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Verkehr

Mehr Raum für sicheres Leben

Zahlreiche Ehrengäste feierten die Fertigstellung der Umgehung von Mühlhausen. Die Geistlichen segneten die Straße.
Von Hans Gleisenberg

Gemeinsam wurde bei der Feierstunde die Bayernhymne gesungen, (v.l.) Brigitta Brunner, Landrat Willibald Gailler, Verkehrsminister Andreas Scheuer, Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer und Bürgermeister Alois Scherer im Kreise der Festbesucher.  Foto: Hans Gleisenberg
Gemeinsam wurde bei der Feierstunde die Bayernhymne gesungen, (v.l.) Brigitta Brunner, Landrat Willibald Gailler, Verkehrsminister Andreas Scheuer, Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer und Bürgermeister Alois Scherer im Kreise der Festbesucher. Foto: Hans Gleisenberg

MÜHLHAUSEN.„Es ist ein besonderer historischer Tag für unserer Gemeinde, denn durch den Bau dieser Umgehung wurde die Lebensqualität und die Sicherheit der Bevölkerung in Mühlhausen nachhaltig gesteigert.“ Das sagte Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer bei seiner Rede bei der Bauabschlussfeier.

Er machte aber auch deutlich, dass dies ein großer Einschnitt in die Landschaft gewesen sei, der aber nötig gewesen sei, um eine mehr als 40 Jahre andauernde Leidensgeschichte der Bevölkerung zu beenden: „Wir werden diesen Eingriff mit Ausgleichsflächen, beispielsweise Mischwälder, die einen höheren klimatischen Stellenwert wie Nadelwälder haben, 1:1 ausgleichen und landwirtschaftliche Flächen werden durch Naturschutzflächen ersetzt. So wird das Gleichgewicht erhalten“, sagte Hundsdorfer weiter.

Schutz der Bürger im Fokus

Nach der Begrüßung von Baudirektor Josef Gilch, der vor allem die schnelle und vorzeitige Fertigstellung lobte, trat der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ans Rednerpult. Er machte deutlich, dass die Umsetzung dieses Projekts ohne ständige Interventionen und dem Druck aus der Lokalpolitik und der Bevölkerung nicht möglich gewesen wäre. „Der Druck hatte auch einen Namen, denn MdB Alois Karl ließ einfach nicht locker“, sagte der Minister.

Scheuer machte auch deutlich, dass das Recht der Bürger auf Verkehrssicherheit und Schutz vor Emissionen umgesetzt werden müsse. Ministerialdirektorin Brigitta Brunner sagte, dass gute Straßen kein Luxus seien: „Sichere Verkehrswege sind wichtig für uns alle und mit der Verdoppelung der Zuschüsse auf zwei Milliarden Euro bleiben wir in Bayern auch in Sachen Infrastruktur handlungsfähig.“

Landrat Willibald Gailler verteilte zunächst ein großes Lob an den Mühlhausener Bürgermeister, der unermüdlich angeschoben habe, stellte aber auch Altbürgermeister Anton Galler heraus, der in den 90er Jahren für die Aufnahme der Mühlhausener Umgehung in den Bundesbedarfsplan gesorgt habe: „Auch wir vom Landratsamt haben zur Umsetzung beigetragen, denn mit der Zustimmung und Kostenübernahme für die Anbindung der NM 19 war der Weg zum Bau frei.“ Lob gab es für die Firma Bögl, die bei der Umsetzung mächtig Gas gegeben habe, und für das Staatliche Bauamt.

Musikverein spielte auf

Pfarrer Andreas Endriß und Pfarrerin Margit Walterham gaben dem Verkehrsweg den kirchlichen Segen. Walterham sagte, dass die Umgehung für den Ort. Raum zum Leben und die nötige Sicherheit gebe. Umrahmt wurde die Einweihungsfeier durch ein Ensemble des Musikvereins Mühlhausen-Sulzbürg und dem Kindergarten „Sulztaler Zwergennest“. Bei Kaffee, Kuchen und Häppchen gab es so manchen Gedankenaustausch über die Zeit ohne Umgehung.

Einige Daten

  • Kosten:

    Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 35 Millionen Euro. 30 Millionen Euro trug der Bund, den Rest der Landkreis.

  • Anfänge:

    Mit der Bauabschlussfeier findet eine Odyssee ihren Abschluss, deren Anfänge bis in die 60er Jahre zurückreichen.

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