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Stimmung

Narren feierten ausgelassen

Mehr als 30 Gruppen zogen am Sonntag durch Velburg. Den Faschingsorden 2020 bekamen die Reichertswinner.
Von Wolfgang Schön

  • Die Narren präsentierten sich äußert einfallsreich, wie der Duselscheiberclub Velburg, der sein Jubiläum zum Thema nahm. Fotos: Schön

Velburg.Ein richtiges Spektakel mit einer Vielzahl an tollen Beiträgen ist der Faschingsumzug am Sonntag in Velburg gewesen, der von den vielen Schaulustigen am Straßenrand freudig beklatscht wurde. Diese ließen sich dann auch gern von der ausgelassenen, aber jederzeit friedfertigen Heiterkeit der Narrenschaft anstecken.

Während sich die Fußgruppen, wie beim Velburger Gaudiwurm nicht anders zu erwarten, einmal mehr erfrischend einfallsreich und farbenfroh mit tollen Kostümierungen präsentierten, hatten die Wagenbauer in der Vorbereitung keine Kosten und Mühen gescheut, um ihre Beiträge dann auch publikumswirksam darzustellen. Hier war aber schon Velburger Insiderwissen erforderlich, um die Themen einordnen zu können. Auswärtige Gäste, und davon gab es am Sonntag wieder viele in Velburg, hatten da schon ihre liebe Not, schließlich dominierte bei den Themen eindeutig das Lokalkolorit.

Der Faschingsumzug in Velburg 2020

Schwelbrand im Beichtstuhl

Die anstehende Kommunalwahl spielte dabei, abgesehen vielleicht vom Beitrag mit der „Velburger Wählersuppe“, wo man auf die große Anzahl der 113 Stadtratskandidaten anspielte, so gut wie keine Rolle. Vielleicht auch gut so, denn schließlich war Fasching, mit der Kommunalwahl kann man sich danach wieder beschäftigen. Lokale kirchliche Themen wurden gerne zum Anlass genommen, beispielsweise den Schwelbrand in einem der Velburger Beichtstühle oder die unendliche Geschichte um die Fertigstellung der Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche in Oberweiling.

Deshalb wurde beim Umzug auch eine Vielzahl an kirchlichen Würdenträgern bis hinauf in die höchste Vatikanspitze gesichtet, fast schon inflationär, was da alles im Klerikergewand unterwegs war. Auffallend waren die vielen Beiträge aus den Velburger Ortsteilen, die angefangen von Ronsolden über Dantersdorf und Reichertswinn bis aus Wiesenacker, Lengenfeld und Oberweiling neben den Velburger Vereinen und Gruppierungen mit dabei waren. Besonders freuten sich die Reichertswinner, die mit 34 Teilnehmern neben der Stadtkapelle nicht nur die größte Gruppe bei den Erwachsenen stellten, sondern für ihren tollen Faschingswagen auch mit dem „Velburger Faschingsorden 2020“, der höchsten Auszeichnung, die beim Velburger Faschingsumzug verliehen wird, bedacht wurden.

Viele Kindergruppen dabei

Einfallsreich war auch der Duselscheiberclub Velburg, der sein 50-jähriges Bestehen als „goldenen Beitrag“ deklarierte, und natürlich der 1. Faschingsverein, der jetzt auch eine „Juniorgruppe“ mit dabei hat.

Auch die vielen weiteren Kindergruppen, die vom „Velburger Faschingsfieber“ befallen sind, waren äußerst kreativ. Allen voran die „Gartenpiraten“ vom OGV, die sich den Wald überaus fantasievoll zum Thema gemacht hatten. Einfallsreich war auch die Gruppe der Ronsoldner. Sie kamen als Litfaßsäulen daher, beklebt mit aktuellen Ausgaben der Mittelbayerischen.

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