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Justiz

Paar zu Bewährungsstrafen verurteilt

Ein ehemaliger Unternehmer aus dem südlichen Landkreis und dessen Frau hatten die Insolvenzverschleppung gestanden.
Von Peter Tost

Das Gericht hat das Urteil gefällt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Das Gericht hat das Urteil gefällt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Neumarkt.Wegen Insolvenzverschleppung sowie vorsätzlichem Bankrott und Betrug hat das Landgericht Nürnberg-Fürth am Mittwoch einen 54-jährigen ehemaligen Unternehmer aus dem südlichen Landkreis Neumarkt und dessen Frau zu Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt.

Dem Ehepaar war vorgeworfen worden, den Betrieb ihrer 2004 gegründete Baufirma auch dann noch fortgesetzt zu haben, als sie nach sich verschlechternden Geschäften im Juli 2013 nicht mehr in der Lage waren, offne Rechnungen zu bezahlen. Trotzdem habe die Firma noch Dienstleistungen in Auftrag gegeben und Material bestellt. Dies wertete das Gericht als Betrug.

Die Schwester der Frau des Unternehmers war ursprünglich ebenfalls angeklagt gewesen. Allerdings sah das Gericht deren Beteiligung an den Geschäften als zu gering für ein Verfahren an und stellte Letzteres gegen die Bezahlung einer Geldbuße schließlich ein.

Der 54-jährige ehemalige Unternehmer und seine 50-jährige Frau hatten nach einem Verständigungsgespräch zwischen Gericht, Staatsanwalt und Verteidigung ein Geständnis abgelegt. Der 54-Jährige wurde zu zwölf Monaten auf Bewährung und seine Frau zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Strafe für die Frau fiel deshalb höher aus, da sie sich laut Gericht federführend um die Geschäfte der Baufirma gekümmert hatte. (tp)

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