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Kultur

Mühlhausen: Tolle Stimmakrobatik gezeigt

Der Kabarettist und Entertainer Bernd Händel stand in Mühlhausen auf der Bühne – und mit ihm zahlreiche Prominente.
Von Hans Gleisenberg

Bernd Händel parodierte unter anderem Edmund Stoiber und Gerhard Schröder. Foto: Gleisenberg
Bernd Händel parodierte unter anderem Edmund Stoiber und Gerhard Schröder. Foto: Gleisenberg

Mühlhausen.Mit seinem aktuellen Soloprogramm „Stimmen, Songs und schräge Vögel“ war der deutschlandweit bekannte Entertainer, Comedian und Kabarettist, Bernd Händel, am Ostersonntag im Bendersaal zu Gast. Der Vorzeigefranke, wie er selbst sagte „aus Nermberch“, hat auch in Mühlhausen vor allem mit seiner Stimmartistik begeistert, mit der es ihm gelingt, mehr als 30 Prominente, auch gesanglich, sehr authentisch zu parodieren.

Doch Bernd Händel hat noch mehr zu bieten, denn er ist seit 2006 Sitzungspräsident der Fastnachtssitzung in Veitshöchheim, war vier Jahre Moderator von Kabarett aus Franken und ist seit vergangenem Jahr zusammen mit Volker Heißmann von der Comödie Fürth als „Peterlesboum – Next Generation“ erfolgreich unterwegs. Er tritt hier in die Fußstapfen seines Vaters Willi Händel, der mit Karl Vogt das legendäre Nürnberger Duo gründete.

Dass ihm seine Heimatstadt besonders am Herzen liegt, wurde am Sonntag in Mühlhausen auch mit einer Hommage an Herbert Hisel deutlich. Händel brachte seine Paraderolle als Leibwächter Silvester Capone und outete sich als „Glubb Fan“. Deshalb wurde ihm von der Nürnberger Faschingsgesellschaft der „Goldene Trichter verliehen. Er befindet sich hier mit prominenten Persönlichkeiten wie beispielsweise dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in illusterer Gesellschaft.

So standen in Mühlhausen die vielen Prominenten mit seinem stimmlichen Repertoire im Mittelpunkt. Nicht fehlen durften natürlich Edmund Stoiber und seine zehn Minuten, die ihn schon lange verfolgen: „Stoiber wollte mit einem Elektroauto zur EU nach Brüssel, ins „Endlager für schwarze Jungs“, doch nach zehn Minuten war die Batterie leer. Auch Gerhard Schröder wurde aufs Korn genommen, der schon vier Mal verheiratet war: „Ich habe die Frau fürs Leben schon früh gefunden, doch es ist immer gut, noch ein paar mehr zu kennen“, nahm ihn Händel auf die Schippe.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Der Künstler

  • Geburt:

    Bernd Händel erblickte Ende Oktober 1956 in Nürnberg das Licht der Welt.

  • Theater:

    Schon während der Schulzeit stand Bernd Händel gern auf der Bühne und spielte Sketche und Theaterstücke oder trug gerne Gedichte vor. Im Alter von 14 Jahren spielte er bei den Theateraufführungen der Buchnesia mit. 1974 trat er erstmals bei einer großen Prunksitzung auf.

  • Bühne:

    Seit 28 Jahren ist Händel mittlerweile im Showgeschäft unterwegs, vor allem mit seinen Parodien prominenter Persönlichkeiten.

  • Fasching:

    Seit dem Jahr 2006 ist er der Sitzungspräsident von „Fastnacht in Franken und vier Jahre lang moderierte er die Sendung „Kabarett aus Franken.

  • Auszeichnung:

    Händel ist Träger des „Goldenen Trichters“, der höchsten Karnevalsauszeichnung in Nürnberg. (ngl)

Aus der Versenkung geholt

Ein Problem hatte Händel nach seinen Ausführungen, als Günter Beckstein Ministerpräsident wurde: „Bis ich seine Stimme so richtig drauf hatte, war er auch schon wieder weg“, trauerte er seinem Nürnberger Mitbürger nach. Auch den Ex-Club Präsident Michael A. Roth holte er aus der Versenkung und sagte ihm Folgendes nach: „Als der Club wieder einmal einen seiner seltenen Siege einfuhr, zeigte sich Roth erfreut, fuhr heim und sagte zu seiner Frau im Bett: ,Heit geht’s ma gout, ruck her, die Legende lebt.‘“

Auch mit selbst getexteten Liedern zu vielen Begebenheiten begleitete sich Händel mit der Gitarre, erntete immer wieder Szenenapplaus und hatte die Lacher auf seiner Seite. Alles in allem ein unterhaltsamer Abend, der mehr als die knapp 100 Besucher verdient hätte. Dies sah auch die Chefin vom „Mühlhausener Brauhaus“, Birgit Atzler, so: „Oft heißt es, in Mühlhausen sei nichts los und wenn man was macht, dann wird es nicht angenommen“, sagte sie und freute sich aber dennoch über einen sehr unterhaltsamen Abend.

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