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Umwelt

Neumarkter Großeltern auf Klima-Demo

Die SPD hatte aufgerufen, junge Leute bei „Fridays for Future“ zu unterstützen und eine eigene Bewegung zu gründen.
Von Gerhard Hahn

Die Teilnehmer der ersten Demo vor dem Rathaus. Foto: Gerhard Hahn
Die Teilnehmer der ersten Demo vor dem Rathaus. Foto: Gerhard Hahn

Neumarkt.„Wir gehen im Ortsverein der Neumarkter SPD mit diesem total wichtigem Thema schon lange schwanger, aber am Sonntag haben wir uns kurzfristig entschlossen, dass auch die Omas und Opas der Jugend in Fridays for Future zur Seite springen müssen“, sagte Versammlungsleiterin, Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger zur Eröffnung der ersten Freitags-Demo vor dem Neumarkter Rathaus.

Stadtratskollegin Ursula Plankermann hatte zur Gründung der Bewegung „Grandparents for Future“ ein Megaphon mitgebracht und nachdem ab 13 Uhr 30 das Bevölkerungsinteresse noch etwas spärlich war, blieben minütlich immer mehr Leute stehen, um einigen spontanen Redebeiträgen zu lauschen.

Die Jugend bei „Fridays for Future unterstützen

Einige Aktive hatten auch Spruchbänder im Gepäck, so auch die Schülerinnen Emilia Betz und Magdalena Krieger, sie sagten: „Uns tun die Tiere im Meer voll leid, wenn sie das Plastik fressen müssen, wir entschuldigen uns dafür.“

Ursula Plankermann las aus dem Gedicht „Misstrauensvotum“, Gedanken zum Umweltschutz von Erich Kästner. Es gelte das Bewusstsein zu schärfen und das sei nicht nur mit Geld verbunden. „Den Weckruf haben wir mit dem Stadtpark erreicht, jetzt heißt es, verstärkt für alte Häuser und junge Menschen zu kämpfen.“

Stimmen von der Demo

  • Theres Altmann:

    „Es ist eine Freude, was die Jugend auf die Beine stellt, Als ehemals WAA-Aktivistin warte ich schon lange auf Hilfe aus Neumarkt“.

  • Jan Dietl-Biedermann:

    „Ich habe jetzt einen Sohn und jetzt wächst der Gedanke an die Verantwortung“

  • Josef Auhuber:

    „Ich bin extra hier her, weil ich die Jugend unterstützen will. Es ist für mich faszinierend wie sich die Jugend einsetzt, auch wenn sie dabei ein gewisses Risiko eingeht.“

  • Die Bewegung:

    Sie heißt Großeltern for Future. Damit will die SPD alle Großeltern, Eltern, Jugendliche und Kinder aufrufen. Zeichen für die Zukunft der Kinder und Enkelkinder zu setzen. Die Auftaktveranstaltung war am Freitag, 31. Mai

Eine flammende Rede hielt auch Peter Lehmeier. Der 67-Jährige mit drei Kindern und sechs Enkel hatte den entscheidenden Impuls sich jetzt und sofort für die Sache einzusetzen, als ihm in der Vortragsreihe der Christlichen Bildungswerke vor Augen geführt wurde, dass die ganz kleinen Dinge oft viel entscheidender seien, als die ganz großen. „Wir müssen auch hier den Mut aufbringen in Neumarkt zu reden, Schluss mit dem zögerlichen Handeln, wir wollen die Jugend unterstützen und Berlin wird schon nervös“, sagte Lehmeier weiter.

Demos bis zum Jahresende

„Der Stadtrat hat eben beschlossen, künftig alle Abstimmungen unter dem Thema Umweltverträglichkeit, in Mitsprache aller Aktivisten anzugehen“. Er ergänzte allerdings: „In Erlangen – jetzt brauchen wir es bloß noch nachzumachen.“ Der Ortsvorsitzende des BN Neumarkt, Alfons Greiner, führte Gespräche mit Schulleitern an. „Ich bin guter Dinge, nächstes Mal kann es schon sein, dass hier vor dem Rathaus nicht mehr nur Omas und Opas stehen werden, sondern 100 bis 200 Schüler dabei sind“. Die Demos sollten regelmäßig bis zum Jahresende stattfinden, „dann haben wir vielleicht Erlangen überholt“. Nachdenkliche Worte kamen auch von Toni Stadler, der immer mit guten Beispiel vorangeht. „Ich hole mir meinen Bierkasten auch mit dem Fahrrad ab“ und zudem von Olav Böttcher, der mit seinem ADFC parallel eine eigene Demo hatte, er bat auch zu seinem Anliegen für das Fahrradfahren zu kommen.

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