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Neumarkter SPD formiert sich neu

Die Neumarkter Genossen wählten vorzeitig einen neuen Vorstand und Delegierte für die Bundeswahlkreiskonferenz.
Von Josef Wittmann

Der neugewählte Vorstand des Neumarkter SPD-Ortsvereins um seinen Vorsitzenden Matthias Sander (vorne 3.v.r.).
Der neugewählte Vorstand des Neumarkter SPD-Ortsvereins um seinen Vorsitzenden Matthias Sander (vorne 3.v.r.). Foto: Josef Wittmann

Neumarkt.Schon lange hatte Johannes Foitzik seinen Rückzug nach 13 Jahren aus dem Ortsvorsitz der Neumarkter Genossen angekündigt. Als er nach der Wahl im März zurücktreten wollte, kam die Pandemie dazwischen.

Am Samstag wählte der Ortsverein nun den bisherigen Schriftführer Matthias Sander zum Vorsitzenden. Eigentlich wollte Sander „mit der Zeit gehen und den Ortsverein mit einer Doppelspitze mit Rebekka Frank in die Zukunft führen, wie es ja auch in der Bundespartei gelebt wird“. Dafür war aber die Zeit in der Neumarkter SPD noch nicht reif.

Statt dessen stehen Rebekka Frank, Andre Madeisky und Georg Kohlmann ihm nun als Stellvertreter zur Seite. Kassier Robert Wohlrab, Schriftführer Jan-Philipp Dietl-Biedermann, die Orgaleiter Marco Sossau, Henri Steffens, Christine Miaskiwsky, Bildungsbeauftragter Günter Stagat und Jan Seibel (Pressearbeit) gehören ebenso zum Vorstand, wie die Beisitzer Ursula Plankermann, Nickel Plankermann, E. Kanzler, Irmgard Wolrab, Michael Meier, Carsten Burckhardt und Peter Lehmeier. Wolfgang Fesich ist Seniorenbeauftragter und Helmut Baierl leitet den Arbeitskreis für Arbeitnehmer mit SPD-Kernthemen wie prekäre Arbeitsverhältnisse und Kurzarbeit.

Mehr für die Frauen tun

Eine Schlüsselposition im Vorstand nimmt die bisherige Stellvertreterin Gertrud Heßlinger ein. Sie soll die „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“ neu etablieren. Die sei „hier in Bayern zum Kuchenback-Club verkommen. Uns geht es aber um Equal Pay und Gleichstellung“, erklärt der scheidende Orts-Vorsitzende.

Foitzik bleibt weiter Kreisvorsitzender und auch im SPD-Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt aktiv. Ihm liegt weiter die SPD am Herzen. „Meine Positionen in der Partei habe ich immer genutzt, damit die SPD eine Stimme hat“, sagt er. Ob er wie bei der letzten Bundestagswahl erneut für den Bundestag kandidieren möchte, hat er noch nicht entschieden. „Mir wär’s auch lieb, eine Frau nach vorne zu stellen oder jüngere. Ob es im Unterbezirk andere geeignete Kandidaten gibt, wissen wir auch noch nicht“.

Matthias Sander

  • Leben:

    47 Jahre, aus Erfurt

  • Wohnort:

    Pölling, verheiratet, drei erwachsene Kinder

  • Beruf:

    Zimmermann; nach Arbeitsunfall Umschulung zum staatlich geprüften Bautechniker bei Architekt Berschneider

  • Freizeit:

    seit 7 Jahren 1. Vorstand des 1. FC Neumarkt-Süd 1969 e.V.

Zur Bundestagswahlkreiskonferenz des Unterbezirks, wo diese Fragen entschieden werden, entsendet die Ortsgruppe als Delegierte Rebekka Frank, Matthias Sander und Irgmard Wohlrab.

Foitziks Nachfolger als Chef der SPD-Ortsgruppe will die Partei verjüngen. „Wir werden unseren Ortsverband so aufstellen, dass wir für die nächste Stadtratswahl gut gerüstet sind. Und wir wollen mehr Kontakt zu den Bürgern und zu den eigenen Mitgliedern“.

Dem staatlich geprüften Bautechniker, der für das Architekturbüro Berschneider arbeitet, ist das Thema „Bezahlbares Wohnen“ besonders wichtig. „Das Flugplatzareal wäre natürlich prädestiniert für ein Wohn-Gewerbegebiet. Und am alten Bauhof in der Freystädter Straße würde gut ein Mehrgenerationenhaus mit Wohnungen und Physiotherapie hinpassen“.

Die SPD soll zukunftsfit werden

Vor allem müsse der Ortsverein aber wieder mehr Mitglieder gewinnen. „Das schaffen wir nur, wenn wir als SPD sauber da stehen und zeigen, dass wir etwas für die Jugend tun“. Ein Fahrradparcour oder ein öffentliches Beachvolleyballfeld könne er sich gut vorstellen. Und auch eine Juso-Gruppierung täte der Stadt gut.

„Wir möchten die Genossen, die wir noch nicht erreicht haben, einbinden. Die Zusammenarbeit mit unseren Stadträten und der Fraktion wird verstärkt und die Geselligkeit soll dabei nicht zu kurz kommen“, skizziert er seine Pläne für weit mehr als die zwei Jahre, für die er nun gewählt ist.

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