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Genuss

Neumarkter Bocksbeutel: Wein und Kunst

Rita Großhauser stellt den neuen besonderen Wein aus Franken im Bocksbeutel vor. Diesmal ist es ein leichter Wein geworden.
von Helmut Stum

Der Neumarkter Bocksbeutel
              Foto: Helmut Sturm
Der Neumarkter Bocksbeutel Foto: Helmut Sturm

Neumarkt.Heuer ist es ein Müller-Thurgau und sie konnte sich die Aufgabe mit ihrer Tochter teilen. Rita Großhauser suchte den Wein im letzten Jahr aus und Tochter Nina Großhauser, seit Januar Inhaberin „vom Fass“ stellte ihn am Dienstag ihren Gästen vor.

Pate und Schirmherr der 2018er- Flasche ist wieder Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann. „Ein leichter Weißer mit relativ wenig Säure“, wie Siegbert Henkelmann von der Staatlichen Würzburger Hofkellerei den neuen Jahrgang vorstellte. „Er ist gut zu schöppeln und passt zu jeder Speise, weil seine Säure nicht zu dominant ist.“

Das Besondere am Neumarkter Bocksbeutel ist nicht nur der qualitativ hochwertige Inhalt, unverwechselbar macht den edlen Tropfen das jährlich wechselnde Motiv – gestaltet vom Neumarkter Künstler Alfons Dürr. Selbst nach 20 Jahren gehen ihm die Motive aus der historischen Neumarkter Altstadt nicht aus.

„Künstlerische Freiheit“

„Aber“, sagt Alfons Dürr, „damit was gescheites dabei herauskommt, brauche ich meine künstlerische Freiheit.“ Es war mal der Wolfstein, der Kanal bei Mühlhausen oder das evangelische Dekanat. Diesmal wählte er eine Perspektive auf den historischen Stadtkern vom Landratsamt aus gesehen. „Von keinem anderen Platz aus sieht man so viele Türme wie von dort aus.“ Da wäre der Pulverturm, die Hofkirche, das Schloss, der Reitstadel, das evangelische Dekanat und der Mariahilfberg, um nur einige zu nennen. Und ein paar Wölkchen ziehen über den Stadtkern, weil, so Dürr: „ein bisschen ein Wind sollte über der Stadt schon wehen.“

Grüne Flasche für den Wein

Die Farbe der Flasche haben wir wieder bei grün gelassen, erklärt Rita Großhauser anlässlich ihrer letzten Amtshandlung - blau war nur kurz ein Renner. Und alle Dächer auf dem eingebrannten Motiv des Bocksbeutels sind aus Gold, stellte Pate und Schirmherr OB Thumann fest.

Während der anschließenden Verkostung erzählte Siegbert Henkelmann vom Historischen Staatlichen Hofkeller in Würzburg und von der Besonderheit der Rebsorten. „Für einen Bocksbeutel braucht es ein Kilo Trauben.“ Die Zeit, als auf maximalen Traubenertrag gezüchtet wurde, ist lange vorbei. „Seitdem stimmt auch die Qualität wieder.“ OB Thumann, mittlerweile zum zwölften Mal Pate und Schirmherr, war voll des Lobes über den Geschmack des Jahrgangs. „Und von der Herkunft auch gerade noch regional.“ Das Kunstwerk mit köstlichen Inhalt kostet unter zehn Euro.

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