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Kirche

Neuer Stellvertreter im Dekanat Neumarkt

Pfarrer Martin Hermann hat die Nachfolge von Tobias Schäfer angetreten. Das ökumenische Miteinander liegt ihm sehr am Herzen.
Von Hans Gleisenberg

Der erste offizielle Auftritt der Dekanin Christiane Murner und ihres Stellvertreters Pfarrer Martin Hermann fand bei der Verabschiedung seines Vorgängers Pfarrer Tobias Schäfer in der St. Georgskirche in Sulzkirchen statt.Foto: Hans Gleisenberg
Der erste offizielle Auftritt der Dekanin Christiane Murner und ihres Stellvertreters Pfarrer Martin Hermann fand bei der Verabschiedung seines Vorgängers Pfarrer Tobias Schäfer in der St. Georgskirche in Sulzkirchen statt.Foto: Hans Gleisenberg

NEUMARKT.Das evangelische Dekanat Neumarkt hat einen neuen stellvertretenden Dekan. Seit dem 1. Juni bekleidet der Neumarkter Pfarrer Martin Hermann dieses Amt und folgt Pfarrer Tobias Schäfer nach, der ab dem 1. September Dekan in Hersbruck wird. Die Einführung fand, an Christi Himmelfahrt, in der evangelischen Schlosskirche St. Michael in Sulzbürg statt.

Dekanin Christiane Murner sagte im Gespräch mit dem Tagblatt, dass sie mit Pfarrer Hermann einen in allen Belangen erfahrenen Geistlichen vorgeschlagen habe, der dann auch einstimmig gewählt und anschließend vom Dekanatsausschuss bestätigt wurde: „Ich freue mich, dass Pfarrer Hermann nun mein Vertreter ist, denn er ist seit 2005 in Neumarkt Pfarrer und kennt seinen neuen Arbeitsbereich, wie seine Westentasche.“ Martin Hermann ist 63 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er war vor seinem Dienst in Neumarkt als Vikar in Schwaig und dann als Pfarrer in Amberg eingesetzt. Bereits seit 2005 ist er nun auf der dritten Planstelle der Kirchengemeinde Neumarkt als Geistlicher im Amt.

Zu den Zielen seiner geistlichen Berufung befragt, sagte Hermann, dass es im das größte Anliegen sei, die Menschen in guten und schlechten Zeiten zu begleiten und das Miteinander zu fördern; bemerkenswert ist dabei, dass er sich schon seit seiner Zeit als Pfarrer zur Anstellung in der Notfallseelsorge engagiert.

Diakon für Notfallseelsorge

Hier hakte Dekanin Murner ein und machte deutlich, dass Hermann aufgrund seiner neuen Aufgabe in dem Bereich Notfallseelsorge nachhaltig entlastet wird. Man habe eine halbe Planstelle geschaffen, die von einem Diakon besetzt wird. Es stehen auch die gute Ausbildung und Versorgung von Ehrenamtlichen im Fokus der Seelsorgeausrichtung, es wird auch darauf geachtet, dass den eingesetzten Helfern bei der psychologischen Betreuung das nötige Augenmerk geschenkt wird.

Das ökumenische Miteinander liegt Herrmann sehr am Herzen; er ist stets bemüht, Hemmnisse zu beseitigen aber das Gemeinsame zu fördern. Als Beispiel sei genannt, dass man mit Pfarrer Stefan Wingen von der katholischen Hofkirche übereingekommen ist, während des Umbaus der evangelischen Christuskirche, die Konfirmation 2020 im unmittelbar benachbarten Gotteshaus zu feiern.

Hermann betonte, dass dies nicht die einzige Begegnung auf ökumenischer Ebene sei und er den Brückenbau mit Herzblut weiter vorantreibe.

Christlicher Weg

Weiterer Arbeitsschwerpunkt ist es, die Kirche denen nahe zu bringen, die eher im Zweifel über den Glauben leben, und vor allem den Jugendlichen einen christlichen Weg in ihrem Leben aufzuzeigen. Damit noch nicht genug, denn großes Engagement verwendet er im ökumenischen Arbeitskreis, der sich mit verfolgten Christen, aber auch allen die wegen ihrer Glaubenseinstellung unter Druck stehen, beschäftigt. Weiter ist er langjähriges Mitglied im Verbund der evangelischen Allianz im Landkreis. So bringt der neue stellvertretende Dekan, alle Voraussetzungen für sein Amt mit. Der Besuch seiner Heimat ist schon fest geplant; Hermann lädt schon jetzt zu einer Studienfahrt nach Siebenbürgen ein. Dort soll der Ort Mediasch besucht werden, der mit Spenden unterstützt werden soll.

Sanierung der Christuskirche

Doch auch die Sanierung und Renovierung der Christuskirche ab dem Frühjahr 2020, die drei Millionen Euro kosten soll, beschäftigt die neue Dekanatsspitze. Laut Dekanin werden keine Alleingänge durchgeführt. In die Planungen des Architekten und des Landeskirchenamts, werden auch Kirchenmusikdirektorin Beatrice Höhn und der Kirchenvorstand einbezogen und können ihre Ideen einbringen: „Die Ertüchtigung der Statik im Dachstuhl ist ebenso ein bauliches Thema, wie die Barrierefreiheit, die Akustik sowie eine hellere und dadurch freundlicheres Erscheinungsbild des Gotteshauses“, so Murner. Es gibt also viel zu tun.

Kurz & knapp

  • Das Dekanat: Ansässig sind rund 18 000 evangelische Christen in elf Kirchengemeinden. Es erstreckt sich auch auf die Regierungsbezirke Mittelfranken (Allersberg und Ebenried) und Oberbayern Beilngries.
  • Vakanz: Aktuell sind die Kirchengemeinden Parsberg und Sulzkirchen ohne Pfarrer (Vakanzzeit).
  • Info: www.dekanat-neumarkt.de

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