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Erfolg

Neumarkter Taubenzüchter sammeln Titel

Ein Hausheimer und ein Rascher werden zum vierten Mal Deutscher Meister. Ihr Erfolgshunger ist damit aber nicht gestillt.
Von Hans Stepper

Anton Hierl (l.) und Johann Liebel (r.) sind Deutsche Meister. Hilmar Wunder freute sich mit. Foto: Stepper
Anton Hierl (l.) und Johann Liebel (r.) sind Deutsche Meister. Hilmar Wunder freute sich mit. Foto: Stepper

Hausheim.Seit fast 30 Jahren verbindet die oberpfälzisch-fränkische Zuchtgemeinschaft Hierl-Liebel eine große Liebe zur Kreatur der Dresdner Trommeltauben. Dass der 69-jährige Anton Hierl aus Hausheim und der um fünf Jahre jüngere Johann Liebel mit ihren Trommeltauben zu den besten Züchtern in ganz Deutschland gehören, zeigten ihre errungenen Bayern- und Bundestitel in der Vergangenheit.

Einen weiteren Deutschen Meistertitel konnten die Beiden, die Mitglieder im Geflügelzuchtverein Ezelsdorf sind, nun bei der viertägigen Veranstaltung in der Leipziger Messehalle mit ihren Tauben erringen. Über den großartigen Erfolg seiner beiden Züchter freute sich auch der Vorsitzende Hilmar Wunder. Die fünf Preistauben erhielten von der fachkompetenten Jury insgesamt 479 Wertungspunkte, was letztendlich Platz eins bedeutete und viel Freude bei den beiden Züchtern auslöste. Einige junge Trommeltauben konnte Hierl in Leipzig sogar an amerikanisch, ukrainische und rumänische Züchter und Liebhaber dieser besonderen Rassen verkaufen.

Die Deutschen Meisterschaften

  • Merkmale:

    Bei der Bewertung der Tiere achten die Preisrichter auf die Kopfform, den guten Stand des Tieres, die Farbe und das Gefieder der Tauben.

  • Event:

    Das nächste Taubenzüchtertreffen findet am 2. Juni in Gnadenberg statt. Die beiden Meister empfangen Trommeltaubenzüchter aus ganz Deutschland.

  • Ambition:

    Für die beiden erfolgreichen Züchtern soll der jüngste Bundestitel nicht der letzte Erfolg gewesen sein, sagten der Oberpfälzer und der Franke dem Tagblatt. (npp)

„Die Nachkommen unserer Spitzentauben sind nicht nur in ganz Deutschland beliebt, sondern auch in der arabischen Welt, in England und in den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagt Hierl. Einige Male bekam er bereits Besuch von einem Trommeltauben-Züchter aus den USA, der sich stark für junge deutsche Tauben interessierte.

Das große Geschäft mit dem Verkauf von guten Dresdner Trommeltauben sei es nicht, versicherte Hierl und Liebel im Gespräch mit dem Tagblatt. Nachdem für die Versorgung der Vögel, die keinen alltäglichen Ausflug wie andere Tauben haben, sich aber in den heimatlichen Schlägen an der Bezirksgrenze wohl fühlen, im Laufe des Jahres viele Euros ausgegeben werden, muss hin und wieder eine gute Taube verkauft werden. Das Spezialfutter, das die Tauben der Züchtergemeinschaft in der Brutzeit zweimal am Tag erhalten – ansonsten einmal – besteht aus Mais, Erbsen, Wicken, Sonnenblumenkernen und Leinsamen. „Dazu gibt es täglich frisches Wasser“, sagt Liebel. Sehr wichtig, so versichern die beiden Züchter, die dem Verband Deutscher Rassentauben-Züchter als Mitglieder angehören, sei die tägliche Säuberung der Schläge. Hierl hat etwa 50 Trommeltauben in seinem Schlag, sein Züchter-Partner Liebel, ebenfalls 50 rot-gelbe Tiere.

1999 ernteten sie erstmals die Früchte ihrer erfolgreichen Züchterarbeit. In Augsburg wurden sie Bayerischer Meister, zwei Jahre später gewannen sie die Deutsche Meisterschaft, die sie 2013 und 2016 wiederholten.

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