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Ausstellung

Neumarkt: Generationen im Gespräch

Die Wanderausstellung „Was heißt schon alt“ wurde im Landratsamt Neumarkt eröffnet. Sie ist bis zum 1. Februar zu sehen.
Von Helmut Sturm

Die Wanderausstellung im Landratsamt „Was heißt schon alt?“ wurde eröffnet. Foto: Sturm
Die Wanderausstellung im Landratsamt „Was heißt schon alt?“ wurde eröffnet. Foto: Sturm

Neumarkt.„Was heißt schon alt?“ Auskunft darüber gibt eine Wanderausstellung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit dem 8. Januar bis zum 1. Februar 2019 ist sie im Foyer des Landratsamtes zu den üblichen Geschäftszeiten zu besichtigen.

Mit dem Programm unterschiedlichster Altersbilder setzt sich das Ministerium dafür ein, ein neues, differenziertes Bild vom Alter in unserer Gesellschaft zu verankern.

Warum ist das notwendig? Alt sind doch immer nur die anderen, zumindest subjektiv betrachtet. Es ist weithin sichtbar, dass die althergebrachten Vorstellungen oder Bilder in unserer Gesellschaft nicht mehr der Realität entsprechen. Die vielfältigen Lebensentwürfe und Stärken der älteren Menschen von heute haben sich deutlich gewandelt.

Die Ausstellung soll dazu einladen, Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen und über die eigenen Vorstellungen vom Alter nachzudenken.

Dr. Christa Büchel und Diplom-Sozialpädagogin Claudia Zölfl-Setschödi begrüßte die witterungsbedingt übersichtliche Schar der Eröffnungsgäste und gaben einen kurzen Überblick über die Ausstellung.

Landrat Willibald Gailler erinnerte sich an seine Zeit als Bürgermeister: „Bei Jubiläen kam es nicht selten vor, dass der 85-jährige sich selbst noch als im besten Alter einschätzte, den neben ihm sitzenden 88-jährigen aber als alt bezeichnete.“ Die heutige Gesellschaft ist ohne die aktiven Senioren kaum vorstellbar: außerhalb der Ferien könnte die Tourismusbranche einpacken. Alt ist man erst dann, wenn man aufhört aktiv zu sein.“

Professor Dr. Frieder Lang vom Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg gab einen kurzweiligen Einblick über die Auswirkungen und Einflüsse von Altersbildern.

Älteste Deutsche ist 113 Jahre alt

Der älteste Mensch in Deutschland ist 113 Jahre alt. Und es ist keine Frau. Der Mann ist seit 25 Jahren Witwer und lebt mit Unterstützung selbständig im Haus. „Und es ist nicht furchtbar“, sagt er. Ein anderer, ein 104-jähriger Professor hat sich nach einem Sturz das Leben genommen, weil er so nicht mehr leben wollte. Wie schafft man es, den Sinn und die Freude am Leben zu erhalten? Viele Menschen fürchten sich vor Krankheiten, besonders vor Krebs oder Demenz und vor der drohenden Einsamkeit. Sind diese Befürchtungen berechtigt? Objektiv betrachtet nicht, zeigte Prof. Lang anhand von Studienergebnissen auf:

„Die Angst davor ist größer, als betroffen zu sein.“ Die ärztliche Betreuung der Senioren wird immer besser, die Lebenserwartung steigt beständig und die Verweildauer in den Seniorenresidenzen geht konstant zurück.

Weitere Informationen zur Ausstellung

  • Das Ziel:

    Im Rahmen des Programms Altersbilder setzt sich das Bundesfamilienministerium dafür ein, ein neues und differenziertes Bild vom Alter in unserer Gesellschaft zu verankern.

  • Notwendigkeit:

    Die in der Gesellschaft vorherrschenden Altersbilder entsprechen oft nicht den vielfältigen Lebensentwürfen und Stärken der älteren Menschen von heute.

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