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Region Neumarkt
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Freizeit

Parsberger jagt das richtige Motiv

Fotografieren in der Natur ist das Hobby von Christian Segerer. Die Liebe zur Fotografie will er nun Kindern weitergeben.
von Günter Treiber

  • Das Fotografieren in der Natur ist Christian Segerers Hobby. FOTO: TREIBER
  • Auch Detailaufnahmen sind Segerer wichtig. Foto: Segerer

Parsberg.Der Landschafts- und Naturfotograf Christian Segerer will sein Hobby, seine besondere Art zu fotografieren weitergeben. Damit richtet er sich an Kinder zwischen zehn und 15 Jahren aus dem Landkreis Neumarkt. Für sie hat er einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen, bei dem es eine Digitalkamera zu gewinnen gibt. Segerer will damit diese Kinder motivieren, sich mit der sogenannten Aktivfotografie in die Natur zu begeben. Das bedeutet: weg vom Fernseher, weg vom Sofa, sich festes Schuhwerk anziehen, eventuell eine Regenjacke anziehen – den auch bei Regen kann man herrliche Naturfotos machen – und losmarschieren und schöne Motive suchen.

Auch diese etwas düstere Aufnahme stammt von Christian Segerer. Foto: Segerer
Auch diese etwas düstere Aufnahme stammt von Christian Segerer. Foto: Segerer

Segerer, der heute 45 Jahre alt ist, wuchs in Eichenhofen auf, einem Ortsteil von Seubersdorf. Sein Vater, Lorenz Schmidt, arbeitete hier als Förster. Schon früh, im Alter von etwa acht Jahren, begleitete der kleine Christian seinen Vater auf dessen Gängen durch das Forstrevier. Vater und Sohn zählten gemeinsam Bäume und gingen zusammen auf die Jagd. So wurde Segerer immer vertrauter mit dem Wald. Die Liebe zur Natur zieht sich bei ihm durch seine gesamte Kindheit. Die Vielfalt der Pflanzen und der heimischen Tierwelt beeindruckten ihn besonders. Noch heute kann sich Segerer bestens an seine frühen Ausflüge in den Wald erinnern.

Erste eigene Versuche

Irgendwann kam dann auch der Wunsch auf, all diese Natur und ihre besonderen Momente nicht nur in der Erinnerung, sondern auch im Bild festzuhalten. Segerers Eltern erkannten diesen Wunsch ihres Sprösslings: Sie schenkten ihm Anfang der 80er-Jahre seine erste eigene Agfa Pocketkamera. Auch am Polaroidapparat seiner Eltern versuchte sich Segerer und nahm die Kamera mit, um damit interessante Motive einzufangen.

So wurde aus Segerer schnell ein Junge, der nicht nur die Natur, sondern auch die Fotografie liebte. Freilich gab es bei diesem neuen Hobby erste Anfängerschwierigkeiten – außerdem war die Fotografie ein Hobby mit einigen Folgekosten. „Es war ja noch die Zeit, als man Filme zum Fotografieren brauchte, und die waren teuer. Also haben sich meine Eltern aus dem Sponsoring zurückgezogen und ich musste meine Filme selbst bezahlen“, erinnert sich Segerer heute an seine Anfangsjahre zurück.

Als Hobbyfotograf zog Segerer in den 90er-Jahren mit den Bands „Alien“ und „White Ford Bronco“ von Auftritt zu Auftritt und dokumentierte alles, was er dabei mit den Musikern sah und erlebte. „Aber immer wieder zog es mich zurück in die Oberpfälzer Wälder, Wiesen und Flussauen“, erinnert sich der Hobbyfotograf. Hier habe er einen Ort gefunden, an dem er dem Lärm und der Enge unserer Zeit entkommen, beschreibt Segerer die Faszination, die der Wald und die Natur auf ihn ausüben. Davon wissen auch seine Ehefrau und seine Tochter. Beide tragen das Hobby des Partners beziehungsweise Vaters aber voll mit, berichtet Segerer.

An eine Karriere als Profi-Fotograf denkt Segerer allerdings nicht. Er hat nach der Schule Metallbauer gelernt und arbeitet heute als Angestellter auf dem Truppenübungsplatz. Das Fotografieren werde aber weiter sein Hobby bleiben, versicht Segerer. Wenn man ein solches aber zum Beruf mache, gehe oft die Leidenschaft dafür verloren. Anerkennung für seine Arbeit habe er trotzdem schon bekommen, berichtet Segerer. So habe er für seine Arbeiten von der renommierten Zeitschrift Geo eine Auszeichnung erhalten.

Wettbewerb organisiert

Nun möchte Segerer junge Menschen motivieren, sich in die Natur zu begeben und ihre Erlebnisse dort im Bild festzuhalten. Auf seiner Homepage unter der Adresse www.christian-segerer.de findet sich ein Bild eines Gebäudes aus dem Landkreis. Nun gilt es für die Kinder und Jugendlichen, die am Wettbewerb teilnehmen, dieses Objekt zu finden. Einen ersten Hinweis darauf hat Segerer auch schon auf seiner Homepage verstecke. Außerdem baut er auf eine soziale Kontaktpflege mit anderen Menschen, wenn er die Kinder auffordert, sie zu fragen, wo sich der Ort befinden könnte. Vielleicht gibt es ja Oma oder Opa, die sich auskennen.

Haben die Kinder das Motiv gefunden, müssen sie dort hinmarschieren und ein Selfie mit dem Objekt im Hintergrund machen oder jemanden mitnehmen, der das Kind dort fotografiert. Dieses Foto ist bis spätestens 15. März per Mail an Christian Segerer zu senden. Es folgt eine Verlosung unter allen erfolgreichen Teilnehmern. Der erste Preis ist laut Segerer eine gebrauchte, aber noch sehr gut erhaltene Digitalkamera Finepix S8600. Der Spaß geht danach allerdings noch weiter. Mindestens drei Runden wird der Wettbewerb noch umfassen – denn dafür hat Segerer bereits Sponsoren akquirieren können.

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