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Sitzung

Neue Heimat für Musiker in Mühlhausen

20 Tagesordnungspunkte standen auf der Mühlhausener Agenda. Großen Diskussionsbedarf gab es in Sachen Kindergarten.
Von Hans Gleisenberg

Nach zwölfjähriger Odyssee hat der Musikverein endlich eine Heimat und zwar im Erasbacher Sportheim. Foto: Hans Gleisenberg
Nach zwölfjähriger Odyssee hat der Musikverein endlich eine Heimat und zwar im Erasbacher Sportheim. Foto: Hans Gleisenberg

MÜHLHAUSEN.Ein umfangreiches Programm hatte das Gemeinderatsgremium in Mühlhausen bei der Sitzung am Montag abzuarbeiten. Dabei standen zahlreiche Themen an, deren Behandlung aber von großer Sachlichkeit geprägt war. Beim Punkt Innenarchitekur für den geplanten, altersgemischten Kindergarten gingen die Meinungen allerdings deutlich auseinander.

Als Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer das gut 48 000 Euro teuere Gewerk zur Abstimmung aufrief, tat zunächst Roland Herzog (CSU), seine Einwäde kund. Er gab zu bedenken, dass die Firma „12:43“ aus Stuttgart ein nobles Architekturbüro sei, dass man nicht für einen für einen Pappenstil ins Boot holen könne. Er fragte nach, was das für finanzielle Folgen haben könne, machte aber auch deutlich, dass man von dieser Firma schon höchsten Standard zu erwarten habe.

Innenarchitekten abgelehnt

Sigrid Schindler und Manfred Schreiner (beide FW), lehnten einen Innenarchitekten ab. Sie betonten, dass die Zweckmäßigkeit, so Schreiner, im Vordergrund stehen müsse. Schindler brach dann eine Lanze für den Planer Matthias Hoppe der, so die Gemeinderätin, schon bei der Ausstattung beim Neubaus des „Sulztaler Zwergennests, Umsicht und Kreativität bewiesen habe. Ludwig Schuderer (CSU) hielt dem entgegen, dass die Bedenken unbegründet seien, denn ein guter Innenarchitekt werde auch auf eine finanzierbare Umsetzung des Projekts achten und sei aus der heutigen Baukultur nicht mehr weg zu denken.

Dem schlosss sich auch sein Fraktionskollege Manfred Fuchs an. Auch der Rathauschef gab zu bedenken, dass eine geschickte Ausschreibung eines Innenarchitekten durchaus von Vorteil sein könne und solche Büros nützlich seien.

Letztlich waren die Fronten etwas verhärtet und als der Bürgermeister zur Abstimmung aufrief, wurde das Gewerk mit sechs Gegenstimmen, beschlossen. Weniger Probleme gab es bei der Tragwerksplanung für das Gebäude, das einstimmig an das Ingenieurbüro Lerzer, Neumarkt, zum Preis von 75 000 Euro vergeben wurde.

Weitere Themen:

  • BIs:

    Die vier Bürgerinitiativen gegen die geplante Stromtrasse P 53 erhalten für ihre Aktionen Mittel aus dem 2014 beschlossenen Fonds, der seitdem pro Jahr 2370 Euro ausweist. Dies wird der Bürgermeister beim nächsten „Runden Tisch“ mit den Bi`s bekannt geben.

  • Feuerwehr: Für die Stützpunkt Feuerwehr Mühlhausen wurde der Kauf neuer Einsatzjacken beschlossen. „Die alten aus dem jahr 2000 haben ausgedient“, so Kommandant Markus Zang.

  • Zuschuss:

    Dem Festkomitee Hofen wurde zur Kostenminderung bei der diesjährigen Kirchweih, ein Zuschuss von 50 Prozent, entsprechend 1450 Euro zugestanden.

  • Grundschule:

    Der Freistaat Bayern gewährt der Grund und Mittelschule Mühlhausen für den Digitalunterricht einen Zuschuss von 113 813 Euro. Wie hierzu Michael Gruhle erläuterte, dienen diese Mittel auch der Anschaffung nötiger PCs oder der benötigten Tablets. Hierzu werde ein Digitalteam berufen.

Musikerverein bekommt Probenraum

Nach zwolfjähriger Odyssee, auf der Suche nach einem geeigneten Probenraum, hat nun der Musikverein Mühlhausen endlich eine Heimat gefunden. Dies verkündete Dr. Hundsdorfer im Rahmen eines Unterstützungsantrag der Musikfreunde. Im Erasbacher Sportheim wurde der Schützenraum entsprechend, auch mit Schallschutz für gut 55 00 Euro, umgestaltet, ein separater Eingang gefertigt und vor kurzem fertig gestellt.

Der Antrag von Orchesterchef Werner Mages, umfasste die Übernahme einer Bürgschaft in Höhe von 20 000 Euro. Nach einigen Nachfragen zum besseren Verständnis wurde der Bürgschaft zugestimmt und auf Initiative von Karl-Walter Emmerling, der zu bedenken gab, dass Kultur ein hohes Gut sei, legte der Gemeinderat einstimmig, noch 2000 Euro Soforthilfe drauf.

Brauhaus kündigt Kirchweih

Mit sichtlicher Wehmut wurde die Entscheidung des Mühlhausener Brauhauses, Dieter Atzler und des Festwirts Thomas Pfindel aufgenommen, die Kirchweih 2020 nicht mehr auszurichten. Von beiden lag eine Kündigung vor. Der Bürgermeister machte hier deutlich, dass schnell Nachfolger gesucht werden müssen und sein Antrag an das Gremium, die Verwaltung zu beauftragen, geeignete Nachfolger zu suchen, wurde einstimmig beschlossen.

Im Weiteren wurde der gemeindlich Wahlleiter und sein Stellvertreter für die Kommunalwahl im kommenden März bestimmt. Wahlleiter ist Geschäftsleiter Albert Koller und zu seinem Stellvertreter wurde Michael Gruhle berufen. In diesem Zusammenhang wurde auf Nachfrage von Sigrid Schindler bestätigt, dass der Gemeinderat in der kommenden Legislaturperiode 20 Räte umfassen werde, da die Einwohnerzahl über 5000 gestiegen sei.

Umfangreiche Arbeiten an den Kläranlagen Mühlhausen (Foto) und Hofen sind beschlossen worden Foto: Hans Gleisenberg
Umfangreiche Arbeiten an den Kläranlagen Mühlhausen (Foto) und Hofen sind beschlossen worden Foto: Hans Gleisenberg

Wichtige Ergänzungen und Verbesserungen wurde für die gemeindlichen Kläranlagen in Mühlhausen und Hofen sowie für die Anlagensteuerung des Wasserwerks beschlossen. Hier wurden die Kosten von gut 60 000 Euro ohne Gegenstimme durchgewunken. Die auf zwei Jahre befristete Laufzeit der Informationsfreiheitssatzung wurde auf einen Bestand, ohne Laufzeit, verlängert. Auch der Kauf der Schleuse 29, vom staatlichen Bauamt Regensburg, war für das Gremium nur eine Formsache.

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