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Kommentar

Parken vs. Wohnen

Ein Kommentar von Bettina Dennerlohr

Was ist in einem sowieso schon dichtgedrängten Gebiet wie dem Johannesviertel wichtiger – neuer Parkraum oder neue Wohnungen? Diese Frage tat sich beispielsweise auf, als es um die Bebauung der Brache in der Entengasse ging. Die Anwohner hätten gerne die Parkmöglichkeit behalten, andererseits gibts es in Neumarkt dutzende Menschen, die eine Wohnung suchen. Das Abwägen zwischen Beidem wird uns also wohl noch öfter Kopfzerbrechen bereiten. Denn eine Partei wird dabei immer auf der Strecke bleiben.

Klar, ein Dach über dem Kopf ist ein Grundbedürfnis. Andererseits ist es ein ständiges Ärgernis, nicht vernünftig in der Nähe seiner Wohnung parken zu können – dabei wirbt gerade die Stadt Neumarkt immer wieder damit, das Leben sei hier besonders komfortabel. Natürlich ist es nicht zukunftsträchtig, eine Stadt alleine auf Autos auszurichten, natürlich haben wir zu viel Individualverkehr auf unseren Straßen und natürlich wäre es wünschenswert, wenn in Zukunft viel mehr Menschen den ÖPNV nutzen würden. Freilich sollten bei der Stadtplanung Weichen für die Zukunft gestellt werden, doch auch die momentanen Bedürfnisse der Menschen sollten Berücksichtigung finden. Denn die Realität auf den Straßen ist im Moment die: Mit Bus, Bahn oder Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen zu kommen, ist für viele Menschen in unserem Landkreis nach wie vor nur schwer möglich.

Wie sollen nun in einem eng begrenzten Raum gleichzeitig mehr Wohnungen und mehr Stellplätze entstehen? Das klingt nach der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises.

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