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Unfall

Neumarkt: A3 war bis 0.48 Uhr gesperrt

Nach dem Unfall mit zwei Lkw wurde der Verkehr über Oberölsbach umgeleitet. Der Stau war bis zu 20 Kilometer lang.
Von Eva Gaupp

Nach dem Zusammenstoß mit einem anderen Lastwagen kippte dieser Sattelschlepper um. Foto: Stepper
Nach dem Zusammenstoß mit einem anderen Lastwagen kippte dieser Sattelschlepper um. Foto: Stepper

Neumarkt.Es dauerte sehr lange, bis die beiden ineinander verkeilten Lastwagen auf der A3 bei Oberölsbach wieder voneinander getrennt werden konnten. Nach dem Zusammenstoß der zwei Sattelschlepper zwischen den Anschlusstellen Oberölsbach und Neumarkt am Freitag gegen 14.10 Uhr war die Fahrtrichtung Regensburg komplett gesperrt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg am Samstagmorgen mitteilte, konnte die A3 erst um 0.48 Uhr wieder freigegeben werden.

Die Einsatzkräfte hatten den anrollenden Verkehr Richtung Regensburg in Absprache mit der Straßenmeisterei über Oberölsbach ausgeleitet, um den Stau nicht zu verlängern. Die Fahrzeuge, die bereits hinter den verunglückten Sattelschleppern feststeckten, seien ab 17.10 Uhr langsam und vorsichtig an dem Unfallort vorbeigeleitet worden. Somit mussten die Autofahrer nicht die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen.Zumal am späten Nachmittag ein Wintergewitter starken Schneefall mit sich brachte. Damit sei die Situation etwas entschärft worden, so der Polizeisprecher.

Der Leiter der Parsberger Autobahnpolizei, Polizeihauptkommissar Manfred Forster, unterbrach am Samstag extra seinen Urlaub, um weitere Auskünfte zu geben: So hatte der Unfallverursacher, ein 45 Jahre alter Mann aus Rumänien, ausgesagt, sein Auflieger habe plötzlich nach rechts gezogen. Er habe daraufhin versucht, ihn abzufangen und gegenzusteuern. Doch dies gelang ihm nicht, der Sattelschlepper geriet ins Schlingern, prallte zunächst gegen die rechte Leitschutzplanke, dann drehte er sich um 180 Grad.

Der 60 Jahre alte Fahrer eines nachfolgenden Sattelzugs mit ungarischer Zulassung hatte noch versucht auszuweichen, fuhr auch an dem Sattelzug vorbei, prallte jedoch teilweise dagegen, wodurch die rechte Seite seiner Schutzplane aufriss. Er hatte Getriebe geladen, die dadurch kaputt gingen und es lief Getriebeöl auf die Fahrbahn.

Der ungarische Lastwagen hatte Getriebe geladen. Eine Seite wurde bei dem Unfall aufgerissen und das Getriebeöl lief aus. Foto: Stepper
Der ungarische Lastwagen hatte Getriebe geladen. Eine Seite wurde bei dem Unfall aufgerissen und das Getriebeöl lief aus. Foto: Stepper

Der Auflieger des rumänischen Lastwagens stürzte indessen um und das Fahrerhaus stellte sich auf. Andere Verkehrsteilnehmer halfen dem 45-Jährigen, damit er aus dem drei Meter hochragenden Führerhaus klettern konnte. „Die sind mit einem Pkw drunter gefahren, damit er herauskonnte“, sagte Forster. Die Zugmaschine wurde als erstes mit einem Kran geborgen, so dass die bereits im Stau steckenden Fahrzeuge ab 17 Uhr an dem Unfall vorbeigeleitet werden konnten.

Um die verunglückten Lastwagen zu bergen, sei es auch wichtig, Platz zu haben, erklärte Forster. So gerate niemand in Gefahr, die Bergungsfahrzeuge könnten uneingeschrenkt anfahren und die Experten ungehindert arbeiten. Im Einsatz waren die Feuerwehren Neumarkt und Berg, das Rote Kreuz, die Autobahnmeisterei sowie das THW Neumarkt.

Das Führerhaus stand drei Meter hoch. Foto: Stepper
Das Führerhaus stand drei Meter hoch. Foto: Stepper

Trotzdem staute sich der Verkehr in Fahrtrichtung Regensburg bis zum Autobahnkreuz Nürnberg zurück, mehr als 20 Kilometer. Und rund um Neumarkt entwickelten sich weitere Verkehrsbehinderungen durch die Umleitung.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, erste Schätzungen der Polizei gehen von einem Sachschaden in Höhe von rund 150000 Euro aus. Die weiteren Ermittlungen führt die Autobahnpolizei Parsberg. Denn noch steht nicht fest, weshalb der Anhänger des rumänischen Sattelzuges ausgebrochen ist. „Es war sonnig und die Fahrbahn trocken“, so Forster.

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