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Dietfurt

Ottmaringer Dorfhaus fertiggestellt

Das Dorfhaus in Ottmaring ist 15 Monate nach Baubeginn fertig. Jetzt wurde es gesegnet und eröffnet.
Von Johann Grad

Pfarrkurat Czeslaw Kubalski feierte mit vielen Gläubigen einen Dankgottesdienst und segnete das Dorfhaus und die Anwesenden. Fotos: Grad
Pfarrkurat Czeslaw Kubalski feierte mit vielen Gläubigen einen Dankgottesdienst und segnete das Dorfhaus und die Anwesenden. Fotos: Grad

Ottmaring.Noch einmal gab es für das Dorfhausteam viel zu tun: Essen und Getränke ordern, Tische und Bänke aufstellen, Blumenschmuck herrichten und viele andere Kleinigkeiten. Dann konnte die Einweihungsfeier des Dorfhauses beginnen.

„Visionen werden Wirklichkeit“, unter dieser Überschrift stand der Bildervortrag am Samstagabend von Johann Grad zur Vorgeschichte und zum Bau des Hauses. In der Bürgerversammlung 2012 kam die erste Anregung dazu, die der damalige Bürgermeister Franz Stephan aufgriff und positiv beurteilte.

2013 bildete sich ein Team

Nach dem Aufstellen des Maibaumes 2013 trug Ortssprecher Martin Mosandl das Projekt den Ottmaringern vor, die sich zustimmend äußerten. Es bildete sich ein Team, das die Sache vorantrieb. Man besuchte andere Dorfhäuser, wie zu sehen war und unterhielt sich mit den Verantwortlichen. Inzwischen schaffte es das Vorhaben beim Amt für ländliche Entwicklung zur Förderung in eine kleine Dorferneuerung. Einige Bilder zeigten Plakate, auf denen Ergebnisse von Diskussionen und Abstimmungen – auch über den Standort – zu sehen waren, und Gruppen, die ihre Ideen für ein Haus zu Papier brachten. Daraus fertigte Architekt Michael Dittmann ein Plan, den das Dorfhausteam und der Stadtrat abgesegneten. Auf vielen weiteren Bildern sahen sich die fleißigen Helferinnen und Helfer beim Rohbau und Ausbau des Hauses bis zur Fertigstellung.

„Gut, dass jemand alles dokumentiert hat“ oder „Da sieht man, was wir in 15 Monaten geleistet haben“ hieß es aus der Versammlung.

Am Sonntag fanden sich viele Gläubige zum Gottesdienst ein. Die Gruppe Altmühl-Blech, große und kleine Musiker aus Töging und Parleithen spielten zum Einzug des kirchlichen Dienstes. Pfarrkurat Czeslaw Kubalski stellte in seiner gehaltvollen Predigt das Thema „Hausbau“ in den Mittelpunkt. „Wir bauen ein Haus, aber wir bauen auch am Leben, an der Gemeinde, an der Beziehung, an der Seele“, betonte der Geistliche.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Elementen des Dorfhauses:

Gottes Segen für das Haus

Wichtig sei der Baugrund, ob Fels oder Sand, wie Jesus in einem Gleichnis sagt. Aber nicht nur Hören, auch das Richtige tun, sei wichtig. Das schöne Dorfhaus, gebaut ohne Unfall, sei ein Haus für die Dorfgemeinschaft, offen für alle, wo man miteinander redet, wo Rücksicht, Freundschaft, Güte, Geduld, Ehrlichkeit und Friede herrschen sollen. Nach dem Schlussgebet rief er Gottes Segen für das Dorfhaus heraus, dann ging er in Begleitung von Martin Mosandl durch die Räume und segnete sie.

Nach dem Gottesdienst danke Ortssprecher Martin Mosandl Pfarrkurat Kubalksi für den schönen Gottesdienst, begrüßte Landrat Willibald Gailler, Bürgermeister Oliver Kuhn, Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung, Architekt Michael Dittmann und zahlreiche Stadträte.

Er berichtete über lange Planungszeit ab Mai 2013 mit vielen Besprechungen im Dorfhausteam, mit der Stadt, die sich „als weniger finanzkräftig herausstellte“, und mit der Bauabteilung beim Landratsamt wegen der Baugenehmigung, was schließlich gut ausging und man mit dem Bauen anfangen konnte.

Den Ottmaringern gedankt

Er dankte besonders Bauleiter Martin Rupp und den vielen Ottmaringern für ihr Mithelfen. Bürgermeister Oliver Kuhn lobte die enorme Leistung von über 4500 Stunden Eigenleistung. „Die basis-demokratische Arbeitsweise ist Vorbild für die große Politik, man muss zuhören und kompromissbereit sein“, meinte er.

Landrat Willibald Gailler gratulierte zur Einweihung des Gemeinschaftshauses. Da es kein Wirtshaus mehr gibt, braucht es ein Haus für das gesellschaftliche Leben. Neben der Stadt Dietfurt ist das Amt für ländliche Entwicklung ein starker Partner, „der das Geld hat, denn der ländliche Raum hat viel Potenzial“. Der Landkreis gibt auch einen Zuschuss, weil ein Jugendraum entstanden ist. „Mit dem Dorfhaus sind die Weichen für eine positive Entwicklung gestellt“, schloss Gailler.

Den Grußworten schloss sich ein gemeinsames Mittagessen an, die Musikanten vom Altmühlblech spielten dabei zur Unterhaltung. Am Nachmittag kamen viele Interessierte, die sich das Dofhaus anschauten.

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