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Soziales

Parsberger Jugendtreff in neuen Händen

Corinna Hiller übernimmt die Aufgaben von Susanne Odörfer – und will vor allem die Probleme mit den Räumen angehen.
Von Vera Gabler

  • Bürgermeister Josef Bauer und Christian Sinzinger (r.) verabschiedeten Susanne Odörfer (2. v. r.). Ihre Nachfolgerin ist Corinna Hiller (Mitte), deren Stellvertreterin ist Leonie Kratzer (2. v. l.). Foto: Vera Gabler

Parsberg.Zwei Jahre lang hat Susanne Odörfer den Jugendtreff Parsberg geleitet – nun übergibt sie ihre Aufgabe schweren Herzens an Corinna Hiller. Der Grund: Sie ist mit dem Studium fertig und tritt nun ihre erste Stelle als Sozialpädagogin am Pädagogischen Zentrum in Parsberg an.

Bürgermeister Josef Bauer war zusammen mit dem Jugendbeauftragten der Stadt, Christian Sinzinger, zur Abschiedsfeier gekommen. „Der Jugendtreff ist eine wichtige Anlaufstelle für unsere Jugendlichen.“ Durchschnittlich 15 Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren treffen sich regelmäßig am Donnerstag und Samstag an der Hatzengrün. Letztendlich sei die Leitung des Jugendtreffs eine Dienstleistung für die Bürger, so Bauer. Erstmals wurde die Aufgabe im Oktober 2012 von der damaligen Jugendpflegerin Kerstin Vögerl übernommen.

Ein Fotobuch als Erinnerung

Im Namen der Jugendlichen bedankte sich Hiller – sie ist seit zwei Jahren die Stellvertreterin von Odörfer – für das gute Miteinander. In dem Fotobuch, das als Geschenk übergeben wurde, fanden sich Erinnerungen an die gemeinsamen Aktionen mit den Jugendlichen aus den vergangenen Jahren. Angefangen von den Fahrten zum Bowlen, Klettern und in die Trampolinhalle wurden auch die Kicker- und die Playstation-Turniere in Bildern festgehalten. „Wir hatten jüngst auch einen Art Meditationsabend, an dem sich die Jugendlichen auch mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen“, ergänzt Hiller beim anschließenden Gespräch mit dem Stadtoberhaupt.

Die 23-Jährige hat bereits viel Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen bei den Pfadfindern in Parsberg sammeln können. Seit fünf Jahren ist sie hier Leiterin, zuerst war sie für die Zehn- bis Zwölfjährigen zuständig, derzeit ist sie es für die 13- bis 16-Jährigen. Im siebten Semester Grundschullehramt sei sie sozusagen den ganzen Tag über mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt, sagt sie.

Hier wird über alles gesprochen

Gerade im Jugendtreff gebe es oft Themen, die man zum Beispiel in einem Fußballverein nicht ansprechen würde. „Da geht es auch schon mal in Richtung Sexualkunde.“

Ein aktuelles Problem sieht sie im Bereich der Räume. Das „Wohnzimmer“ sei zwar mit einem Gang von der „Küche“ getrennt, ein weiterer Raum zum Abtrennen stehe aber auf der Wunschliste ganz oben.

Beim Rundgang schlug Hiller zusammen mit ihrer neuen Stellvertreterin Leonie Kratzer vor, die Garage mit einer Art Sektionaltor und einer Türe auszustatten und somit als weiteren Raum auszustatten. Bürgermeister Josef Bauer sicherte der neuen Leitung zu, die Angelegenheit mit der Verwaltung zu besprechen. Der Wunsch nach einem Sichtschutz entlang der Straße zum Parkplatz des Sportheimes beziehungsweise Freibads werde in nächster Zeit umgesetzt. Während der Abschiedsparty im Garten konnte das Stadtoberhaupt beobachten, wie Passanten „hautnah“ die Feierlichkeiten beobachten konnten.

„Wir versuchen natürlich, attraktive Angebote zu machen.“

Corinna Hiller

Im weiteren Verlauf des Gespräches ging man auf die vielen verschiedenen Nationalitäten ein, die im Jugendtreff zusammenkommen. Den Besuchern des Jugendtreffs gefällt zum einen, dass sie dort Kontakt mit Gleichaltrigen knüpfen könnten. „Zum anderen versuchen wir natürlich auch, ihnen attraktive Angebote zu machen“, so Hiller. Dazu gehörten unter anderem Brettspiele, Ballspiele im Freien, aber auch gemeinsame Aktionen wie Kochen oder Ausflüge.

Ein Kicker, ein Billardtisch und ein Fernsehgerät mit Playstation vervollständigen das Angebot. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt könne man den einen oder anderen Wunsch bei der Ausstattung des Jugendtreffs erfüllen. Das schon beschlossene Projekt ist das Anbringen eines Sichtschutzes entlang der Straße, damit die Jugendlichen ungestört unter sich sein können.

Werbung an den Schulen

Alles in allem ist die gute Stimmung zwischen den Jugendlichen und ihren Betreuern gut, stellte auch Sinzinger an dem Abend fest. Er betrachte in seiner Funktion als Jugendbeauftragte der Stadt die wichtige Einrichtung wohlwollend und zufrieden. Die Aufgabe bestehe für alle Beteiligten darin, die Verbindungen auch zur Jugendsozialarbeit an den Schulen zu intensivieren und zu versuchen, weitere Kontakte zu Vereinen und Institutionen aufzubauen. Was den Kontakt zur Grund- und Mittelschule betrifft, so wolle man auch in diesem Jahr wieder mit Plakaten und Handzetteln sowie persönlichen Besuchen Werbung für den Jugendtreff machen, sagte Hiller.

Jetzt macht der Jugendtreff allerdings erstmal Sommerpause bis 25. September. Die nächsten Treffen, zu denen jederzeit neue Jugendliche willkommen sind, sind am 26. September von 16 bis 20 Uhr, sowie am 28. September von 16 bis 20 Uhr.

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