MyMz
Anzeige

Neuer Marktrat nimmt die Arbeit auf

In Lauterhofen sind die Aufgaben wieder klar verteilt. Die Bahnhofstraße wird bis Ende Mai asphaltiert.
Von Nicole Selendt

Die Marktgemeinderäte besichtigten vor der Sitzung das Karlsfeld. Landschaftsarchitektin Ursula Barth erklärt, wie die Kneippanlage einmal aussehen soll. Foto: Selendt
Die Marktgemeinderäte besichtigten vor der Sitzung das Karlsfeld. Landschaftsarchitektin Ursula Barth erklärt, wie die Kneippanlage einmal aussehen soll. Foto: Selendt

Lauterhofen.Mit einer Besichtigung der Baustelle in der Bahnhofstraße hat der neue Marktrat von Lauterhofen am Donnerstagabend seine Arbeit aufgenommen. Landschaftsarchitektin Ursula Barth beantwortete Fragen zum Zeitplan und zur Gestaltung der Straße und des Gehwegs, der – angepasst auch an die Bedürfnisse von Behinderten – vom Bahnhof aus, an den Außenwohnstätten von Regens Wagner, am Karlsfeld entlang zum Karlshof hinunter verläuft.

Die Planungen für die Maßnahme hatten in der vergangenen Legislaturperiode angepasst werden müssen. Der Unterbau der Straße war nicht ausreichend gewesen, daher hatte man beschlossen, statt nur des Gehwegs auch die Straße zu sanieren. Etwas mehr als 600 000 Euro werde die Maßnahme nun kosten, wie Bürgermeister Ludwig Lang sagte. Der Gehweg werde nun gepflastert, sei in den Geraden 1,50 Meter und in den Kurven bis zu 1,80 Meter breit. Der Bordstein wird zwei Zentimeter, in den Kurven 4 Zentimeter hoch sein.

Ein neuer Gehweg begleitet die Bahnhofstraße in Lauterhofen. Foto: Selendt
Ein neuer Gehweg begleitet die Bahnhofstraße in Lauterhofen. Foto: Selendt

Am Eingang zum Karlsfeld informierte Barth die Markträte über die Planungen der Kneippanlage. Direkt am Austritt des Wassers aus zwei Quellen werde ein Becken mit 4,80 Metern Länge und 2,50 Metern Breite gebaut, das auf der Seite des Parks über Trittsteine zu erreichen sein wird, auf der Seite der Bahnhofstraße über einen barrierefreien Weg. Dort soll auch ein Ruheplatz entstehen. Die Begrünung drumherum bleibt bis auf wenige Ausnahmen bestehen. Der Untergrund im Kneippbecken wird aus Natursteinplatten bestehen, dass Wasserniveau liegt zwischen 30 und 40 Zentimetern.

Das Areal um die Quelle soll zu einem Kneippbecken umgestaltet werden. Foto: Selendt
Das Areal um die Quelle soll zu einem Kneippbecken umgestaltet werden. Foto: Selendt

Antrag auf „Not-Ausschuss“ scheitert

Zurück in der Schulturnhalle haben Bürgermeister und Markträte zunächst über das örtliche Gemeindeverfassungsrecht und ihre Geschäftsordnung abgestimmt. Beides wurde einstimmig beschlossen, Zweiteres wurde zuvor durch einige wenige Anträge ergänzt. So werden die Räte in Zukunft über ein Ratsinformationssystem auch online Zugang zu wichtigen Dokumenten bekommen, die Einladungen zu Sitzungen elektronisch verschickt. Auch wurde beschlossen, den Ausschuss für Bau- und Beitragsangelegenheiten als beschließenden Ausschuss beizubehalten und Markträten, die nicht Mitglied des Ausschusses sind, dennoch ein Rederecht einzuräumen.

Marktrats-Splitter

  • Vodafone-Netz:

    Zum zweiten Mal ist ein Antrag auf die Errichtung einer Mobilfunkstation gescheitert. Vodafone hatte es erneut versäumt, den Antragsunterlagen eine „Suchkreisanalyse“ beizufügen. So stellte die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landratsamts das Verfahren ein.

  • Verzögerung:

    Wann mit der Umgestaltung der Alten Sulzbacher Straße begonnen werden kann, ist nicht bekannt. Noch liegt kein Förderbescheid der Regierung vor – ohne diesen könne auch keine Ausschreibung stattfinden.

  • Ausschuss für Bau- und Beitragsangelegenheiten:

    Xaver Lang, Martin Springs, Erwin Spitz (CSU), Stellvertreter sind Robert Kölbl, Helmut Benzinger, Karl Hiereth; Beate Niebler, Michael Krieger (FW), Stellvertreter sind Theresia März und Andreas Aigner; Anton Preißl (SPD), Stellvertreter ist Josef Seitz; Ludwig Härteis (ÖDP), Stellvertreter ist Monika Schönfelder-Hans.

  • Rechnungsprüfungsausschuss:

    Helmut Benzinger, Karl Hiereth (CSU), Stellvertreter sind Robert Kölbl und Erwin Spitz; Beate Niebler, Theresia März (FW), Stellvertreter sind Andreas Aigner und Julia Strobel; Monika Schönfelder-Hans (ÖDP), Stellvertreter ist Ludwig Härteis; Anton Preißl (SPD), Stellvertreter ist Josef Seitz.

Nicht durchsetzen konnte sich SPD-Rat Anton Preißl mit seinem Antrag zur Geschäftsordnung, einen sogenannten „Not-Ausschuss“ einzurichten, der im Katastrophenfall den Marktrat beschlussfähig halten soll. Als Anlass nannte er die Corona-Pandemie, die zeitweise dazu geführt hatte, dass der Marktrat nur in sehr dezimierter Form zusammengefunden hatte. Die anderen Räte sahen hier jedoch keine Notwendigkeit, die Abstimmung endete 3 zu zwölf.

Veranstaltung

Kirwa-Organisatoren hängen in der Luft

Nach jetzigem Stand dürfte die Kirwa Trautmannhofen stattfinden. Doch die Organisatoren haben Bedenken – und warten ab.

Beauftragte bleiben dabei

Die Wahl der Beauftragten des Marktrats brachte keine Überraschungen. Michael Krieger erklärte sich bereit, weiterhin das Amt des Jugendbeauftragten zu übernehmen. Allerdings unter einer Bedingung: Nachdem der Marktrat zuletzt die Bestellungen eines Jugendpflegers abgelehnt hatte, bestand er auf der Bestellung eines weiteren Jugendbeauftragten aus den Reihen der Verwaltung von Lauterhofen. Es müsse für den Kreisjugendpfleger, den Kreisjugendring und für die Jugendlichen des Marktes jemand zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar sein, wenn Krieger aus beruflichen Gründen nicht greifbar sein. Bürgermeister Lang sagte dies zu.

Seniorenbeauftragte bleibt weiterhin Theresia März, Behindertenbeauftragte sind weiterhin Monika Schönfelder-Hans und Beate Niebler, Gleichstellungsbeauftrafte bleibt die erst kürzlich bestellte Ingeborg Meyer-Miranda und Ortsheimat- und Archivpfleger bleibt zunächst Ludwig Härteis. Dieser merkte allerdings an, diesen Posten gerne zur Verfügung stellen zu wollen. Anton Preißl schlug vor, den aus dem Marktrat ausgeschiedenen Benno Eichinger zu fragen, ob er übernehmen will, der Bürgermeister sagte dies zu.

Szene-Porträts

K.I.S.H. ist sicher: „Wir haben Zukunft“

Andreas Hutzler ist Macher der Kleinkunstbühne in Postbauer-Heng, die heuer 20. Jubiläum feiert. Er hofft auf den 11. Juli.

Arbeitskreis „Senioren“ wird erweitert

Der Marktrat beschloss außerdem die Bildung folgender Arbeitskreise: Heimat und Kultur, Tourismus, Internet. Der Arbeitskreis Senioren wurde erweitert und in einen Arbeitskreis „Jugend, Familie, Senioren“ umbenannt. Darüber hinaus wird es jetzt einen Arbeitskreis „1300 Jahre Lauterhofen“ geben. Interessierte aus der Bevölkerung, die gerne an der Planung und Umsetzung der großen Feier mitwirken möchten, sind aufgerufen, sich zu melden und dem Arbeitskreis beizutreten.

Diskussionsbedarf gab es vor allem bei der Genehmigung eines Gruppenraumes für die dritte Krippengruppe in der Kita St. Gabriel. Ludwig Härteis (ÖDP) bemängelte, dass man bei der Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde „von einer Notlösung in die nächste“ schlittere – ohne ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept. Daher stimmte er zusammen mit Monika Schönfelder-Hans gegen die Errichtung des Gruppenraumes.

Beleuchtung auf dem Weg Richtung Norma

Lob für Bürgermeister Ludwig Lang kam von Marktrat Helmut Benzinger, der es für eine gute Idee hält, den Bereich rund um das Schützenheim zu überplanen und dort nach der Beendigung der Bauarbeiten am neuen Kindergarten Maria Goretti ein ansprechendes Umfeld zu schaffen. Monika Schönfelder-Hans beantragte außerdem, auf der Hälfte des Wegs zur Norma eine Ruhebank aufzustellen.

Dort könnte dann auch gleich ein Mülleimer platziert werden, Bürgern seien dort zuletzt häufig Verunreinigungen durch weggeworfene Verpackungen aufgefallen. Bürgermeister Lang versprach, dies zu prüfen und gab bekannt, dass dort bald die Beleuchtung verbessert werde. Sensorleuchten, die nicht ständig brennen, sondern nur, wenn jemand diesen Weg entlanggeht, sollen dort aufgestellt werden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht