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Landwirtschaft

Neumarkt: Verband kritisiert Umwelthilfe

Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung zog Bilanz über das vergangene Jahr. Es war heiß und trocken.
Von Helmut Sturm

Johann Paulus, Elfriede Eichenseer und Josef Hierl ehren Waltraud Burger. Foto: Sturm
Johann Paulus, Elfriede Eichenseer und Josef Hierl ehren Waltraud Burger. Foto: Sturm

Neumarkt.Trotz widriger Witterungsbedingungen kamen die Mitglieder des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung zahlreich zur Jahreshauptversammlung auf den Schafhof. Vorsitzender Josef Hierl – 2018 für seine Verdienste um die landwirtschaftliche Ausbildung mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet – begrüßte die Agrarier und Ehrengäste auf seine unvergleichliche Art und Weise.

Das Jahr 2018 betrachtete er im Rückspiegel. „Es war heiß, es war trocken, aber im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung war es nicht das trockenste seit Menschengedenken. Im Verlauf der letzten 20 Jahre gab es drei Jahre, die nachweislich noch trockener waren.“ Trotzdem war es ein schwieriges Jahr. Die Unterschiede im Landkreis waren krass. Die Erträge waren halbwegs zufriedenstellend. Die beste Versicherung für das nächste trockene Jahr ist: Vorrat schaffen – Vorrat haben – und Vorrat nutzen können, wenn man ihn braucht. An der Arbeitsweise der Deutschen Umwelthilfe ließ er kein gutes Haar. „Mit miesen und faulen Tricks und falschen Zahlen machen sie uns und der Autoindustrie das Leben unnötig schwer. Unterstützt mit Steuergeldern legen sie große Teile der Wirtschaft lahm und beschädigen das Ansehen der Landwirte. Es wird gelogen und gefälscht, was geht. Ich bin gespannt, welches Fass sie vor der grünen Woche wieder aufmachen.“

Abschließend dankte er für 75 Jahre Frieden in Deutschland und dass es den meisten doch ganz gut gehe. Besonders dankte er den regionalen Politikern, Banken und Verbänden für den fairen und vertrauensvollen Umgang miteinander.

Landrat Gailler dankte dem Verband

Landrat Willibald Gailler dankte dem Verband für landwirtschaftliche Fachbildung für seinen existenziell wichtigen Beitrag zu einer effektiven Landwirtschaft. Neumarkts 1. Bürger-meister Albert Löhner lobte neben der fachlichen Sparte des Verbandes auch die gesellschaftliche und kulturelle Seite des VLF.

Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Michael Gruber mahnte an, dass sich die Landwirte in der Gesellschaft besser „verkaufen“ müssen. Das Bürgerbegehren einer kleinen Umweltpartei machte ihn richtig sauer. „Da wird viel gelogen und vieles ist nicht wahr. Die Bauern tun viel für die Bestäuber. Trotzdem wird uns die Hauptschuld zugeschoben. Klimawandel oder Varoamilbe – alles kein Thema.“

Harald Gebhardt, Chef des AELF dankte den Landwirten für die großartige Unterstützung zum Tag der offenen Tür. „Und beim Umweltschutz in der Landwirtschaft passiert gewaltig etwas – da brauchen wir uns nicht verstecken.“ Geschäftsführer Johann Paulus ließ die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres noch einmal Revue passieren und gab Hinweise auf Veranstaltungen des laufenden Jahres.

Humorvoll und unterhaltsam endete die Hauptversammlung mit dem Vortrag: „Der Dialekt – eine spannende Geschichte“ von Dr. Ludwig Schießl. „A Bou mou dou, wos a Bou dou mou.“ Von besonderem Interesse war das Thema um die Hausnamen.

Auszeichnung für Waltraud Burger

  • Ehrung:

    Vom Verband für landwirtschaftliche Fachbildung wurde Waltraud Burger für ihre Verdienste um die Landwirtschaft und ihr Engagement als Erlebnisbäuerin mit dem Silbernen Verbandsabzeichen geehrt.

  • Grund:

    Sie leitet mit ihrem Mann einen Ausbildungsbetrieb und trägt mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu einem positiven Erscheinungsbild der Landwirtschaft bei.

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