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Region Neumarkt
Samstag, 24. Februar 2018 2

Politik

Neuer Standort wird gesucht

Die Unterbringung eines Energieverteilers für die Nahwärme im Kindergarten ist nicht möglich. Nun sind Alternativen gefragt.
Von Andreas Friedl

Im Kindergarten Rappelkiste könnte laut Bündnis 90/Die Grünen/SPD und Freien Wähler die Heizverteilerstation untergebracht werden. Foto: Friedl

Velburg. Ein Thema, das den Stadtrat schon in einigen Sitzungen beschäftigt hatte, stand bei dieser Sitzung erneut auf der Tagesordnung: das Thema „Wieseranwesen“. So hatten in der Dezembersitzung des Stadtrates die Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen/SPD und die Freien Wähler den Antrag eingebracht, dass für die Energieverteilerstation der Keller des Kindergartens Rappelkiste genutzt werden könnte. Dafür spreche unter anderem, dass dort schon eine Heizung untergebracht und die Kellerräume ausreichend groß seien.

Wegen des Antrags setzten sich Bürgermeister Bernhard Kraus und die Verwaltung mit der Firma Burghardt GmbH aus Mühlhausen in Verbindung. Sie sollte prüfen, ob das möglich sei. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass mehrere technische Details dagegen sprechen würden. Zudem verwies Bürgermeister Kraus auf die möglichen Mehrkosten.

So machte nun Stadtrat Erwin Gradl den Vorschlag, dem sich dann auch sein Kollege Franz Brandl mehr oder weniger anschloss, dass diese Heizzentrale vor dem Wieserstadl, Eingang Burgstraße, gebaut werden könnte. Nach einiger Diskussion war sich das Gremium mehrheitlich einig, dass dieser Vorschlag der beiden Stadträte geprüft werden sollte.

Auch Bürger sollen sich äußern

Zum Wieserstadl und der geplanten Nutzung als Kulturzentrum sagte Stadtrat Dr. Josef Guttenberger, dass die Kommunikation bislang schlecht gewesen sei: „Es ist ein großes Projekt und das sollte es uns wert sein, darüber zu diskutieren.“ Kraus verwies auf die Stadtratssitzungen und stadtratsinterne Gespräche, bei denen dieses Thema behandelt worden sei. „Ich habe bereits geplant, dass die Bürgerversammlung für Velburg nicht am Ende dieser Versammlungsreihe stattfindet, so dass auch Bürger aus den Velburger Ortsteilen zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen sind und auch zu dieser Thematik sprechen können.“

Gleich beim ersten Tagesordnungspunkt hatte es bei der Stadtratssitzung am Donnerstag im Rathaus schon einige Diskussionen gegeben. Es ging um die Breitbanderschließung in einem dritten Verfahren, das unter dem Höfebonus-Programm läuft. Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern erläuterte das Programm, das seit Juli 2017 vom Freistaat Bayern aufgelegt wird. Es garantiere der Stadt Velburg beim Weiterausbau des Breitbandnetzes einen maximalen Zuschuss von 950 000 Euro. Um diesen Fördersatz zu erreichen, müsste die Stadt Velburg zusätzlich 237500 Euro Eigenmittel aufbringen, so dass letztendlich knapp 1,2 Millionen Euro investiert werden. Damit sollten die dann angeschlossenen Gehöfte und Orte mindestens 30 Mbit/s erreichen. Einstimmig war der Stadtrat der Meinung, dass die Maßnahme – aufgeteilt in drei Lose – in Gang gebracht werden solle.

Bei drei Abstimmungen für den Bebauungsplan „Zum Sperlasberg“, mit Änderung des Flächennutzungsplanes und Satzungs- und Feststellungsbeschluss, gab es jeweils nur eine Gegenstimme. Ein Antrag von Stadtrat Peter Burnickl, dass in diesem Baugebiet Bäume und Sträucher maximal 4,50 Meter hoch wachsen dürfen, wurde mit 19 zu eins Stimmen abgelehnt.

Gehweg eventuell verbreitern

Dagegen wurde ein Antrag von Stadträtin Beate Höß angenommen. Sie hatte vorgeschlagen, dass dort eine Trasse von sechs Metern frei gehalten werden solle. Dann könnte man den geplanten Gehweg, der südlich aus diesem Baugebiet führt, wenn nötig als Straße auf sechs Meter verbreitern. Der Weg könnte dann bei einer möglichen Erweiterung des Baugebietes auch als Verbindungsstraße genutzt werden.

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Weitere Themen

  • Bauprojekte:

    Vier Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Zugestimmt wurde auch dem Bau des Radwegs von Lengenfeld nach Finsterweiling, der knapp 850 000 Euro kostet und mit 600 000 Euro vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert wird.

  • Sanierung Ortsdurchfahrt Hollerstetten:

    Hier wurde beschlossen, dass ein Gehweg gebaut werden soll. Bei Grundstücksabgaben solle er als erhöhte Fläche errichtet werden. Können keine Flächen dafür gekauft werden, solle er fahrbahngleich gebaut werden. (naf)

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