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Region Neumarkt
Montag, 23. April 2018 21° 5

Technik

Neumarkter Münster wird in Szene gesetzt

Das neue Beleuchtungskonzept für St. Johannes ist passend zum Advent fast fertig. Das Rathaus kommt als nächstes dran.
Von Eva Gaupp

Stadtbaumeister Matthias Seemann, Walter Bamberger, Stadtpfarrer Norbert Winner, Thomas Beygang vom Hochbauamt, OB Thomas Thumann und Innenstadtreferenz Bernhard Lehmeier bestaunten die Illumination.

Neumarkt.Noch rechtzeitig zur Adventszeit ist ein Teil der neuen Beleuchtung des Münsters fertig geworden. Der Stadtrat hatte den Experten Walter Bamberger aus Pfünz bei Eichstätt beauftragt, St. Johannes und das Rathaus in Szene zu setzen – auch um die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Strahler auf umliegenden Dächern sorgen dafür, dass die Kirche mit ihren architektonischen Einzelheiten an Tiefe gewinnt. Weitere am Boden folgen.

„Früher wurden die Gebäude einfach nur angestrahlt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann. Durch die flexible Lichtkomposition könnten Rathaus und Münster nun stimmungsvoll in Szene gesetzt werden. „Es ist toll, wie die hervorragende Architektur nun beleuchtet wird.“

Dank zielgerichteter LED-Strahler werden einzelne markante Punkte des Münsters hervorgehoben. Foto: Gaupp

Auch Stadtpfarrer Norbert Winner zeigte sich begeistert. Er bedankte sich bei der Stadt für die Investition, die für Rathaus und Münster immerhin 390000 Euro ausmacht. Doch auf diese Weise könne man auch nach außen sichtbar machen: „Rathaus und Kirche gehören zusammen“. Lachend ergänzte er: „Es braucht einen, der es kann, und einen, der das Geld dazu hat.“

Der „Könner“ ist ein Experte auf seinem Gebiet: Walter Bamberger hat gerade den Auftrag für seinen elften deutschen Dom bekommen. Die Gotteshäuser in Augsburg und Bamberg dürfen er und sein Ingenieurteam mit einem Beleuchtungskonzept ausstatten. Dank der LED-Technik verbrauchten die Strahler deutlich weniger Strom als die alten, sagte Bamberger bei einem Pressetermin. „Das ist nicht mehr als ein Heizlüfter und ein Bügeleisen.“ Zudem kann man die Strahler dimmen und je nach Jahreszeit und Stimmung gezielt einsetzen.

Auf dem Dach des Carports hinter dem Rathaus wurden beispielsweise Strahler positioniert. Foto: Gaupp

Doch ohne eine entsprechende Unterstützung aus der Neumarkter Stadtverwaltung wäre das Vorhaben nicht gelungen. Der Leiter des Hochbauamts, Thomas Beygang, lobte in diesem Zusammenhang vor allem seinen Mitarbeiter Patrick Heinloth. Denn es galt, die Berechnungen Bambergers vor Ort zielgerichtet umzusetzen und die Strahler rund um das Münster passgenau zu positionieren. Nur so gelingt es, die Vorsprünge, Leisten und Verzierungen beispielsweise am Kirchturm punktgenau zu beleuchten. Die Lichtstrahlen haben teilweise nur noch einen Winkel von drei Grad. Die Neumarkter Feuerwehr unterstützte die Montage mit ihrer Drehleiter. „Die haben zentimetergenau gearbeitet, das war toll!“, schwärmte Bamberger.

Auch der Innenstadtreferent des Stadtrats, Bernhard Lehmeier, zeigte sich angetan von dem neuen Beleuchtungskonzept, das der Stadtrat vor zwei Jahren abgesegnet hatte. Dieses Beleuchtungskonzept werte die Innenstadt auf. deshalb sei es sehr gut, gerade mit den beiden markanten Gebäuden Rathaus und Münster zu starten.

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