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Mehr als 100 Jäger legen Gelöbnis ab

Die jüngsten Absolventen Deutschlands kommen aus Berching und aus Berg

„Wachsam sein heißt es für die Jäger in der Natur und wachsam müssen sie auch als Christen im Glauben sein“, sagte Stadtpfarrer Artur Wechsler zum Beginn der feierlichen Hubertusmesse, die die Jagdhornbläsergruppe des Jägervereins Berching/Dietfurt mitgestaltete. In seiner Predigt zeichnete der Priester ein Bild des heiligen Hubertus, des Schutzheiligen der Jäger, den Gott bei der Ausübung der Jagd zum Glauben geführt hat. Der Grund, dass die Legende des heiligen Hubertus die Jahrhunderte überdauert hat, dürfte laut Ausbildungsleiter Oliver Spichal darin liegen, dass jeder Jäger irgendwann einmal im Leben eine ähnliche ähnliche Wandlung erfahren habe.

Im feierlicher Zug, angeführt vom Musikkorps Jahrsdorf, ging es anschließend zum feierlichen Gelöbnis vor der historischen Stadtmauer in den Stadtpark. „Ihr werdet die Zukunft der Jägerei bestimmen“, rief Oliver Spichal den Jungjägern zu. „Wer Jäger wird oder ist hat auch Pflichten zu übernehmen“, sagt er. Die Hege und Pflege der Lebensräume des Wildes in der gewachsenen Natur sowie der Erhalt einer vernünftigen Jagdkultur wird zur Aufgabe und Freude eines jeden Jägers.

Jagd im Einklang mit der Natur

Bürgermeister Rudolf Eineder gratulierte den Jungjägern und appellierte, ihr gelerntes Wissen über die weidgerechte Jagd im Einklang mit der Natur und der Schöpfung anzuwenden. Nach dem Gelöbnis spielte das Musikkorps die „Serenade bei Fackelschein“, bevor es im festlichen Zug in den Winklersaal ging. Eva Kipfstuhl, Leiterin der Jagdschule, appellierte an die Jungjäger, ihr gelerntes Wissen behutsam in der Natur umzusetzen. „Dann wird euch die Jagd ein Leben lang Freude bereiten.“ Stellvertretender Landrat Albert Füracker forderte die Jungjäger auf, mit ihrem erlernten Wissen „als Heger und Pfleger am guten Image der Jägerschaft mitzuarbeiten“

„Jagd ist kein Hobby – Jagd ist Berufung und lebt vom Vertrauen“, sagte Jagdberater Heinz Giggelsberger, der, wie auch die Vorsitzenden der Jagdvereine Berching-Dietfurt Franz Meyer und Norbert Rail, Beilngries, den Jungjägern zur Prüfung gratulierten.

In seiner Festrede sprach Wildschutzmeister Oliver Spichal die Arbeit in der Jagdschule an. Voll Erwartung und auch Sorge sind die Augen der Jägerschaft auf den Nachwuchs als Zukunft den deutschen Weidwerkes gerichtet. „In Deutschland jagen heißt mit dem Herzen jagen“ sagte er. „Kämpft für den Erhalt der Natur und des Lebensraumes der Tierwelt“ appellierte er an die Jungjäger. Der mit 15 Jahren jüngster Jäger Deutschlands, Simon Lehmeier aus Berg mit seinem gleichaltrigen Kollegen Tobias Jordan aus Berching dankten der Jagdschule für die Ausbildung den Nachwuchses.

Jägerschlag als Abschluss

Stellvertretend für die große Zahl der Jungjäger nahm Ausbildungsleiter Oliver Spichal an den Gruppenführern den symbolischen Jägerschlag vor. „Der erste Schlag soll dich zum Jäger weih’n. Der zweite Schlag soll dir Kraft verleih’n, zu üben steht’s das Rechte. Der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verpflichten.“

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