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Altstadt

Neumarkt: Neue Läden in der Klostergasse

Kritiker hatten die Gasse totgesagt. Unter anderem ein Barbershop, eine Boutique und ein Blumenladen sollen sie beleben.
Von Bernhard Neumayer

  • Sait Basaran eröffnet im Mai einen Friseur- und Barbershop in der Klostergasse 4b, im Gebäude des ehemaligen Quick-Schuh. Foto: Neumayer
  • Die Klostergasse hat ein neues Logo. Foto: Neumayer

Neumarkt.In den vergangenen Monaten hatte die Klostergasse mit Schließungen und Leerständen für negative Schlagzeilen gesorgt. Einige Kritiker hatten die Gasse schon totgesagt. Doch jetzt scheint sie wieder aufzuerstehen. Bereits im Dezember wurde bekannt, dass Pop-up-Läden für neuen Schwung sorgen sollen. Jetzt werden fünf leere Geschäfte neu besetzt, wie Citymanager Christian Eisner sagt.

Im ehemaligen Quick Schuh-Verkaufsladen wird Sait Basaran im Mai einen Friseur- und Barbershop eröffnen. „Die Branche ist eine Marktlücke in Neumarkt“, sagt der Inhaber, der auch in Nürnberg ein Barbergeschäft betreibt. Basaran will seinen Teil dazu beitragen, dass die Klostergasse wieder mehr belebt wird.

Eigener Charakter der Gasse

Eisner glaubt nicht, dass der abgelegene Standort des Shops in der Klostergasse ein Nachteil für Basaran sei. „Die Leute gehen gezielt dahin“, sagt er. Bei einem Barbershop sei es egal, ob er in der Marktstraße oder in der Klostergasse betrieben werde. Solch außergewöhnliche Geschäfte seien perfekt für die Klostergasse. „Dadurch hat die Gasse einen anderen Charakter als die Marktstraße.“

Citymanager Christian Eisner will während der Bauarbeiten Graffiti-Sprayern eine Fläche zum Sprayen bieten:

Neues Leben in der Klostergasse

Schräg gegenüber des geplanten Barbershops erweckt Anfang April Brigitte Karl die ehemalige Strumpfboutique zu neuem Leben. „Das bestehende Konzept soll durch Schuhe erweitert werden“, sagt Eisner.

Innenstadtreferent Bernhard Lehmeier begrüßt den frischen Wind in der Klostergasse. „Ich bin optimistisch, dass sich die Gasse rasant positiv entwickelt.“ Die Klostergasse biete eine „super Verkaufslage“.

Diana Hofmann-Huber gibt ihren Laden in der Oberen Marktstraße auf und zieht ab April in die Klostergasse. Nicht aber wegen der Lage, wie sie sagt. „Die geringere Miete war ausschlaggebend“, sagt die Inhaberin des Blumenladens Dianas Floristik. Außerdem biete das neue Geschäft mehr Außenfläche für die Blumen. Sie schätzt den Zusammenhalt unter den Ladeninhabern in der Klostergasse. Mit ein paar Geschäftsleuten wolle sie kooperieren. „Peter Schunk vom Creppresso will zum Beispiel einen Kaffeetisch zwischen meinen Blumen aufstellen“, sagt Hofmann-Huber.

Die Klostergasse soll belebt werden. Foto: Gaupp
Die Klostergasse soll belebt werden. Foto: Gaupp

Auch gegenüber der ehemaligen Bäckerfiliale Feihl, in das der Blumenladen zieht, herrscht Hochbetrieb. Nadja Huber will Ende März ihre Bekleidungsboutique Valentina eröffnen. Sie verspricht italienische Mode zu „bezahlbaren Preisen“. Huber glaubt nicht, dass ihr Kunden aufgrund der Baustelle am Hackner-Areal fernbleiben. Das Gebäude wird abgerissen, ein neues Seniorenwohnheim gebaut. „Das bisschen Bauzaun beeinflusst das Geschäft nicht negativ.“

62 Wohnungen ab April 2020

Laut Eisner werden die Bauzäune etwa 1,5 Meter vom ehemaligen Hackner in die Klostergasse ragen. „Die Gasse hat trotz Absperrung einen vier Meter breiten Durchgang.“ Da die Arbeiten von der Herzwirtsgasse aus am ehemaligen Hackner-Parkplatz erfolgen, befürchtet auch Eisner keine negative Beeinträchtigung für die Klostergasse.

„Bis April wird das Hackner-Gebäude abgerissen“, sagt Frank Tkatzik, der Marketingleiter der KIB. Die Nürnberger Immobilien-Gruppe wird auf dem Gelände seniorengerechtes Wohnen mit verschiedenen Service-Arealen realisieren. Ab April werde die Baustelle vorbereitet, ehe im Juni der Rohbau beginnt. „Im April 2020 sollen
62 neue Wohnungen fertig sein.“

Diese Läden eröffnen in der Klostergasse:

Doris Weber, Angestellte der Eisdiele Via Christina, setzt auf die Senioren als neue Kunden. „Sie können gerne bei uns ein Eis genießen und ratschen.“ Auch dank der neuen Läden glaubt Weber an die Zukunft der Klostergasse. „Ich sehe das nicht so schwarz wie viele andere Neumarkter.“ Selbst der Baustelle am Hackner-Areal gewinnt Weber etwas Positives ab. „Wir erhoffen uns Baustellentouristen, die neugierig sind.“ Laut Eisner dürfen die Neumarkter auch auf die neuen Pop-up-Läden gespannt sein. Der erste kurzfristige Store soll am 6. April eröffnen. Was darin angeboten wird, verrät er nicht.

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