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Bogenschützen

Neumarkter Abschied aus der Ersten Liga

Die Erste Mannschaft der Neumarkter Bogenschützen muss in die Zweite Liga, aber die Zweite steigt in die Regionalliga auf.

Sara Wexler konnte sich bereits gut im Team integrieren.
Sara Wexler konnte sich bereits gut im Team integrieren.Foto: Lerzer

Neumarkt.Schade – aber kein Drama: Die Neumarkter Bogenschützen sind nach sieben Jahren Zugehörigkeit aus der Ersten Bundesliga abgestiegen. Am letzten Wettkampftag der laufenden Saison fehlte letztendlich ein Sieg zum rettenden Ufer.

Reutlingen war die letzte Station der acht Teams aus der Bundesliga Süd in der Saison 2014/2015. Die Tabelle war vor diesem Wettkampftag klar geteilt: Welzheim, Tacherting und Ebersberg marschierten souverän vorneweg, Fellbach-Schmiden zehrte immer noch von ihrem super ersten Wettkampftag und war auch gesichert. Dahinter formatierten sich drei Teams, die nur durch zwei Punkte voneinander getrennt waren: Boxdorf, Neumarkt und Freiburg, Reutlingen als Schlusslicht und Heimmannschaft hatte als einziger Verein den Anschluss schon ein wenig verloren.

Sieben Jahre gehören die Neumarkter Bogenschützen nun schon zur Bundesliga und konnten hier schon großartige Erfolge feiern.

Die laufende Saison war von Beginn an ein wenig holprig: andere Mannschaften, die sonst auf Augenhöhe mit den Neumarktern waren, kauften massiv ein und präsentierten keinen eigenen Vereinsschützen mehr – der Erfolg war da, doch von Vereinsmannschaft kann man hier nicht sprechen. Neumarkt verfolgt eine andere Linie: nachdem Jürgen Seibold zum Compound-Schießen gewechselt ist, kann er in der Liga-Mannschaft nicht mehr eingesetzt werden – er fungierte in dieser Saison als Nachfolger von Roland Wexler als Coach.

Mit Sara Wexler wurde ein eigenes Talent aus der zweiten Mannschaft nach oben geholt, Georg Girbinger, Oliver Obst und Norbert Franz bildeten die bewährte Formation. Schwer wog aus Neumarkter Sicht die Verletzung von Norbert Franz: Er konnte das ganze Jahr nur sehr eingeschränkt trainieren und war sehr gehandicapt. Sara Wexler konnte sich bereits gut im Team integrieren, Georg Girbinger kämpfte auch mit wechselnder Form, einzig Oliver Obst zeigte konstant sehr hohe Leistungen.

So war es für die Neumarkter Bogenschützen von Anfang an schwer, in Tritt zu kommen. Das Niveau der Liga legte nochmals enorm zu und Neumarkt war von Anfang an nicht so wie gewohnt vorne mit dabei. Vor dem letzten Wettkampftag lag man auf Rang fünf, jedoch nur zwei Punkte Abstand zum Abstiegsplatz. Freiburg erwischte in Reutlingen das, was man einen Gala-Tag nennen darf: Sie gewannen nicht nur die Duelle gegen ihre direkten Mitabstiegskonkurrenten, darunter auch gegen Neumarkt, sondern auch gegen Spitzenreiter Tacherting: Dies war für Neumarkt das Zünglein an der Waage. Selbst konnte man nur einen Sieg an diesem Wettkampftag einfahren und so wurden die Neumarter von Freiburg überholt. Dies bedeutete Platz sieben und den Abstieg.

Für 1. Vorstand Roland Wexler ist dies jedoch kein Drama: „Sieben Jahre konnten wir eindrucksvoll beweisen, dass wir zurecht zu den besten Vereinen Deutschlands gehören. Unsere Strategie ist die, nur eigene Schützen einzusetzten und die werden wir auch in der 2. Bundesliga anwenden. Wir haben so viel Potenzial und tolle Nachwuchsschützen, mir wird vor der Zukunft in der 2. Bundesliga nicht bange. Noch dazu ist unsere zweite Mannschaft in die Regionalliga aufgestiegen und auch die Jugend führt die Tabelle an. Der Abstieg geht in Ordnung und so haben wir wenigstens die Möglichkeit, mal wieder aufzusteigen.“

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