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Politik

Parsberger SPD nominiert Sinzinger

Im Rahmen des Sommerfestes in Darshofen wurde Christian Sinzinger als neuer Kandidat für das Bürgermeisteramt vorgestellt.
Von Günter Treiber

Der neue SPD-Bürgermeisterkandidat Christian Sinzinger (3.v.l.) im Kreis seiner aktuellen Stadtratskollegen und Parteifreunde Foto: Günter Treiber
Der neue SPD-Bürgermeisterkandidat Christian Sinzinger (3.v.l.) im Kreis seiner aktuellen Stadtratskollegen und Parteifreunde Foto: Günter Treiber

PARSBERG.Auch für die kommende Legislaturperiode ab 2020 wollen die SPD-Ortsvereine Parsberg und Darshofen gemeinsame Sache machen. Das heißt, es gibt wieder eine gemeinsame Kandidatenliste sowie einen gemeinsam nominierten Kandidaten für das Bürgermeisteramt. In einer geheimen Abstimmung wurde in einem einstimmigen Votum Christian Sinzinger dafür bestimmt.

Es war dann, wie auch schon vor sechs Jahren, das sehr gut besuchte Sommerfest des Ortsvereins Darshofen. Neben Stockbrot backen der Kinder und bei stimmiger Musik, aufgelegt von DJ Ketchup, hat sich Christian Sinzinger vorgestellt und dabei ausführlich seine Gründe genannt, warum er gerne für dieses Amt kandidiert.

In einem zunächst exklusiven Gespräch mit dem Tagblatt wurde deutlich, dass der Kandidat weiß, wovon er spricht. Ihm ist klar, dass man in gegenseitiger Verantwortung gut zusammenarbeiten mus, um dem Wohl des Gemeinwesens Parsberg gerecht zu werden. Der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern sei er sich bewusst.

Ein waschechter Parsberger

Der heute 29-Jährige ist in Parsberg geboren, aufgewachsen und immer noch hier wohnhaft. So war ihm auch vor sechs Jahren klar, dass er sich kommunalpolitisch einbringen möchte. Als einer der jüngsten Stadträte zog er ins Amt ein und hat seither engagiert mitgearbeitet.

Seinen Respekt gegenüber dem amtierenden Bürgermeister zollte Sinzinger gleich zu Beginn seiner Vorstellungsrede: „Parsberg geht es verglichen mit anderen Gemeinden ziemlich gut“, sagte er. „Das ist neben den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort auch ein Verdienst des amtierenden Bürgermeisters“.

Zur Person

  • Herkunft:

    Geboren und aufgewachsen ist Christian Sinzinger in Parsberg.

  • Biografie:

    Abitur am Gymnasium Parsberg, Zivildienst in der Unfallchirurgie als Pfleger, Studium der Informatik, Beruf: Softwareentwickler für die Industrie

  • Gesellschaft:

    13 Jahre Fußball, 10 Jahre Ministrant, aktuell Mitglied der Feuerwehr

Trotzdem hat der eingefleischte SPDler eigene Vorstellungen, was und wie man etwas anders oder auch besser machen könnte – sofern er als Bürgermeister das Amt antreten darf. Er habe den Eindruck, dass bei wichtigen Fragen für die Zukunft Parsbergs nur reagiert werde, anstatt zu agieren.

Als erstes Beispiel führte er dafür das Thema Verkehr an. Das Verkehrsaufkommen sei in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, stellte Sinzinger heraus, deshalb ziele seine Forderung auf ein umfassendes Verkehrskonzept für die gesamte Stadtgemeinde ab. „Dem wird aber seit Jahren eine Absage erteilt“, kritisierte der Kandidat. „Es ist nicht damit getan, irgendwo einen Kreisverkehr zu bauen.“ Es bedürfe einer weitsichtigen Planung, um Abhilfe zu schaffen.

Finanzierbare Wohnungen

Ein weiteres wichtiges Projekt sei für ihn die Ausweisung von bezahlbaren Wohnungen und bezahlbarem Bauland für junge Familien, denn er sagt: „Junge Familien müssen in der Gemeinde bleiben“. Am Vortag habe er sich einschlägige Webseiten zum Thema Wohnungssuche angesehen und da sei nur eine einzige Wohnung in Parsberg angeboten worden: Drei Zimmer, Penthouse, über 1000 Euro Kaltmiete. „Das ist auf keinen Fall etwas für Jedermann“, kommentierte dies Sinzinger frustriert.

„Die Stadt hat auf unseren Druck hin nach Jahren endlich den Bau von Sozialwohnungen beschlossen“, schob der SPD-Politiker nach. Auch im Bereich Energieversorgung hinke Parsberg hinterher, brachte er ein weiteres von einer Vielzahl weiterer Themen aufs Tapet.

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