MyMz
Anzeige

Einsatz

Neun Kälber kamen bei Brand ums Leben

In Finsterweiling waren rund 100 Feuerwehrleute gefordert. Ein technischer Defekt könnte das Feuer ausgelöst haben.
Von Lothar Röhrl

Dichter Rauch lag über dem Bauernhof. Rund 100 Feuerwehrleute aus mehreren Wehren der Umgebung waren im Einsatz. Foto: Andreas Friedl
Dichter Rauch lag über dem Bauernhof. Rund 100 Feuerwehrleute aus mehreren Wehren der Umgebung waren im Einsatz. Foto: Andreas Friedl

Finsterweiling.Zu einer Tiertragödie mit neun, beim Brand eines Stalls ums Leben gekommenen Kälbern ist es am Freitagabend in Finsterweiling bei Velburg gekommen. Die zuständige Polizeiinspektion Parsberg hat am Samstag gegen 0.30 Uhr einen Bericht dazu veröffentlicht.

Demnach war am Freitag um 19.39 Uhr die Polizeieinsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz von der Integrierten Rettungsleitstelle der Feuerwehr und des Rettungsdienstes über den Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Finsterweiling informiert worden. Die örtlich zuständige Feuerwehr Oberweiling sowie weitere umliegende Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort und bekämpften den Vollbrand an zwei landwirtschaftlichen Nebengebäuden und einem Nebengebäude des Hauptstalls.

Polizei

Garderobe in Regensburger Schule brannte

Lehrer griffen schnell ein und konnten die brennende Kleidung rechtzeitig löschen. So breitete sich das Feuer nicht aus.

Es konnten 30 Kühe aus dem verrauchten Hauptstall und sechs Kälber aus einem der Nebengebäude gerettet werden. „Leider“, so der Polizeibericht wörtlich, „kam für neun Kälber jede Rettung zu spät. Sie verendeten infolge des Brandgeschehens.“

Hauptstall wurde gerettet

Ein weiteres Übergreifen des Feuers auf den Hauptstall konnte verhindert werden. Das Wohnhaus wurde glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen und blieb unbeschädigt. Der Brandleider, ein 63-jähriger Landwirt, sowie sein 30-jähriger Sohn erlitten leichte Verletzungen durch Rauchgas und wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Der Gesamtschaden dürfte nach ersten Schätzungen bei mehr als 200 000 Euro liegen.

Mit Atemschutzgerät gingen einige Einsatzkräfte gegen die zunächst dichte Rauchentwicklung vor. Foto: Fabian Schreiner
Mit Atemschutzgerät gingen einige Einsatzkräfte gegen die zunächst dichte Rauchentwicklung vor. Foto: Fabian Schreiner

Am Einsatz waren die Feuerwehren Oberweiling, Velburg, Eichenhofen, Batzhausen, Parsberg, Seubersdorf, Neumarkt, Mantlach und Lengenfeld sowie die UG - ÖEL Berg unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Christian Schmid beteiligt. Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes war vorsorglich mit einem Notarzt und fünf Rettungswägen unter Leitung eines Einsatzleiters Rettungsdienst nach Finsterweiling geeilt. Polizeibeamte der Polizeiinspektion Parsberg und der Autobahnpolizeistation Parsberg waren ebenfalls vor Ort.

Inspektion Parsberg ermittelt

Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch die Inspektion Parsberg geführt. Nach deren derzeitigem Kenntnisstand kann ein technischer Defekt als Brandursache nicht ausgeschlossen werden.

Die wichtigsten Informationen direkt auf das Mobilgerät: Mit MZ und ihrem Messenger bleiben Sie stets auf dem Laufenden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht