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Kinderbetreuung

Neue Kita aus Containern in Neumarkt

Um mehr Kinder betreuen zu können, plant die Stadt eine Notlösung. Wo diese errichtet werden soll, steht schon fest.
Von Bernhard Neumayer

In der Brunnenstraße, wo das frühere Sportheim und die Kabinen des TSV Wolfstein waren, soll übergangsweise eine Kita entstehen.
In der Brunnenstraße, wo das frühere Sportheim und die Kabinen des TSV Wolfstein waren, soll übergangsweise eine Kita entstehen.

Neumarkt.Die Stadt treibt die Kinderbetreuung voran. Aktuell wird an der Dr.-Kurz-Straße eine neue Kita-Einrichtung gebaut. Es sollen Räume für drei Kinderkrippengruppen mit 36 Plätzen und drei Kindergartengruppen mit 75 Plätzen entstehen. Am Donnerstagabend beschloss der Bau-, Planungs- und Umweltsenat einstimmig, zudem eine provisorische Kindertagesstätte in der Brunnenstraße in Wolfstein zu errichten. Dort, wo sich früher die Kabinen und das Sportheim des TSV Wolfstein befanden, sollen zukünftig Kinder betreut werden.

In der Brunnenstraße soll übergangsweise eine Kita entstehen.
In der Brunnenstraße soll übergangsweise eine Kita entstehen.

Diese Interimslösung soll den Bedarf an weiteren Betreuungsmöglichkeiten so lange decken, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist, teilte Stadtsprecher Dr. Franz Janka auf Nachfrage mit. Im vergangenen Jahr gab es in der Stadt Neumarkt 24 Kinderbetreuungseinrichtungen mit 1621 Plätzen. Durch Zuzüge und neue Geburten steigt diese Zahl jedoch an. Wie viele Kinder künftig in der neuen Kita untergebracht werden können, sei noch unklar, wie Janka sagt. Ebenso ungewiss sei, wie die Übergangslösung im Detail ausschaut. Das Architekturbüro Berschneider und Berschneider wurde vom Bausenat beauftragt, die Planung zu übernehmen. „Vermutlich wird es auf Container hinauslaufen“, sagt Janka, der am Donnerstagabend Teil einer Bausenatssitzung im Schnellverfahren wurde.

Erfahren Sie mehr Zahlen und Fakten zum Thema Kinderbetreuung:

  • 8,2 Millionen Euro sind im Haushalt 2019 für Kindergärten und Kinderkrippen in der Stadt Neumarkt angesetzt. Mit dieser Summe bezuschusst die Stadt die Betreuungseinrichtungen.
  • 24 Einrichtungen für die Kinderbetreuung gab es 2018 in der Stadt Neumarkt. Insgesamt standen im vergangenen Jahr 1621 Kinderbetreuungsplätze im städtischen Gebiet zur Verfügung.
  • 75 Plätze werden für drei Kindergartengruppen neben dem Kinderhaus Sonnenschein in der Dr.-Kurz-Straße errichtet. Zudem entstehen 36 Krippenplätze.
  • 4,7 Millionen Euro teuer wird der neue Kinderhort neben der Bräugassenschule, den die Stadt Neumarkt errichtet. In diesem Jahr soll er fertiggestellt werden.

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Zehn Tagesordnungspunkte fertigten die Neumarkter Stadträte im Bausenat jeweils einstimmig ohne große Diskussionen innerhalb von 55 Minuten ab. Oberbürgermeister Thomas Thumann schaffte es gerade noch rechtzeitig zum Startschuss des zehnten Firmenlaufs. Vor der Sitzung bat er die Mitglieder, aufs Gas zu drücken. Zwei Tagesordnungspunkte (Bebauungsplanverfahren Unteres Tor und Gestaltungssatzung und -fibel für die Altstadt) wurden von der öffentlichen Tagesordnung genommen.

Mehrfamilienhäuser in der Regensburger Straße

An der Regensburger Straße gegenüber des Friedhofs entstehen neue Wohnungen.
An der Regensburger Straße gegenüber des Friedhofs entstehen neue Wohnungen.

Grundsätzliche Einigkeit herrschte unter den Bausenatsmitgliedern auch bei dem Vorhaben eines Investors, der zwischen Lährer Weg, Feldstraße und Regensburger Straße gegenüber des Friedhofeingangs Mehrfamilienhäusern errichten will. Mehr Wohnraum begrüßten alle anwesenden Stadträte. Bei der Diskussion ging es darum, dass für die künftige Bebauung in der Regensburger Straße ein Entwurf eines Rahmenplans aus dem Jahr 2000 existiert. Dieser sieht den Erhalt der Vorstadtbebauung vor. Sie zeichnet sich unter anderem durch eine niedrige Geschossigkeit aus.

So soll das Wohngebäude an der Regensburger Straße aussehen.
So soll das Wohngebäude an der Regensburger Straße aussehen.

Das Stadtplanungsamt begrüßt allerdings an der Regensburger Straße eine höhere Bebauung. Auch die Bausenatsmitglieder waren sich einig und beauftragten die Verwaltung einstimmig, das Verfahren zur Aufstellung einens Bebauungsplans in einem größeren Bereich entlang der Regensburger Straße auf den Weg zu bringen.

Einigkeit beim Blomenhof

Der Blomenhof wird aktuell umgebaut.
Der Blomenhof wird aktuell umgebaut.

Auch beim Bebauungsplanverfahren „138 – Blomenhof West“ waren sich die Politiker einig. Bereits im Juli 2014 hatte der Stadtrat beschlossen, für diesen Bereich einen qualifizierten Bebauungsplan zur Ausweisung eines Gewerbe- und Sondergebietes aufzustellen. Den Behörden und Trägern öffentlicher Belange wurde nun die Gelegenheit gegeben, zum Plan Stellung zu nehmen. Die Bausenatsmitglieder beschlossen jeweils einstimmig, dass sie diese zur Kenntnis genommen haben, den Geltungsbereich ändern sowie den Bebauungsplanentwurf in der Fassung vom 18. Juli 2019 billigen. Der Bausenat beschloss damit, den Plan öffentlich auszulegen und die Behörden zu beteiligen.

Weitere Themen im Bausenat

  • Bauanträge: Der Bausenat segnete einstimmig den Antrag der Caritas-Sozialstation Neumarkt ab, in der Friedensstraße 23 ein zweistöckiges Verwaltungsgebäude mit Betreuungsgruppenräumen für bis zu zehn Personen zu errichten. Außerdem darf die Firma Haubner in Pölling Am Kornfeld 5 eine weitere Produktionshalle errichten.

  • Pfleiderer: Das Neumarkter Unternehmen hat beim Landratsamt für diejenigen Bereiche auf seinem Firmengelände, auf denen Abfälle gelagert werden, eine immisionsschutzrechtliche Genehmigung beantragt. Es werden die gleichen Abfälle wie bisher auf dem Holzlagerplatz an der Ingolstädter Straße gelagert, nur der Lagerplatz innerhalb des Firmengeländes ändert sich. Dazu brauchte Pfleiderer das gemeindliche Einvernehmen. Der Bausenat segnete das Vorhaben einstimmig ab.

  • Hochwasserschutz: Der Bausenat stimmte mit 13:0 für den Bau eines neuen Stauraumkanals in der Woffenbacher Straße. Das Neumarkter Ingenieurbüro Dotzer plant diesen. Die Kosten für den Stauraumkanal werden auf etwa 700 000 Euro netto geschätzt. Das entspricht Bruttokosten von etwa 833 000 Euro.

Bebauungsplan für Fachmarktzentrum

Architekt Theo Nutz zeigte uns bereits im Februar, wie das Fachmarktzentrum aussehen soll.
Architekt Theo Nutz zeigte uns bereits im Februar, wie das Fachmarktzentrum aussehen soll.

Auch beim Bauleitverfahren „154 – Fachmarktzentrum Nürnberger Straße, Bereich Ost“ waren sich die Bausenatsmitglieder einig. Die Behörden und Träger öffentlicher Belange hatten schriftlich zu dem Vorhaben Stellung genommen. In der Nürnberger Straße entsteht ein großer Komplex mit Hotel und Büros, Lokalen und Verkaufsflächen. Der Bausenat nahm die Stellungnahmen zur Kenntnis und beschloss einstimmig den Bebauungsplan in der Fassung vom 18. Juli 2019 als Satzung. Die Mitglieder beauftragen damit die Verwaltung, den Beschluss bekannt zu machen. Damit tritt der Bebauungsplan in Kraft.

WLAN für Grund- und Mittelschulen

Ohne Diskussionen winkten die Bausenatsmitglieder am Donnerstagabend auch die Umsetzung des Förderprogramms Glasfaseranschluss und WLAN für öffentliche Schulen durch. Firmen konnten Angebote einreichen. Die Bausenatsmitglieder vergaben jeweils die Aufträge an die besten Bieter. Das Unternehmen Brandl services aus Postbauer-Heng stattet demnach die Grundschulen Hasenheide, Pölling und Woffenbach sowie die Mittelschule West mit einem Glasfaseranschluss aus. Nachträglich hatte Brandl services auch für die Grundschule Wolfstein ein günstigeres Angebot als T-Systems eingereicht. Darüber wird noch entschieden. Die Grundschule Holzheim wird von der Firma T-Systems mit schnellerem Internet ausgestattet.

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