen am Petersberg, Gemeinde Seubersdorf, wo er wohnte, hatte er viel Jahre eine Dauerausstellung, in der auch weitere regionale und überregionale Künstler ausstellten.

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In Sulzbürg sind nun nach seinem Bekunden die Räumlichkeiten nicht so für eine Ausstellung geeignet, doch ist das historische Gebäude ein einziger Ausstellungsraum, der durch die Eigendynamik seiner Bilder und nicht zuletzt nun auch im Ensemble mit den Brautkleidern, sein besonders Flair verleihen.

„Kunst braucht Leben“

Wer sich dafür interessiert, der kann dem historischen Haus mit seinen Kunstschätzen nach vorheriger Anmeldung gerne einen Besuch abstatten. „Gerne erläutere ich dann meine künstlerischen Visionen, und tausche mich mit meinen Gästen aus. Denn Kunst kann nicht im Verborgenen existieren, sondern braucht Leben, Frische und muss immer wieder neu belebt werden“, so der Sulzbürger Künstler. Interessenten können Thomas Schmidt telefonisch erreichen, (0 91 85) 9 22 39 77 oder 01 51/ 20 72 14 80 oder im Internet auf www.atelier-thomas-schmidt.de.

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Thomas Schmidt

  • Stationen:

    Geboren in Amberg, Fachhochschule in München und Designschule in München

  • Laufbahn:

    Highlight seiner Ausbildung war an der Akademie der bildenden Künste in München. Sein Mentor war Kunstprofessor Helmut Sturm, Mitglied in der bekannten Künstlergruppe „Spur“ in der auch Lothar Fischer mitwirkte, nachdem das Kunstmuseum in Neumarkt benannt ist. (ngl)

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