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Politik

Mühlhausen hat kaum Platz für die Trasse

Mühlhausen fordert, auch großräumige Varianten in die Planung aufzunehmen. Das Rathaus braucht eine neue IT-Infrastruktur.
Von Hans Gleisenberg

Die Stromtrasse, hier unter dem Schlüpfelberg, war in der Gemeinderatsitzung in Mühlhausen ein zentrales Thema. Foto: Hans Gleisenberg
Die Stromtrasse, hier unter dem Schlüpfelberg, war in der Gemeinderatsitzung in Mühlhausen ein zentrales Thema. Foto: Hans Gleisenberg

MÜHLHAUSEN.Es war, wie in Mühlhausen oft, eine lange Tagesordnung. Doch da man sich in der Sache trotz einigem Diskussionsbedarf einig war, gab es außer in einem Fall nur einstimmige Entscheidungen. Ein zentrales Thema war die Trasse der geplanten Juraleitung P53. Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer legte einen Resolutionsentwurf des Gemeinderats vor, der sich den gemeinsam gefassten Grundsätzen aller beteiligten Landkreisgemeinden anschließt. Spezifisch für die Sulzgemeinde unterscheidet er sich aufgrund der Platzknappheit etwas von dieser Leitungsführung.

In der Resolution heißt es: „Der Gemeinderat der Gemeinde Mühlhausen sieht keine Möglichkeit, auf dem Gemeindegebiet die Errichtung der 400 Meter bzw. 200 Meter Abstandsregelung bei Erdneuverlegung der Juraleitung auch nur annähernd einzuhalten.“ Der Gemeinderat der Gemeinde Mühlhausen fordert deshalb als Alternative, sofern die Trasse nicht großräumig andernorts mit ausreichendem Abstand geplant werden kann, eine punktuelle Erdverkabelung. Die ausschließliche Untersuchung kleinräumiger Trassenvarianten zulasten der bestehenden Wohnbevölkerung wird abgelehnt. Im Sinne eines möglichst hohen Gesundheitsschutzes seien folglich auch großräumige Trassenvarianten grundsätzlich und nicht nur in Ausnahmefällen in den Untersuchungsraum mit aufzunehmen.

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Neue Rechner, neue Programme

Wie schon in den vorangegangenen Sitzungen erläutert wurde, muss die die IT-Infrastruktur im Rathaus (Arbeitsplatzrechner, Netzwerk, etc.) einschließlich des Servers sobald als möglich erneuert werden. Das gilt auch für die dazugehörige Software. Die aufgeführten Anschaffungsmaßnahmen wurden bei der Haushaltsaufstellung bereits in einer Höhe von 150000 Euro berücksichtigt, so dass genügend Mittel zur Verfügung stehen.

Es wurden zwei Angebote eingereicht, die den gestellten Anforderungen gerecht werden. Das Angebot der Firma Schwarz Computersysteme aus Neumarkt ist mit 54.992,28 Euro brutto das wirtschaftlichere und erfüllt die Anforderungen. Dies gilt nach Verwaltungsangaben gerade in Hinblick auf die leistungsstärkere Virtualisierungssoftware VMware gegenüber der Lösung HyperV von Microsoft.

Weitere Informationen über die Juraleitung und Hintergründe lesen Sie in unserem MZ-Spezial.

Bei der Softwarelizenzvergabe wird auf das Microsoftmodell Government Lizenzen verwiesen. Im Rahmen dieses Modelles können laut dem Rathauschef staatliche und kommunale Einrichtungen vergünstigte Softwarelizenzen für den Einsatz in der öffentlichen Verwaltung erwerben. Diese können dann vom jeweiligen Hardwareanbieter bei der Firma Comparex abgerufen werden. Die benötigten Softwarelizenzen belaufen sich bei der Firma Comparex auf 22.591,33 Euro brutto. Auch die nötigen Einarbeitungslizenzen wurden vergeben und ein Kostenpuffer von 10 000 Euro für eventuelle Mehrkosten beschlossen.

Weitere Beschlüsse

  • Baumaßnahmen: Dem Bau eines weiteren Kindergartens in der „Hofau“ wurde ebenso zugestimmt wie dem Bau eines Feuerwehrstellplatzes in Hofen (ausführlicher Bericht folgt).
  • Dorferneuerung: Die Beratungsleistungen für die weiteren Maßnahmen im Zuge der Dorferneuerung in Kruppach wurden an die Firma Knychalla in Neumarkt vergeben.

Hochwasserschutz verbessert

Für das Gebiet der Fischersiedlung wurde eine Verbesserung des Hochwasserschutzes beschlossen. Dazu wird westlich der Siedlung ein Hochwasserentlastungsgraben geschaffen. Für diese Arbeiten erhielt die Firma Kirsch aus Berching den Auftrag. Die Abrechnung erfolgt nach Stunden.

Ein weiteres Thema war die Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet „Nord-Mühlhausen“ im vereinfachten Verfahren. Es geht darum, die Bezeichnung „standortheimisch“ in „standortgerecht“ zu ändern. Dies ermöglicht die Anpflanzung einer standortgerechten Pflanze, die sowohl den klimatischen als auch den Bodenverhältnissen angepasst ist, um eine optimale Wuchsleistung zu erhalten. Diese Änderung wird zur Bekanntmachung ausgelegt und auch Behörden und Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme vorgelegt. Der Bodenbelag im Montessori-Kinderhaus, aus den 60er Jahren weist erhebliche Mängel auf. Der notwendige Austausch kostet 15300 Euro. Günstigster Bier war die Firma Walter aus Mühlhausen.

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