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Politik

Neumarkter CSU will mehr Kreistagssitze

Die Kreisdelegiertenversammlung folgte dem Vorschlag zur Kreistagsliste, den Fraktionschef Alois Scherer ausgearbeitet hatte.
Von Lothar Röhrl

  • Zu ihren 60 Kandidaten wählten die CSU-Kreisdelegierten auch noch neun Ersatzleute. Die meisten der 69 sind auf dem Bild. Fotos: Lothar Röhrl
  • Fraktionsvorsitzender Alois Scherer erhielt Beifall für die CSU-Liste.

Neumarkt.Ausbau der Zahl der Sitzung im Kreistag (derzeit 28) und Gewinn möglichst vieler der mindestens sieben Bürgermeisterwahlen im Landkreis Neumarkt: Das wäre für Alois Scherer, den Vorsitzenden der Kreistagsfraktion der CSU, das Optimum bei der Kommunalwahl im kommenden März. Diese Ziele gab der Deining am Samstag bei der Kreisdelegiertenversammlung im Neumarkter Johanneszentrum vor. Allerdings stand am Samstag nur ein Thema im Vordergrund: Die Kreis-CSU wollte ihre Kandidaten für die Wahlen zum nächsten Neumarkter Kreistag aufstellen.

Mit 133 Wahlberechtigten wurde dabei eine Zahl erreicht, die sich im Vergleich zu anderen Parteien und Gruppierungen verdoppelte. Darunter waren Bayerns Finanzminister Albert Füracker, der Bundestagsabgeordnete Alois Karl, der ehemalige Europaabgeordnete Albert Deß und Landrat Willibald Gailler. Gailler ist der einzige der genannten CSU-Hochkaräter, der sich am 15. März zur Wiederwahl in seinem kommunalen Amt stellt.

Es freute Alois Scherer, dass sich Füracker & Co. für Spitzenplätze auf der Liste bereit erklärt haben. Landratsbewerber Willibald Gailler ist Listenführer, ihm folgt Albert Füracker auf Rang zwei, Platz drei nimmt Alois Karl ein und auf vier steht die Kreisvorsitzende Susanne Hierl. In der Mitte der Liste nimmt Albert Deß Platz 30 ein.

Schwierige Lage in Parsberg

Bei der Vorstellung der Kandidaten hob Scherer neben Bezirksrätin Heidi Rackl (auf fünf) Parsbergs Bürgermeister Josef Bauer hervor. Der rangiert auf Rang sieben. Ihm wünschte Scherer, dass er die nicht einfache Situation derzeit in Parsberg „wieder abbiegen“ möge. Namentlich hob der für die Erstellung der Liste verantwortliche Scherer auch den JU-Kreisvorsitzenden Martin Willjung hervor. Er ist auf Platz zehn aufgeführt.

Mit Kreisbrandrat Jürgen Kohl nehme ein in herausragender Funktion tätiger Ehrenamtlicher den dafür reservierten Platz 20 ein. Auf Rang 21, dem Unternehmer-Freiplatz, rangiert Johann Pröpster jun., der damit nach dem Verzicht auf einen Platz auf der Neumarkter Stadtratsliste nun bei der Kreis-CSU sein Glück versucht.

Nicht vergessen wollte Scherer auch die beiden antretenden Ärzte: Dr. Rainer Munzinger (der ehemalige Chefarzt des Krankenhauses Parsberg kandidiert erstmals auf Platz 35) und Dr. Wolfgang Bärtl (der Kreisrat versucht es auf Platz 39). „Stolz“ zeigte sich Scherer, dass 22 der 28 bisherigen Kreisräte der CSU wieder kandidieren. Die von Scherer erarbeitete Liste wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen.

Quadratur des Kreises geglückt

Von den 129 gültigen Stimmen stimmten 128 dafür. 132 Stimmen waren bei der Wahl der Ersatzdelegierten gültig; hier gab es 132 Mal jeweils eine Zustimmung. Alois Scherer erhielt für seinen Einsatz ausdrücklich den Dank der Kreisvorsitzenden. Susanne Hierl bescheinigte Scherer, dass ihm damit die Quadratur des Kreises geglückt sei.

Alois Scherer legte allen Kandidaten, die für die CSU antreten, die Teilnahme an einem Motivationsseminar am 14. Dezember in Möning nahe. Den Wahlkampfauftakt unter anderem für die Wahl zum Kreistag bestreite die CSU am 7. Januar ab 19 Uhr im nagelneuen Hotel Post Berching.

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