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Gemeinderat

Mühlhausen: Neue Unterkünfte geplant

In Mühlhausen entstehen Wohnungen. Für die Bögl-Arbeiter sind Unterkünfte geplant und es soll zwei Baugebiete geben.
Von Hans Gleisenberg

Statt der Wohncontainer sollen Unterkünfte für die Arbeiter gebaut werden. Fotos: ngl
Statt der Wohncontainer sollen Unterkünfte für die Arbeiter gebaut werden. Fotos: ngl

Mühlhausen.Ein umfangreiches Programm mit 18 Tagesordnungspunkten hatte der Gemeinderat Mühlhausen am Montag abzuarbeiten. Der Rat war sich in allen Belangen ziemlich einig, doch bei einigen Baumaßnahmen konnte sich Sigrid Schindler der Meinung ihrer Kollegen nicht anschließen.

Im Mittelpunkt standen dabei Bauvorhaben. Sowohl Baugebiete für private und gewerbliche Nutzung, Naturschutzverfahren sowie Neugestaltung von Wohneinheiten wurden behandelt. Der Chef des Planungsbüros Bartsch nahm ausführlich Stellung. Zunächst ging es um die Verbesserung der Wohneinheiten auf dem Betriebsgelände der Firma Bögl in Bachhausen.

Wie Bartsch ausführte, sei die Firmenleitung an ihn herangetreten, um Pläne für einen Neubau der Unterkünfte zu erarbeiten. Dies sei nun geschehen, es liege aber bei der Gemeinde einen Flächennutzungsplan zu erstellen. Kosten entstehen der Gemeinde nicht, da der Bauantrag direkt von der Firma Bögl an das Planungsbüro gestellt wurde.

Alle Belange berücksichtigt

Breiten Raum bei den Beratungen nahm dann die Aufstellung der Bauleitpläne „Breitenlohe“ und „Im Kreut“, in Anspruch. Der Leiter des Planungsbüros erläuterte die Vorgehensweise die voraussetze, dass alle öffentlichen Belange, sowohl in privater als auch behördlicherseits, berücksichtigt werden müssen.

Hierzu gehören auch die Lärmschutzgutachten und eventuelle Änderungen der Flächennutzungspläne die, so nötig, von der Gemeinde zu beantragen sind. Die erarbeiteten Pläne werden dann im ortsüblichen Verfahren ausgelegt.

Insgesamt werden nach Abschluss der Verfahren in beiden Baugebieten 19 Parzellen, auch für Mehrfamilienhäuser zur Verfügung stehen. Beschlossen wurde auch ein Gutachten vom Amt für Bio-Geotechnik in Nürnberg einzuholen. Die Kosten belaufen sich auf 4950 Euro.

Hier finden Sie weitere Informationen zu dem Geschehen im Gemeinderat:

Gemeinderatssplitter

  • Leichenhaus:

    Das Leichenhaus in Wappersdorf soll eine neue Dachrinne. Die heimische Firma Geißler wurde beauftragt, einen Kupferablauf zum Preis von 3573 Euro anzubringen. Auch das Leichenhaus im evangelischen Friedhof bedarf einer Sanierung. Hier wurde auf Antrag von Pfarrerin Margit Walterham der Bschluss gefasst, zwei Drittel der Kosten von 4000 zu übernehmen

  • Beleuchtung:

    Die Straßenbeleuchtung von Wappersdorf nach Wangen wird, laut Beschluss um eine Lampe erweitert. Die Kosten hierfür betragen 3000 Euro.

  • Kindergarten:

    Die Leiterin des gemeindlichen Kindergartens, Astrid Kirschner, gab einen Lagebericht ab. Demnach sei der Kindergarten mit 131 Kindern in Krippe und Gruppen voll belegt. Lernziele, Vorbereitung auf die Schule und Hilfe für entwicklungsschwächere Kinder seien im Angebot. Auch die Mittagsversorgung werde, laut Kirschner gut angenommen.

  • Dorferneuerung:

    Letztlich lud der Bürgermeister noch zu einer Begehung im Rahmen der Dorferneuerung nach Kruppach am Freitag, 16 Uhr ein. (ngl)

Auch für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am alten Bahnhof“ wurden die Planungen abgeschlossen. Hier will die Firma Burkhardt weitere Produktions- und Lagerkapazitäten schaffen. Beschlossen wurde auch, dass das Grundstück mit der Flur Nr. 1559 der Gemarkung Kruppach in Rocksdorf einbezogen und ein Bebauungsplan erstellt wird. Auch für Hofen ist ein Baugebiet in Planung. Unter dem Namen „Obern Erlein“ werden 6716 Quadratmeter im Parallelverfahren mit der Änderung des Flächenutzungsplans erschlossen. Nach der geltenden Baunutzungsverordnung wird die Fläche dann als „Allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen.

Der Gemeinderat beschloss weiter, die Ingenieurleistungen für die Umverlegung der Hauptwasserleitung und Schmutzwasserleitung an der verlängerten Wappersdorfer Straße, an die Firma Petter Neumarkt, zu vergeben. Der Bruttopreis beträgt 31194,80 Euro. Nach Abschluss der Maßnahme werden dem staatlichen Bauamt Regensburg diese Leistungen in Rechnung gestellt.

Die vorhandene Vakuumanlage des Bauhofes stammt aus dem Jahre 1985. Für die acht Jahre hat die Gemeinde Mietgebühren von 57000 Euro verbucht. Nachdem diese nunmehr ausgefallen sei und repariert werden muss, sah die Verwaltung Handlungsbedarf, da es Rohrbrüche an der Wasserleitung gab und eine Vakuumanlage sofort zur Verfügung stehen muss, um den hohen Grundwasserstand zu beherrschen. Nach Einholung von Angeboten war der günstigste Bieter die Firma Hüdig GmbH, Celle zum angebotenen Bruttopreis von 21777 Euro, der sich noch um zwei Prozent Skonto verringert. Die Elektro-Vakuumpumpe ist bereits am Bauhof eingetroffen und kann umgehend eingesetzt werden.

Gemeinde wird weiter betreut

Der Gemeinderat wurde bereits in der Gemeinderatssitzung im November 2017 über den Auslauf des Vertrages mit Ingenieurbüro Brautsch zum Energieeffizienz-Netzwerk innerhalb der AOM-Lenkungsgruppe informiert. Brautsch würde, so der Bürgermeister, das Projekt gerne weiterbetreuen und aufgrund seiner Erfahrungen spreche dem nichts entgegen.

Zur Kostenverteilung liegt nunmehr ein Vertragsentwurf vor, der für die nächsten drei Jahre eine energietechnische Beratung als auch ein Netzwerkmanagement für die Gemeinde vorsieht. Für beide Tätigkeiten, erläuterte der Rathauschef weiter, ist im ersten Jahr eine Brutto-Eigenbeteiligung in Höhe von 9546 Euro, im zweiten Jahr 6390 Euro und im dritten Jahr 6390 Euro zu veranschlagen.

Die Leichenhalle auf dem Mühlhausener evangelischen Friedhof.
Die Leichenhalle auf dem Mühlhausener evangelischen Friedhof.

Auch die Gestaltung des Museumsgartens in Sulzbürg war ein Thema. Wie der Bürgermeister informierte, hat das Ingenieurbüro Knychalla und Team kürzlich den ersten Entwurf der Museumsgartengestaltung und Errichtung von einem Erweiterungsgebäude vorgestellt. Der aktuelle Entwurf beinhaltet im Außenbereich die Gestaltung mittels drei verschiedenen Ebenen, mit Errichtung von kleineren Böschungssicherungen, Bepflanzungen, Anlage von Treppen und kleineren Unterstellhäuschen für Ausstellungsgegenstände. Der nächste Schritt ist die Vorstellung der Planung in einer Bürgerversammlung.

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