mz_logo

Region Neumarkt
Mittwoch, 26. September 2018 17° 2

Kriminalität

Parsberg: Mehr Sicherheit für die Bürger

Im Bereich Parsberg setzt sich der positive Trend fort. Im Vergleich zu 2016 wurden 12,7 Prozent weniger Straftaten gezählt.
Von Peter Tost

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2017 deutlich geschrumpft. Foto: Silas Stein/dpa
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2017 deutlich geschrumpft. Foto: Silas Stein/dpa

Parsberg.Erfreuliche Nachrichten für die Bürger im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Parsberg hatte Peter Gotteswinter am Donnerstag zu verkünden. „Die Zahl der Straftaten ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr von 644 auf 562 und damit um 12,7 Prozent gesunken“, sagte der PI-Leiter bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik.

„Unsere Bürger können sich sicher fühlen, aber auch darauf vertrauen, dass im Ernstfall ihre Polizei parat steht.“

Polizeichef Peter Gotteswinter

Besonders freute er sich darüber, dass sich die Situation bei den Wohnungseinbrüchen, die sich besonders negativ auf das Sicherheitsgefühl der Bürger auswirken, weiter beruhigt hat. Ebenfalls erfreulich: „Die Aufklärungsquote betrug 2017 überdurchschnittliche 72,2 Prozent und somit wurden fast drei von vier Täter ermittelt.“

Diebstähle auf Platz eins

Diebstähle machen mit 154 Fällen – im Vorjahr waren es noch 191 – mit 27,4 Prozent weiterhin den Löwenanteil an an der Gesamtkriminalität aus, obwohl es mit 19,4 Prozent einen deutlichen Rückgang gab. Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich laut Gotteswinter in etwa halbiert und weist einen Rückgang von 25 auf zwölf Fälle aus.

„Da es sich dabei um direkte, schwerwiegende Eingriffe in die Privatsphäre und das Sicherheitsgefühl der Bürger handelt, die vor allem auch psychologische Auswirkungen haben, liegt hier ein Schwerpunkt der örtlichen Polizeiarbeit“, betonte der Polizeichef.

2017 seien allerdings deutlich mehr Ladendiebstähle angezeigt worden. Der Anstieg von 21 auf 34 Fälle bedeutet eine Steigerung um 62 Prozent. Ebenfalls steigende Fallzahlen waren im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte zu verzeichnen. Die 115 Fälle – fünf mehr als 2016 – machen ein Fünftel der Gesamtkriminalität aus. Mit einem Anteil von 87,1 Prozent bildeten dabei Betrugsdelikte den Löwenanteil.

Bei den sogenannten Rohheitsdelikten wie Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung oder Stalking gab es mit 112 Delikten keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. „Körperverletzungen häufen sich insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie Rocknächten, Faschingstreiben und Disco-Betrieb, aber auch im häuslichen Bereich“, erklärte Peter Gotteswinter.

Mit einem geringfügigen Rückgang von 71 auf 60 Fälle nimmt der Bereich der Straßenkriminalität – also Diebstähle, Körperverletzung und Sachbeschädigung im öffentlichen Raum – den fünften Rang bei der Gesamtkriminalität ein. Die Aufklärungsquote liegt lediglich bei 23,3 Prozent.

Im Gegensatz dazu wurden 90 Prozent der Fälle im Bereich der Gewaltkriminalität aufgeklärt. Dazu gehören Tötungsdelikte, Raub, schwere Sexualstraftaten, aber auch gefährliche und schwere Körperverletzung. „Mit 20 Fällen – im Vorjahr waren es noch fünf mehr gewesen – haben wir hier erfreulicherweise eine rückläufige Tendenz.“

Weniger Drogendelikte

Was die Rauschgiftkriminalität angeht, ist mit 27 statt 34 Delikten ebenfalls eine leicht fallende Tendenz zu erkennen. „Wobei es sich hier natürlich weitgehend um Kontrolldelikte handelt. Je mehr kontrolliert wird, desto höher ist die Zahl der ertappten Täter.“

Was dem PI-Chef gehörig gegen den Strich geht, ist die Tatsache, dass deutlich öfter Polizeibeamte im Dienst angegriffen wurden. „Drei Beamte wurden dabei leicht verletzt. Allgemein ist eine grundsätzliche Abnahme des Respekts vor Amtspersonen zu erkennen“, stellt Gotteswinter fest.

Politisch motivierte Kriminalität wurde nur in fünf minderschweren Fällen registriert. „Unbekannte hatten rechtsgerichtete Schmierereien oder Aufkleber angebracht“, erklärt Gotteswinter. Außerdem skandierte ein junger Mann beim Chinesenfasching in Dietfurt im Alkoholrausch „Sieg Heil“. „Das Amtsgericht Neumarkt quittierte dies mit einer empfindlichen Geldstrafe“, betonte Gotteswinter.

Die Statistik im Detail

  • Bereich

    Der Zuständigkeitsbereich der PI Parsberg umfasst die Gemeinden Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf und Velburg. Die Kriminalitätsbelastungsziffer beträgt im Bereich der PI Parsberg 1644 Delikte auf je 100 000 Einwohner. 2016 waren es 1858 Straftaten. Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Landkreis Neumarkt im Jahre 2017 bei 2696. 2016 waren es 2769 Delikte gewesen.

  • Vergleich

    In der Oberpfalz liegt die Häufigkeitsziffer bei 4040 ( 4145 im Jahr 2015) und bayernweit bei 4533 (4785). In Breitenbrunn sank die Zahl der Delikte von 29 im Jahr 2016 auf 18 im Jahr 2017, in Dietfurt sank die Zahl von 146 auf 105, in Hohenfels war ein Rückgang von 45 auf 40 zu verzeichnen, in Lupburg stieg sie von 27 auf 39, in Parsberg sank sie von 253 auf 210, in Seubersdorf stieg sie von 63 auf 68 und in Velburg von 81 auf 82.

Der kontinuierliche Rückgang der Kriminalitätszahlen seit fünf Jahren unterstreiche die gefestigte Situation der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Dienstbereich. „Unsere Bürger können sich sicher fühlen, aber auch darauf vertrauen, dass im Ernstfall ihre Polizei parat steht“, versicherte Gotteswinter.

Zu diesem positiven Gesamtergebnis hätten auch Bürger, die ihre Beobachtungen bei der Polizei gemeldet hatten, entscheidend beigetragen, lobte der PI-Leiter. „Dank guter Informationen konnten viele Straftaten aufgeklärt werden, die ursprünglich keinerlei Ermittlungsansatz boten.“

Lesen Sie mehr

Weitere Polizeimeldungen aus der Region Neumarkt finden Sie hier.

Weitere Nachrichten aus der Region Neumarkt finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht