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Fernsehen

Neumarkterin bei der „Küchenschlacht“

Susanne Wehr ist bei der ZDF-Kochshow dabei – uns hat sie verraten: „Das Beste ist, dass man nicht abwaschen muss.“
Von Katrin Böhm

Noch sieht alles geordnet aus: Susanne Wehr (rechts) und die Konkurrenz – in der Mitte Spitzenkoch Nelson Müller, der die Hobbyköche begleitete. Foto: ZDF/Markus Hertrich
Noch sieht alles geordnet aus: Susanne Wehr (rechts) und die Konkurrenz – in der Mitte Spitzenkoch Nelson Müller, der die Hobbyköche begleitete. Foto: ZDF/Markus Hertrich

Neumarkt.Wie schafft man es, innerhalb von 35 Minuten einen asiatischen Sommersalat aus acht Komponenten und 51 Zutaten zu kreieren? So ganz genau weiß Susanne Wehr das auch nicht mehr. Nur, dass es unglaublich stressig war. Stressig, aufregend, und anstrengend – Susanne Wehr aus Stöckelsberg ist ab heute in der ZDF-Sendung Küchenschlacht zu sehen, die täglich um 14.15 Uhr ausgestrahlt wird.

Das Konzept der Sendung: Sechs Hobbyköche treten von Montag bis Freitag gegeneinander an, der Wochensieger darf sich mit anderen Wochensiegern messen – bis zuletzt der Jahressieger gekürt wird. Begleitet werden die Hobbyköche von einem Spitzenkoch, der moderiert und unter die Arme greift. Die Gerichte, die immer innerhalb von 35 Minuten fertig sein müssen, werden von einer Jury aus Spitzenköchen probiert, die nicht weiß, wer welches Gericht zubereitet hat.

Die Oma ist ein Fan der Show

Susanne Wehr beschäftigt sich mit Essen und Lebensmitteln seit vielen Jahren – auch beruflich. Die 32-Jährige arbeitet in der Lebensmittelbranche, ist zertifizierte Ernährungsberaterin, macht eine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin und schreibt nebenher in ihrem Blog diebestediaet.com über Ernährung. Für die Küchenschlacht beworben hat sie sich, „weil ich beweisen wollte, dass man auch gesund lecker kochen kann.“ Generell, so sagt sie, empfinden die meisten Menschen vor allem Hausmannskost als lecker. Auch Oma Erika, mit der sie früher immer Küchenschlacht angekuckt hat, belächelt Susanne Wehr gerne, wenn sie wieder mal mit einem Salat als Hauptgericht um die Ecke kommt.

In der ZDF-Sendung hat sie Rückhalt aus hohen Kreisen erfahren: Etwa von Nelson Müller, dem Koch, der ein Restaurant mit einem Michelin-Stern führt und der in dieser Woche Gastgeber ist. Denn ausgerechnet das Gericht, das Susanne Wehr in der ersten Folge serviert, ist ein Salat. Ihr Leibgericht sollten alle Hobbyköche servieren – die 32-Jährige entschied sich für einen asiatischen Sommersalat, dem in Zusammenarbeit mit der ZDF-Redaktion ein fancy Name verliehen wurde: „Sommer-Bowl mit Durstlöscher: Salate, Zoodles mit Tomaten-Relish, Nori-Sticks mit Zucchini-Hummus und Zitronen-Gurken-Wasser“ (wer es selbst ausprobieren will: www.mittelbayerische.de/neumarkt).

Gleich geht’s los: Susanne Wehr und ihr Mann im Studio Foto: Thomas Wehr
Gleich geht’s los: Susanne Wehr und ihr Mann im Studio Foto: Thomas Wehr

Mit einem kalten Hauptgericht punkten zu wollen, „kann gut gehen, aber auch voll daneben“, dachte sich Susanne Wehr – ging aber das Risiko ein. Und freute sich, dass Nelson Müller dem Publikum erklärte, warum die Mischung gut zusammenpasst, was daran so gesund ist – und warum es lecker schmecken wird.

Welche Rezepte hatte Susanne Wehr bei der Küchenschlacht dabei? Hier finden Sie alle Rezepte zum Ausprobieren:

So kocht man bei der Küchenschlacht

Welche Gerichte und Mottos an den fünf Tagen anstehen, erfuhren die Teilnehmer schon ein paar Wochen im Vorfeld, um sich vorbereiten zu können – unabhängig davon, ob sie tatsächlich so weit kommen, schließlich fliegt jeden Tag ein Kandidat aus der Show. Wie weit Susanne Wehr kommt, soll nicht verraten werden, vorbereitet hat sie sich aber auf alles. Auch auf das Lammcarré, das am letzten Tag zubereitet werden sollte – dabei ist die 32-Jährige Vegetarierin. „Ich weiß nicht, wie man das einschneidet oder wie lange das im Ofen bleiben muss.“ Doch der letzte Tag ist immer der Tag, an dem der gastgebende Spitzenkoch ein festes Rezept vorgibt, das nachgekocht werden muss. Also Lamm für die Vegetarierin. „So ist eben die Show. Wir hatten noch einen Vegetarier dabei, der musste Burger machen. Aber das weiß man vorher, dass das dazugehört“, sagt Wehr.

„Das Make-up war super abgestimmt – ich sah besser aus als auf meiner Hochzeit.“

Susanne Wehr

Ist auch nicht so schlimm, findet die 32-Jährige, die Sendung und die Aufzeichnungen waren es wert. „Die Leute waren unglaublich nett. Und das Make-up war super abgestimmt – ich sah besser aus als auf meiner Hochzeit.“ Auch die Stimmung unter den Kandidaten war „extrem gut“, erzählt Wehr. Die gemeinsame Leidenschaft fürs Kochen und Essen habe alle vereint – obwohl die Typen ganz unterschiedlich waren. „Wir haben uns alle sehr gut verstanden. Witzig war auch, dass alle das selbe Ziel hatten: den ersten Tag zu schaffen.“ Und das Beste am Kochen im Fernsehen: „Man muss nichts abwaschen. Wenn mal was anbrennt, nimmt man einfach eine neue Pfanne. Es war ein unglaubliches Schlachtfeld, das wir da angerichtet haben.“

Outfits immer wieder gewechselt

Ausgestrahlt werden die Sendungen einer Runde zwar über fünf Tage, gedreht werden sie aber an zweieinhalb Tagen. Darum musste jeder Kandidat vorsichtshalber fünf Outfits mitbringen, um sich für die neue Folge zwischendurch umziehen zu können. „Das war schon absurd.“ Vor der Aufzeichnung durften alle Teilnehmer nochmal ins Studio, um zu überprüfen, ob alle Zutaten an Ort und Stelle stehen und ob alle Geräte funktionieren. Dann kam das Publikum – und los ging‘s. „Ziemlich nervös“ sei sie gewesen, sagt Wehr – im Rampenlicht, vor Spitzenköchen und Publikum hat sie schließlich noch nie gekocht – und dann war ausgerechnet sie immer als erste an der Reihe, wenn Nelson Müller seine Runde machte. „Ich habe oft ganz anders reagiert, als ich es sonst gemacht hätte“, sagt Wehr. „Ich bin schon gespannt, was ich sage und was alles rausgeschnitten wurde.“

Um die Zeit einschätzen zu können, zählte eine Uhr unter den Kameras die 35 Minuten im Countdown nach unten. „Mach mal ruhig, die im Fernsehen schaffen das auch immer“, dachte sich Susanne Wehr – um gleich einen anderen Gedanken nachzuschieben: „Aber nur, weil sie so richtig Gas geben.“ Gas gegeben hat auch Susanne Wehr –wie weit sie es geschafft hat, wird auch Oma Erika gespannt verfolgen.

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