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Region Neumarkt
Montag, 20. August 2018 28° 2

Gericht

Mann schlug junge Frau zu Boden

Ein 34-Jähriger schlug einer Neumarkterin beim Chinesenfasching mit dem Ellenbogen ins Gesicht und brach ihr die Nase.
von Helmut Sturm


              Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Neumarkt.An den Vorfall beim Dietfurter Chinesenfasching konnte sich der 34-jährige Angeklagte nicht mehr genau erinnern. Aus seiner Sicht betrachtet bewegte er sich Richtung Bar und plötzlich lag eine im Gesicht blutende junge Frau aus Woffenbach neben ihm. Es war gegen 21 Uhr. Er hatte schon etwas mehr getrunken, die angehende Fremdsprachenkorrespondentin und ihre Freundin, eine in Ausbildung befindliche Lehrerin, begannen den Abend erst.

Der Angeklagte machte geltend, von dem Vorfall nichts bemerkt zu haben. Die Beweisaufnahme brachte das Geschehen aus Sicht des Angeklagten immer mehr in Schieflage. Amtsrichter Rainer Würth ließ sich die genaue Position jedes Einzelnen darstellen, um auch auszuschließen, dass noch ein weiterer „Schubser“ den Vorfall begünstigt hätte. Der Rechtsbeistand des Angeklagten bat um Unterbrechung für ein Rechtsgespräch. Nach einer halben Stunde weiterer Zeugenvernehmung wurde die Position des Angeklagten immer schlechter.

Auf sein rüpelhaftes Drängen an der Bar habe er Blickkontakt mit der neben ihm stehenden Frau aufgenommen und dann kurz darauf kraftvoll mit seinem Ellenbogen in ihr Gesicht gestoßen. Von der blutüberströmten jungen Frau wollte er nichts bemerkt haben. Von seiner Seite aus gab es keine Entschuldigung und keine Hilfeleistung.

Nach einer weiteren Unterbrechung zugunsten eines Rechtsgesprächs der Parteien räumte der Angeklagte dann die Tat ein. In einem Vergleich verpflichtete er sich zur Zahlung eines Betrages von 2307,24 Euro plus sämtlicher zivilrechtlicher Kosten an die Geschädigte. Für die vorsätzliche Körperverletzung – daran führte kein Weg mehr vorbei – verurteilte Richter Würth den Brauereiarbeiter zu weiteren 4800 Euro Strafe plus Übernahme der Kosten des Verfahrens. Es war nicht die erste Körperverletzung durch den Angeklagten.

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