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Finanzen

Mit Stiftung die Region stärken

Wer keine geeigneten Erben hat oder den Familiennamen erhalten möchte, findet in der Sparkasse einen Kooperationspartner.
Von Heike REgnet

Stiftungsberater Michael Heller, Vorstandsmitglied Matthias Wittmann, Dieter Weisner und Private Banking-Leiter Florian Gschwendtner (v. li.) stellten die neue Stiftergemeinschaft der Sparkasse Neumarkt-Parsberg vor. Foto: Regnet
Stiftungsberater Michael Heller, Vorstandsmitglied Matthias Wittmann, Dieter Weisner und Private Banking-Leiter Florian Gschwendtner (v. li.) stellten die neue Stiftergemeinschaft der Sparkasse Neumarkt-Parsberg vor. Foto: Regnet

Neumarkt.Zum Stiften anstiften, will die Sparkasse Neumarkt-Parsberg mit der neu am Bankinstitut eingerichteten Stiftergemeinschaft. „Laut Statistik werden deutschlandweit jährlich etwa 800 Stiftungen gegründet – Tendenz steigend“, sagt Dieter Weisner von der DT Deutsche Stiftungstreuhand AG Fürth. Ab sofort steht Stiftungsgründern nun auch die Sparkasse Neumarkt-Parsberg aktiv zur Seite.

„Vermögensübertragungen, Erben und Vererben sind Themen in aller Munde“, erklärt Vorstandsmitglied Matthias Wittmann beim Pressegespräch am Montag. Pro Jahr würden künftig bis zu 400 Milliarden Euro vererbt. „Das ist natürlich auch bei uns ein Thema von großer Bedeutung.“ Ein neuer Kooperationspartner der Sparkasse ist nun die Deutsche Stiftungstreuhand AG, die derzeit etwa 2000 Stifter/innen in rund 320 Stiftungen betreut. „Eine Stiftung zu gründen, wird zum Beispiel Thema, weil keine geeigneten Erben da sind, das Vermögen aber in der Region gehalten werden soll“, weiß Weisner aus seiner langjährigen Erfahrung. Doch es gebe noch viele weitere Gründe, denn wie die Statistik zeige, sind nur etwa 50 Prozent aller Stifter kinderlos.

Individuelle Stiftungszwecke

„Manch einer will seinen Familiennamen erhalten oder auch einen Verein oder eine Institution in der Region nachhaltig unterstützen“, so Weisner. Kunst, Kultur, Soziales –die Begünstigten einer Stiftung seien in allen Bereichen zu finden. Grundsätzlich gab Weisner jedoch zu Bedenken: „Die gute Tat ist schön, aber man sollte sein Vermögen so lange es geht, für sich behalten. Denn was eine Stiftung einmal hat, das gibt sie nicht mehr her.“

Um Fehler zu vermeiden, stehe künftig die Sparkasse beratend zur Seite. Erste Ansprechpartner in Neumarkt sind Stiftungsberater Michael Heller und Private Banking-Leiter Florian Gschwendtner. Eine Namensstiftung kann ab 25 000 Euro eingerichtet werden. Es genügt eine Unterschrift, die Sparkasse übernimmt die vielfältigen Formalitäten. „Damit ist eine Stiftung auch für mittlere und kleinere Vermögen interessant“, sagt Weisner.

In der Stiftergemeinschaft werden die einzelnen Treuhandstiftungen gebündelt. Die Verwaltungskosten liegen bei bis zu 0,5 Prozent auf das verwaltete Vermögen. Eine Ausschüttung für den zuvor festgelegten Förderzweck werde es immer geben, auch in einer niedrigen Zinsphase wie derzeit. „Für Stiftungen in Deutschland ist das nur eine kleine Decade“, sagt Weisner. „Man hofft darauf, dass sich die Lage wieder erholt.“ Zudem gingen mit einer Stiftung stets auch steuerliche Vorteile einher.

Grundsätzlich empfiehlt der Fachmann, eine Stiftung zunächst klein zu beginnen, um auch danach noch für die Unwägbarkeiten des Lebens gerüstet zu sein. Problemlos könne das Stiftungsvermögen Jahr für Jahr dann aufgestockt werden. Die Stiftung selbst werde durch die Sparkasse geführt, wodurch auch zugleich die Regionalität gewährleistet sei.

Lösung aus einer Hand

„Wir wollen eine Lösung aus einer Hand anbieten“, sagt Vorstandsmitglied Wittmann. Im Fokus stehe zudem der regionale Bezug. Da das Stiftungsvermögen langfristig zur Verfügung stehe, seien bei der Geldanlage andere Möglichkeiten gegeben als beim Privatkapital. Zudem bestehe bei den Ausschüttungen zur Stiftung auch die Möglichkeit, bis zu einer bestimmten Höhe hierfür einen Teil des Stiftungsvermögens zu verwenden.

Die Stiftergemeinschaft biete für den Stifter viele Vorteile. Die Zweckbestimmung der Stiftung ist stets ganz individuell, sogar ein Wechsel der Zweckbestimmung ist möglich. Für Verwaltung, Steuer, Rechnungslegung und vieles mehr sei für den Stifter kein Aufwand nötig, die aktive Mitarbeit aber dennoch möglich. Steuerlicher Sonderausgabenabzug und erbschaftssteuerfreie Vermögensübertragung seien weitere Pluspunkte. Dauerhafte Sicherheit gewährleiste das Kuratorium der Sparkasse.

Angebot: Die Sparkasse Neumarkt-Parsberg steht künftig Stiftern beratend und aktiv zur Seite.

Information: Am Mittwoch und Donnerstag, je ab 18.30 Uhr, Infoveranstaltung; Anmeldung unter Telefon (09181) 210294

Ansprechpartner vor Ort: Stiftungsberater Michael Heller und Private Banking-Leiter Florian Gschwendtner

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