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Brettspiel

Neumarkt Monopoly nimmt Gestalt an

Die ersten Spielfelder der Neumarkter Ausgabe von Monopoly stehen fest. Doch die Neumarkter sind auch weiterhin gefragt.
von Wolfgang Endlein

Rainer Seitz vom Tourismusamt der Stadt, „Aktives Neumarkt“-Geschäftsführer Christian Eisner und Matthias Auhuber vom Center Management des „Neuen Marktes“ präsentieren die ersten vier Spielfelder des Neumarkt Monopolys. Foto: Endlein
Rainer Seitz vom Tourismusamt der Stadt, „Aktives Neumarkt“-Geschäftsführer Christian Eisner und Matthias Auhuber vom Center Management des „Neuen Marktes“ präsentieren die ersten vier Spielfelder des Neumarkt Monopolys. Foto: Endlein

Neumarkt.Die blanke Panik geht in Neumarkt um. Jedenfalls bei manchen Neumarktern, wie Christian Eisner in den vergangenen Wochen zu spüren bekam. „Leute haben aus dem Urlaub angerufen, weil sie Angst hatten, dass sie kein Neumarkt Monopoly mehr bekommen könnten“, berichtet der Geschäftsführer von „Aktives Neumarkt“ bei der Präsentation der ersten vier offiziellen Spielfelder der Neumarkter Ausgabe.

Ganz unbegründet ist die Angst nicht, denn die Sonderausgabe ist auf 2004 Stück limitiert. Und auch sonst scheint die Begeisterung bei vielen Neumarktern für die auf ihre Heimatstadt zugeschnittene Ausgabe des weltberühmten Brettspiels keine Grenzen zu kennen. Andere Anrufer hätten angekündigt, größere Mengen des Spiels kaufen zu wollen. Worüber sich Eisner zwar freut, „einen Mengenrabatt gibt es aber nicht“. Möglicherweise sehe manch einer in der limitierten Auflage eine gute Wertanlage, scherzt der Citymanager weiter.

Christian Eisner von „Aktives Neumarkt“ erklärte zum Start der Monopoly-Aktion im Video-Interview, was dahinter steckt:

Neumarkt bekommt sein eigenes Monopoly

Bis sie das Spiel aber in den Händen halten werden, werden noch einige Monate vergehen. Aktuell kann man aber einen Gutschein kaufen, der im November dazu berechtigt, das Spiel selbst im Geschäft zu erwerben. Diesen Gutschein für 44,95 Euro gibt es in der Geschäftsstelle des Neumarkter Tagblatt ebenso wie bei der Tourist-Info der Stadt Neumarkt, bei der Geschäftsstelle des „Aktiven Neumarkts“ und beim Center Management des „Neuen Marktes“.

Eva-Maria Witt hat das Schaufenster in der Fußgängerpassage zum Neuen Markt für Monopoly gestaltet. Foto: Gaupp
Eva-Maria Witt hat das Schaufenster in der Fußgängerpassage zum Neuen Markt für Monopoly gestaltet. Foto: Gaupp

Bis zum November müssen die Spielemacher zudem noch einige Entscheidungen treffen. Allen voran, welche Straßen, Bauwerke und andere Sehenswürdigkeiten der Großen Kreisstadt auf einem der 40 Spielfelder zu sehen sein werden. Am Donnerstag wurden die ersten vier Spielfelder von Christian Eisner, Rainer Seitz vom Tourismusamt der Stadt und Matthias Auhuber vom „Neuen Markt“ vorgestellt. Es sind die vier Bahnhöfe, die jeweils in der Mitte der Spielfelder angesiedelt sind.

„Maßgeblich“, wie Eisner sagt, waren für die Auswahl die Vorschläge der MZ-Leser, die in den vergangenen Wochen eifrig solche an die Redaktion gesandt hatten (insgesamt 583). „Wir wollten wissen, was den Neumarktern an ihrer Stadt wichtig ist“, sagt der Mann von „Aktives Neumarkt“. Unter den zahlreichen Vorschlägen finden sich wenig überraschend vor allem bekannte Wahrzeichen der Jura-Stadt zahlenmäßig weit vorne.

Vier Bahnhöfe gesucht

Auch jene, die künftig die vier Bahnhof-Spielfelder auf dem Neumarkt Monopoly zieren sollen. „Neumarkt hat nunmal nur einen Bahnhof. Der war natürlich gesetzt“, erklärt Eisner. Bei der Auswahl der anderen drei habe man sich an den Vorschlägen der Tagblatt-Leser orientiert. Herauskamen schließlich der Reitstadel, das benachbarte Pfalzgrafenschloss und das Rathaus.

Seit 1935 wurden weltweit mehr als 275 Millionen Ausgaben von Monopoly verkauft. Pro Jahr sind es in Deutschland bis zu einer Million. Es gibt international 850 Varianten. Foto: Franz-Peter Tschauner dpa
Seit 1935 wurden weltweit mehr als 275 Millionen Ausgaben von Monopoly verkauft. Pro Jahr sind es in Deutschland bis zu einer Million. Es gibt international 850 Varianten. Foto: Franz-Peter Tschauner dpa

Eine diskutable Entscheidung, wird mancher sagen. Schließlich hat Neumarkt noch so manches andere bekannte und markante Bauwerk. Der Spitzenreiter bei den Vorschlägen, die Burgruine Wolfstein, fand beispielsweise bei den Bahnhöfen keine Berücksichtigung. Man habe das Wahrzeichen nicht vergessen, beschwichtigt Rainer Seitz und verspricht: „Der Wolfstein wird einen prominenten Platz bekommen“. Auch sehr oft genannt waren die Mariahilf-Kirche, das Münster St. Johannes, der Residenzplatz, das LGS-Gelände, die Hofkirche, der „Neue Markt„, der Volksfestplatz und das Museum Lothar Fischer.

Auch sie könnten die Spieler künftig durchaus auf dem Spielbrett des Neumarkter Monopolys verewigt finden, schließlich gibt es 40 Spielfelder. Wenig sicher ist das hingegen bei anderen, sehr speziellen Vorschlägen wie etwa der Sebastian-Kirsch-Straße (nördlich des ASV-Sportgeländes gelegen) oder das neu aufgestellte Kunstwerk Syrmel im Kreisverkehr vor dem Landratsamt.

Mr. Monopoly am Stadtstrand

19 der Spielfelder suchen Paten in der Wirtschaft, die sich in Zusammenhang mit einer Neumarkter Straße auf dem Spielbrett verewigen können. Noch gebe es freie Spielfelder, sagt Eisner, der aber nicht davon ausgeht, dass auch alle 19 Felder einen Paten finden werden. „Das gab es noch in keiner Stadt“, sagt der Citymanager.

Mehr zur Entstehungsgeschichte von Monopoly lesen Sie hier:

Die Geschichte von Monopoly

  • Ursprung:

    Die Urform von Monopoly erfand die Britin Lizzie Magie 1904. Das Spiel hieß damals noch „The Landlord’s Game“.

  • Unklarheit:

    Lange galt Charles Darrow als der Erfinder. Dieser hat aber lediglich die Patentrechte an den heutigen Inhaber, die Firma Park Brothers, verkauft. Das Unternehmen holte sich im Laufe der Zeit von beiden die Patentrechte.

  • Ablehnung:

    1909 hatte Magie „The Landlord’s Game“ schon einmal Park Brothers angeboten. Doch die Firma hatte das Spiel damals als zu komplex und politisch abgelehnt.

Welche Straßen und Bauwerke sich letztlich im Monopoly finden werden, wird den Neumarktern Stück für Stück in den nächsten Wochen enthüllt. In der Passage am Unteren Tor wird gegenüber den Schaufenstern ab sofort alle zwei Wochen eine der acht Spielfarbengruppen von Monopoly mit den dazugehörigen Straßen und Bauwerken aus Neumarkt präsentiert.

Am 5. Juni wird es laut Eisner zudem am Stadtstrand einen Monopoly-Tag geben. Dort kann man dann nicht nur Bilder mit Mr. Monopoly machen, sondern auch Vorschläge für die Ereigniskarten einreichen, die auch noch auf Neumarkt ausgerichtet werden müssen. Das lohnt sich: Unter den Teilnehmern werden Ausgaben des Neumarkt Monopolys verlost.

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