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Jura-Volksfest

Neumarkter Festzug steckte einmal fest

Weil am Neumarkter Bahnhof das 8er-Gespann der Festbrauerei nicht weiterkam, dauerte der Zug so lange wie lange nicht mehr.
Von Lothar Röhrl

Den Bau des Wagens der evangelischen Gemeindejugend hatte die Mittelbayerische in der Woche vor dem Zug verfolgt. Am Sonntag steuerte Tanja Kürzinger das Gespann durch die Innenstadt. Foto: Röhrl
Den Bau des Wagens der evangelischen Gemeindejugend hatte die Mittelbayerische in der Woche vor dem Zug verfolgt. Am Sonntag steuerte Tanja Kürzinger das Gespann durch die Innenstadt. Foto: Röhrl

Neumarkt.Das hat es beim Neumarkter Volksfestzug schon lange nicht mehr gegeben: Zwei Riesenlöcher taten sich kurz nach dem Start auf. Diese entstanden, weil der prächtigste, von immerhin acht Pferden gezogene Bierwagen der Festbrauerei in der Kehre am Bahnhof festhing. Vor und nach dem von acht prächtig hergerichteten Percherons gezogenen 8er-Gespann klafften einige hundert Meter Abstand. So kam ein Effekt zustande, den es so schon lange nicht mehr bei diesem Zug gab: Bis der letzte Beitrag mit der Nummer 96, der Hinweis des DJK-SV Lengenfeld auf sein 50-jähriges Jubiläum im kommenden Jahr, am Festplatz eintraf, war es schon 16 Uhr durch.

Bewegte Bilder vom Festzug sehen sie hier:

Der Neumarkter Volksfestzug 2019

Auf die Laune der von der Stadt Neumarkt gemeldeten 20 000 Zuschauer und der vom Tagblatt geschätzten 2000 Zugteilnehmer tat das keinen Abbruch. Und viele strahlten mit der von einem azurblauen, fast wolkenfreien Himmel herab scheinenden Sonne um die Wette.

Preise für Motto-Treue

Da war er wieder flott gemacht, aber erst kurz nach dem Bahnhof weiter unterwegs: Das 8er-Gespann mit Bierfässern aus Holz; rechts ist Stau.
Da war er wieder flott gemacht, aber erst kurz nach dem Bahnhof weiter unterwegs: Das 8er-Gespann mit Bierfässern aus Holz; rechts ist Stau.

„Neumarkt – heimatverbunden und weltoffen“ hieß das Motto heuer. Auf „heimatverbunden“ legten die meisten der 96 Beiträge wert. Einige Male wurden beide Eigenschaften von Zugteilnehmern miteinander verbunden. Jeweils am besten umgesetzt worden sei nach dem Urteil der Jury das Zugmotto bei zwei Gruppen gewesen. So wurde salomonisch beschlossen, dass es heuer zwei erste Preise (mit je 325 Euro dotiert) geben sollte. Für den dritten Preis macht die Stadt 310 Euro locker. Neben diesen Hauptpreisen hat die Jury auch zahlreiche Anerkennungen im Wert von 50 bis 300 festgelegt.

Einen bunten Reigen an Fotos vom Festzug finden Sie hier:

Neumarkt: Volksfestzug 2019

Den einen ersten Preis heimste der OGV Rittershof ein. Beste Platzierungen ist dieser gewohnt. Heuer wurde mit einer Vielfalt an Blumen der Festwagen geschmückt. Typisch für die Heimat sind Kirwa-Feste. Der zweite erste Preis ging in die Hasenheide. Dort wird am Wochenende nach dem Volksfest gefeiert. Ein überdimensionaler Blumen-Hase warb immer wieder aus einem Masskrug nippend dafür.

Der dritte Preis ging an den Modelleisenbahnverein Neumarkt. Der ebenfalls oft dekorierte Club zeigte, dass aus Neumarkt Innenverkleidungen von Tunnels per Güterzug in die ganze Welt gehen.

56 000 Dahlienblüten verklebt

Wieder einmal hat die Stadtgärtnerei viele Blumen zum Schmücken einzelner Wagen geordert. So wurde mit 60 Kilogramm Klebstoff 56 000 Dahlien „verbaut“. Außerdem wurden gut 900 Gladiolen und 800 Sonnenblumen einigen Zugbeiträgen zur Verfügung gestellt.

Tierisch war es auch wieder: 71 Pferde und zwölf Esel lockerten den Zug auf.

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