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Bürgerversammlung

Nachfrage nach Bauplätzen ungebrochen

Die Gemeinde Sengenthal behandelt jede Menge Bauanträge – und hätte jede Parzelle mehrmals verkaufen können.
Von Michael Schrafl

Der Gemeinderat war auf Besichtigungstour. In der Gemeinde Sengenthal gibt es einen Bauboom. Die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen hält unvermindert an. Foto: Michael Schrafl
Der Gemeinderat war auf Besichtigungstour. In der Gemeinde Sengenthal gibt es einen Bauboom. Die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen hält unvermindert an. Foto: Michael Schrafl

Sengenthal.Bei der Bürgerversammlung in der ASC-Sportgaststätte informierte Bürgermeister Werner Brandenburger über die Finanzen und aktuellen Projekte der Gemeinde. Danach ist die Kommune seit 2013 schuldenfrei und das trotz großer Investitionen in all den Jahren. In diesem Jahr stand die Errichtung einer zweiten Kindertagesstätte – das Zwergenhaus – auf der Agenda.

Die Segnung des Gebäudes, verbunden mit einem Tag der offenen Tür, ist für Ende November vorgesehen. Abgeschlossen wurden die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet „Glasberg II“ in Reichertshofen. Voll im Gange ist derzeit die Erschließung eines weiteren Abschnitts im Gewerbegebiet Reichertshofen. Bürgermeister Brandenburger dazu: „Alle Grundstücke sind schon für einheimische Betriebe reserviert.

Haushalt

  • Investitionen: Geplant sind 6,7 Millionen Euro Investitionen

  • Verschuldung: Sie liegt seit 2013 bei null Euro pro Einwohner

Wir hätten die Bauparzellen drei- bis viermal veräußern können, so groß ist die Nachfrage.“ In diesem Jahr wurden bereits 40 Bauanträge im Gemeinderat behandelt, davon 27 Wohnhausneubauten. Eine umfassende energetische Sanierung erfuhr das Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt. Zudem wurde es um ein Geschoss – hier befinden sich Sitzungs- und Trauungssaal – erhöht. Alle Räume im Alt- und Neubau sind nunmehr barrierefrei und über einen Aufzug erreichbar.

Arbeitsplätze sind nun modern

Neu eingerichtet wurden die EDV- und digitale Telekommunikationsanlage. „Durch den Umbau haben wir zusätzliche Büroräume gewinnen können. Die Mitarbeiter verfügen nunmehr über moderne Arbeitsplätze. Um die steigenden Aufgaben in der Verwaltung besser bewerkstelligen zu können, ist man seit geraumer Zeit dabei, auch das Personal aufzustocken und die Verwaltung insgesamt neu zu organisieren.

Rechnerisch hat die VG Neumarkt derzeit zehn Vollzeit-Mitarbeiter, obwohl ihr nach Empfehlung des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes aufgrund der Einwohnerzahl (9100) 17,84 Vollzeitstellen zustünden.

In den Kindertagesstätten „Sternschnuppe“ und „Zwergenhaus“ sind 14 Erzieherinnen, elf Kinderpflegerinnen sowie je fünf Personen für die Essenszubereitung und Raumpflege beschäftigt. Insgesamt beschäftigt die Gemeinde 46 sozialversicherungspflichtige Personen und 21 geringfügig Beschäftigte.

Mit der Errichtung der Norma, der Ansiedlung einer Bäckerei und Metzgerei sowie mehrerer Praxen im Nahversorgungszentrum habe die Gemeinde eine enorme Aufwertung erfahren. Am 30. Oktober eröffnet nunmehr auch die Tankstelle und nächstes Jahr ein Getränkemarkt. Optimal wäre nun auch im Nahversorgungszentrum eine Bushaltestelle. Der Bürgermeister bedauerte, dass der Omnibusverkehr Franken auf dem Parkplatz der Norma keine Möglichkeit sehe, eine Bushaltestelle einzurichten. Auf der alten B 299 lehne die Polizei aus Sicherheitsgründen eine Bushaltestelle ab. Nach Bürgermeister Werner Brandenburger könnte ein „Mitfahrbankl“ auf dem Parkplatz der Norma eine erste Zwischenlösung sein. „Wir werden aber die Bushaltestelle dort nicht aus dem Auge verlieren“, versicherte der Bürgermeister.

Leichenhaus wurde saniert

Neu gestaltet und saniert werde das Leichenhaus in Sengenthal. So wird der Glockenturm vom Gebäude abgenommen und durch einen freistehenden Turm ersetzt. In das Dach wird ein Glasfenster integriert, das Licht in die Aussegnungshalle bringt. Der Geräteraum wird geteilt und erhält einen Zugang von der hinteren Seite. Erweitert werden sollen auch die Anlage für Stelen und die Erdurnengräber.

Zum Ausbau der B 299 im Bereich Sengenthal Süd wurde ein Kompromiss gefunden, sagte der Bürgermeister. Auf das Brückenbauwerk wurdet verzichten. Stattdessen soll mittelfristig eine Ampel entstehen

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