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Region Neumarkt
Montag, 20. August 2018 28° 2

Politik

Mutige Leute braucht das Land

Die Europaabgeordnete Nadja Hirsch (FDP) besuchte Neumarkt und brachte einige aktuelle Themen zur Sprache.
Von Michael Schrafl

Die FDP-Europaabgeordnete Nadja Hirsch (4. von re.) stattete am Mittwoch der Neumarkter FDP einen Besuch ab; Kreisvorsitzender Enrico Pomsel (6. von re.) hieß den Gast willkommen. Foto: Schrafl
Die FDP-Europaabgeordnete Nadja Hirsch (4. von re.) stattete am Mittwoch der Neumarkter FDP einen Besuch ab; Kreisvorsitzender Enrico Pomsel (6. von re.) hieß den Gast willkommen. Foto: Schrafl

NEUMARKT.Bei ihrer Rundreise durch Bayern machte Nadja Hirsch, bayerische FDP-Abgeordnete im Europaparlament, am Mittwoch Station in Neumarkt. Hier traf sie sich mit Mitgliedern des FDP- Stadt- und Kreisverbandes, anschließend besichtigte sie die Bäckerei Plank in Mühlhausen.

Beim Pressegespräch im Restaurant El Grano berichtete die Europaabgeordnete über die Tagespolitik aus dem Europäischen Parlament. Die studierte Diplompsychologin aus München war bereits von 2009 bis 2014 Abgeordnete des Europäischen Parlaments. Seit November 2017 ist sie erneut Europaabgeordnete. Sie war für Alexander MdEP Graf Lambsdorff nachgerückt, der in den Bundestag eingezogen war.

Aktuelle Themen seien die Europäische Datenschutz-Grundverordnung, die Flüchtlingsproblematik und die Sicherung der Außengrenzen. Was den EU-Haushalt betreffe, müsse das Parlament viel zukunftsorientierter denken und den Haushalt auch danach aufbauen.

Zum Bayerischen Landtagswahlkampf-Slogan „Eine neue Generation Bayern“ meinte die Referentin, dass dieser gut gewählt sei, brauche doch das Land Leute, die mutig seien, anders denken, neue Ideen einbringen und auch neue Themen anpacken. FDP-Schwerpunkte werden demnach im Wahlkampf Integration, Bildung und Digitalisierung sein.

Im Vergleich zu anderen Ländern habe Deutschland, was die Digitalisierung betreffe, großen Nachholbedarf, so Hirsch. Schüler und Berufstätige müssten dafür gleichermaßen fit gemacht werden. Eine breit angelegte Weiterbildungsoffensive für Digitalisierung wäre deshalb gut investiertes EU-Fördergeld. Wie MdEP Nadja Hirsch sagte, warte in Brüssel jeder darauf, dass Deutschland endlich seine eigenen Ideen zur Zukunft Europas einbringe. Die EU stehe vor großen Herausforderungen. Mit großer Sorge blickt die EU-Abgeordnete nach Polen und Ungarn, dort werde massiv gegen die Demokratie und andere Grundwerte verstoßen. Nadja Hirschs Forderung: „Die Vergabe von Finanzmitteln sollte mit der Einhaltung der Grundwerte verknüpft werden.“

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