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Dienstag, 25. September 2018 14° 1

Nürnberg

Motorsportfest für die ganze Familie

Die Rennen am Dutzendteich gelten als Höhepunkt im DTM-Kalender: Ob es sie aber auch noch 2019 gibt, ist aktuell unklar.
Von Birgit Ropohl

Die Fahnenparade der Grid-Girls ist in Nürnberg fester Bestandteil des DTM-Wochenendes. Fotos: Birgit Ropohl
Die Fahnenparade der Grid-Girls ist in Nürnberg fester Bestandteil des DTM-Wochenendes. Fotos: Birgit Ropohl
Volle Konzentration kurz, bevor er ins Auto einsteigt: Der Fürther Marco Wittmann landet am Samstag auf Platz drei, am Sonntag gewinnt er.
Volle Konzentration kurz, bevor er ins Auto einsteigt: Der Fürther Marco Wittmann landet am Samstag auf Platz drei, am Sonntag gewinnt er.

Nürnberg.Hier ein Autogramm vom Gewinner des Sonntags-Rennens, Marco Wittmann, da ein Selfie mit Samstags-Sieger Edoardo Mortara: Die Fans sind hautnah dran am Geschehen. Das begeistert selbst ehemalige Motorsportler, die es immer wieder an den Norisring zieht, wie Hans-Joachim Stuck. „Hier trifft man sich, hier kennt man sich“, sagt der Ex-Rennfahrer.

Es sei einfach „cool“ hier, zumal es nur wenige Rennstrecken gäbe, „bei denen die Fans so viel vom Geschehen hinter den Kulissen mitbekommen“.

DTM 2018 in Nürnberg

In der Tat: Drei Tage lang Motorsport zum Anfassen. Im Fahrerlager lassen sich Mechaniker der Formel 3 bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Wer lieber ins Herz der DTM blickt, nutzt die Pit-Views: Zu bestimmten Zeiten kann man aus gläsernen Boxen beobachten, wie Techniker die DTM-Flitzer fit machen.

Autogrammstunden, Gewinnspiele, Musik, das gemütliche Fan-Dorf und unzählige Mitmach-Aktionen sorgen für Abwechslung zwischen den Rennen – wenn auch im Vergleich zu den Vorjahren in leicht abgespeckter Form.

In Interviews verraten die Rennfahrer, was sie vom Norisring halten. „Ich fühle mich hier ausgesprochen wohl“, sagt Philipp Eng. Jamie Green, vierfacher Norisring-Sieger, erklärt: „Wenn es um packende Überholmanöver geht, ist der Norisring die beste DTM-Strecke überhaupt.“

Gut gelaunt schon vorm Start: der Samstags-Sieger Edoardo Mortara
Gut gelaunt schon vorm Start: der Samstags-Sieger Edoardo Mortara

Unterdessen steht Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch auf der DTM-Showbühne. Sie fahre zwar sehr gerne schnell mit ihrem Audi S6, „im Rahmen des Erlaubten natürlich“, aber selber Autorennen fahren? Nein! Das sei ihr zu extrem, zu gefährlich.

Immerhin: Am Norisring erreichen die DTM-Fahrer Spitzenwerte von mehr als 260 Stundenkilometern und müssen in den S-Kurven auf 50 km/h herunterbremsen.

Im nächsten Jahr werden die Autos noch schneller, wie ITR-Vorsitzender Gerhard Berger am Samstag bekanntgab – dank 620 statt bisher rund 500 PS. Denn dann greift eine neue Kooperation zwischen den Serien DTM und Super GT. Im Doppelpack wollen beide die internationale Bühne erobern. Nach jahrelanger „knochenharter Arbeit“ stehe jetzt das gemeinsame Reglement, so Berger. Die DTM könne somit künftig in Japan starten.

Ob sie allerdings 2019 auch noch in Nürnberg zu Gast ist, konnte Berger am Samstag nicht versprechen. „Nach dem Mercedes-Ausstieg durchleben wir eine schwierige Zeit.“

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