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Nach Flops bei Vorstellungen in Parsberg gerät Zirkus in Not

Eine Vorstellung fiel mangels Interesse aus. Die Zuschauer haben viel verpasst.

Dies hätte ein Bericht über einen Zirkus werden sollen, der sich selbst als der kleinste unter den Großen bezeichnet. Stattdessen durfte das Neumarkter Tagblatt eine Sondervorstellung sehen, um zu zeigen, was die Familie Brumbach anzubieten hat. Kontorsionen am Vertikalseil mit Stefanie, Leiterakrobatik, allerdings mit Stühlen, mit Dany, Pferde- und Exotendressuren mit Direktor Wilhelm Brumbach, Clownerien mit Dany, Bodenakrobatik mit Nadine, Drahtseilartistik mit Cilia und, und, und. Das alles wollte das Familienunternehmen den Parsbergern über Pfingsten anbieten. Daraus ist aber nicht viel geworden, denn die Besucher sind nicht gekommen.

Der Zirkus Brumbach, heute Circus Lexany, hat eine lange Tradition. 1846 gründete der ehemalige Schweizer (Melker) Gustav Brumbach aus Viechtach im Bayerischen Wald den Circus Brumbach. Seine Gattin Sandwina war die Attraktion als „stärkste Frau der Welt,“ erzählt der heutige Zirkusdirektor Wilhelm Brumbach mit einem Schmunzeln über seine Vorfahren.

Das Unternehmen ging an Großvater Bernhard über, dessen Chapiteau bereits 2000 Personen fasste. Der zweite in der Zirkusdynastie Brumbach führte das ein, was noch heute zur Hauptsache bei den Brumbachs zählt, nämlich Tierdressuren mit Braunbären, Pferden und Kamelen. Bei Wilhelm Brumbach I., der 1961 das Unternehmen fortführte und bereits einen Viermaster sein Eigen nannte, kamen dann auch Dressuren mit Kleintieren dazu.

1989 hat der damals 21-jährige Wilhelm Brumbach II. die Regie übernommen und zusammen mit seiner Frau Michaela, die in der Manege die Conference übernimmt, das Unternehmen nicht nur weiter geführt, sondern es zu einem Zirkus der Extraklasse gemacht hat. Vier Kinder, Schwiegerkinder und Enkel sind die Artisten, die ein einmaliges Können unter Beweis stellen.

Jetzt hat ihm der Sturm „Emma“ zwei Zelte weggerissen. Die Auftritte in Hemau und Beratzhausen waren wegen des schlechten Wetters ein Reinfall und in Parsberg sind, wohl wegen des zu schönen Wetters, keine Zuschauer gekommen. Der Zirkus steht vor dem Aus, wenn ihm nicht geholfen werden kann.

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