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Kfz-Kennzeichen

PAR ist wieder zu haben

Die Fraktionssprecher des Neumarkter Kreistags haben zugestimmt. Das Nummernschild des Altlandkreises Parsberg kann wieder verwendet werden.
Von Peter Tost

Daumen nach oben: Bürgermeister Josef Bauer freute sich über die positive Entscheidung. Foto: Tost

Parsberg. Es war zwar keine wirklich schwere Geburt, aber eine lange. Ziemlich genau vor zwei Jahren war das Thema „Wiedereinführung auslaufender Kennzeichen“ erstmals in der öffentlichen Diskussion aufgetaucht. Nach 24 Monaten ist es nun amtlich: Vermutlich bereits ab Juli werden alle Landkreisbürger die Wahl zwischen zwei Kfz-Kennzeichen haben: NM oder PAR.

Vorausgegangen war der endgültigen Entscheidung ein Treffen aller Oberpfälzer Landräte Ende Januar. Bei ihrer Tagung im Landkreis Cham hatten sie sich darauf geeinigt, die Wiedereinführung von Alt-Kennzeichen zuzulassen. Der Neumarkter Landrat Albert Löhner wollte die Details der Wiedereinführung bei einer Besprechung mit den Fraktionsvorsitzenden des Kreistags erörtern.

An dem Treffen mit dem Landrat nahmen am Aschermittwoch Josef Köstler für die CSU-Fraktion, Helmut Himmler für die SPD, Michael Forster für die UPW und Dr. Roland Schlusche für die Grünen teil. Das Ergebnis teilte Landkreis-Sprecher Michael Gottschalk mit: „Die Runde war der Meinung, dass das Kennzeichen des Altlandkreises Parsberg wieder zugelassen werden sollte.“ Eine Abstimmung im Kreistag oder einem seiner Ausschüsse sei dafür nicht notwendig.

Der Landrat habe erklärt, dass sich Neumarkt nicht dagegen aussprechen sollte, nachdem sogar im Landkreis Kelheim für den Bereich Painten das Kennzeichen PAR wieder ausgegeben werde. Im Gegensatz zum Landkreis Kelheim, wo neben PAR für Parsberg auch MAI für Mainburg, RID für Riedenburg oder ROL für Rottenburg an der Laaber an die Fahrzeuge geschraubt werden kann, werde es im Landkreis Neumarkt nur PAR als Wahlmöglichkeit geben.

„Wir folgen der Linie, dass sich die namensgebende ehemalige Kreisstadt im Landkreis Neumarkt befinden muss“, sagte Gottschalk. Das bedeute, dass es im Landkreis Neumarkt keine Nummerschilder mit BEI für Beilngries, RID für Riedenburg oder HIP für Hiltpoltstein geben werde.

Vermutlich bereits ab Juli werden deshalb alle Landkreisbürger bei einer Zulassung zwischen NM und PAR wählen können. Als Gebühr fielen dabei die üblichen 10,20 Euro an, die auch jetzt schon für die Ausstellung eines Wunschkennzeichens mit einer bestimmten Buchstaben-Zahlenkombination fällig sind.

„Als Parsberger Bürgermeister freue ich mich natürlich sehr über die positive Entscheidung, obwohl ich auch eine Ablehnung akzeptiert hätte“, sagte Josef Bauer. Er betonte, dass ein Kfz-Kennzeichen inzwischen nichts mehr mit der Gebietsreform vor 40 Jahren zu tun habe, sondern lediglich als Marketing-Instrument gesehen werden sollte.

„Ich freue mich, dass auch die Kreistagsfraktionen die Wiedereinführung des PAR-Kennzeichens so entspannt sehen, zumal die Wahl des Nummernschilds jedem freigestellt ist und niemand zu PAR gezwungen wird“, erklärte der Parsberger Bürgermeister.

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