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Sonntag, 23. September 2018 16° 4

Schule

Ostendorfer-Abiturienten verabschiedet

114 Schüler des Neumarkter Ostendorfer Gymnasiums bekamen bei der Entlassfeier ihre Abiturzeugnisse überreicht.
Von Gerd Schlittenbauer

Der Abiturjahrgang 2018 des Ostendorfer Gymnasiums wurde mit einer großen Entlassfeier im Neumarkter Reitstadel verabschiedet. Foto: Schlittenbauer
Der Abiturjahrgang 2018 des Ostendorfer Gymnasiums wurde mit einer großen Entlassfeier im Neumarkter Reitstadel verabschiedet. Foto: Schlittenbauer

Neumarkt.„Habe nun, ach! Deutsch, Mathe und Sprachen, und leider auch Naturwissenschaften, durchaus studiert, mit heißem Bemüh’n. Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.“ Den 114 Abiturienten des Ostendorfer Gymnasiums geht es nach der Entlassfeier im Reitstadel hoffentlich nicht so wie es Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe im Faust formulierte.

Bei den Abschiedsworten der Schüler blickten Christina Greger und Georg Loichinger auf acht Jahre Gymnasium zurück und rückten „die schlaflosen Nächte“ in den Vordergrund, die ihnen die Seminararbeiten im Herbst vergangenen Jahres bereitet hatten.

Wie die Titanic den Eisberg

Nachdem das letzte Halbjahr der Q12 die Schüler schließlich „wie die Titanic den Eisberg“ getroffen hatte, seien die Abiturienten nun „wirklich stolz auf unsere Leistung und auf unsere Entwicklung.“

Dass die frisch mit ihren Zeugnissen versehenen Abiturienten nun den Schritt von einem „bisher behüteten“ Umfeld nach außen machen müssen, wo es sich viel mehr selber zu organisieren gilt“, dies betonte stellvertretender Schulleiter Armin Schidlo in seiner Rede zur Entlassfeier.

„Jetzt müssen Sie loslassen“, sagte er in Richtung der Eltern. Auch, wenn nun den Entlassschülern, versehen mit der allgemeinen Hochschulreife, „alle Möglichkeiten offenstehen“, so sei dies durchaus „theoretisch“ zu sehen, sagte Schidlo. Denn: „Jeder muss sich entscheiden und das birgt Risiken“. Aber Schidlo schickte den Trost gleich hinterher: „Genießt es einfach mal, Unsicherheit hat jeder – vertraut am besten auf Euch selber!“

Hier finden Sie Informationen zu den geehrten Abiturienten:

Die geehrten Abiturienten

  • Beste Ergebnisse:

    Thomas Hollweck 1,0 (Schule), Fabian Geltsch 1,0 (Landkreis)

  • Beste Gesamtleistungen:

    Maximilian Vießmann, Elena Geitner, Katharina Yankouskaya, Sarah May, Lena Becker, Lena Fiala, Sonja Meier, Hanna Hofmann, Theresa Kellermann, Johanna Nisselbeck, Jana Rogler, Theresa Schlicht, Konstanze Weimer, Vivien Hörner, Maria Nutz

  • Beste Seminararbeiten:

    Elena Geitner, Simone Uschold, Fabian Geltsch, Thomas Hollweck, Lukas Fäth, Michaela Kirsch, Lena Becker, Marlene Munzert

  • Preise:

    Bistumspreis: Marlene Munzert, Kunstsonderpreis der Raiffeisenbanken: Thomas Hollweck, Preise Altphilologenverband, Mathematikervereinigung und physikalische Gesellschaft (DPG): Maximilian Vießmann, Mitgliedschaft in der DPG: Lukas Fäth, Fabian Geltsch, Julius Stüben, Preis Gesellschaft deutscher Chemiker: Theresa Kellermann, Biozukunftspreis Stiftung natur-mensch-kultur: Laura Pöhlmann, für engagierte musikalische Mitarbeit in der Schule: Tatjana Boenke, Luis Dunkes, Miriam Frind, Thomas Hollweck, Barbara König, Gabriel Mark, Sarah May, Philipp Müller, Lena-Maria Mursch, Daniela Panknin, Benedikt Pöllet, Simone Uschold, engagierte Mitarbeit in der Theatergruppe: Timon Götz, Anna Koch, Sonja Meier, Judith Pietsch, Mitarbeit in der SMV: Jonas Lautenschlager

Dies sind die besten Ostendorfer-Abiturienten 2018. Foto: Schlittenbauer
Dies sind die besten Ostendorfer-Abiturienten 2018. Foto: Schlittenbauer

Neben „Gesundheit, Glück und Segen auf all euren Wegen“, wünschte Armin Schidlo in Anlehnung an Werner Gneists (1898 bis 1980) den Abiturienten, die das Ostendorfer Gymnasium nun verlassen, Weiteres: „Frohsinn sei auch mit dabei!“ Schidlo: „Ich glaube, das könnt Ihr - Servus!“ Zuvor war Armin Schidlo auf den bunten Mix an Schüler-Charakteren eingegangen, der sich am Gymnasium quer durch alle Jahrgänge darbietet. „Das OG belässt die Kinder so wie sind“, sagte er. Auch wenn es wie überall „Revoluzzer“ gebe, der Chaoten seien es nur wenige gewesen: „Wir haben eine gute Gemeinschaft. Die Schüler dürfen auch mal ihre Grenzen austesten, aber vor allem übernehmen viele Verantwortung.“ An diese Verantwortung würden die Fünftklässler logischerweise noch nicht denken, wenn sie „mit ihren Schulranzen dastehen, am besten ein Rennauto hinten drauf, die Mädchen mit Zöpfen“, sagte Schidlo schmunzelnd. Meist erst nach einem halben Jahr würden die Kleinen langsam begreifen, worum es geht: „Nämlich dass vorne einer redet und die anderen ruhig sind.“

Pubertät gibt es für Lehrer immer

Manche hätten sogar schon in diesem Alter den „fünften Gehirnlappen, nämlich den deutschen Jammerlappen“. In der sechsten Klasse komme erschwerend die Pubertät hinzu. Scherzhaft zu den Eltern gewandt, sagte Schidlo: „Die Eltern haben sie nur einmal, die Lehrer immer!“

Oberstufen-Koordinatorin Daniela Nowak blickt auf einen „sehr engagierten Jahrgang“ zurück. Sie freute sich, dass „die Zusammenarbeit mit den elften Klappen gut klappt und dass der Stab langsam übergeben wurde.“

Die Entlassfeier hatte mit einem Gottesdienst in der Hofkirche begonnen, den die „Zwergerlstufe“ mitgestaltet hat. Die Feier umrahmten die Camerata und der Kammerchor musikalisch. Gabriel Mark, Thomas Hollweck und Philipp Müller brachten Totos Evergreen „Africa“ dar und Miriam Frind und Thomas Hollweck intonierten eine Mozart-Sonate.

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