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Hilfe

Parsberger unterstützen Rumänien

Die Mallersdorfer Schwestern engagieren sich in Rumänien. Zum zweiten Mal bekommen sie Hilfe aus Parsberg.
Von Günter Treiber

Schulmöbel und 150 Karton Kleidung gehen nach Oradea in Rumänien. Foto: Treiber
Schulmöbel und 150 Karton Kleidung gehen nach Oradea in Rumänien. Foto: Treiber

Parsberg.An den fünf Zweigstellen der Mallersdorfer Schwestern in Rumänien „langt es hinten und vorne nicht“. Da haben die Schwestern, die in Parsberg beheimatet sind, bisher immer wieder, zumal um die Weihnachtszeit, große Hilfe geleistet.

Erst im letzten Jahr wurden Weihnachtspakete, organisiert von Schwester Pietro, nach Odorheiu zu Schwester Margit in den Tages Kindergarten, in dem Kinder aus sozial bedürftigen Familien untergebracht sind, geschickt. Im Tageskindergarten werden 100 Kinder in vier Gruppen von pädagogisch ausgebildeten Schwestern gefördert, erhalten warmes Essen, wenn notwendig auch Kleidung, und werden gezielt für die Schule vorbereitet.

Man muss dabei schon ein Wort darüber verlieren, was diese Schwestern bisher unter schlimmsten Umständen schon geleistet haben. 1949 wurden alle klösterlichen Gemeinschaften aufgelöst. Die Schwestern aber wirkten im Untergrund weiter. Erst ab 1991 konnten die älteren Schwestern wieder mit einem gemeinsamen Klosterleben beginnen und junge, einsatzfreudige Schwestern dazu kommen lassen.

Im Sommer 2017 hat Clara Niehus, Studentin im Fach Psychologie, dort ein Praktikum absolviert. Dabei hat sie mitbekommen, welch große Not auch heute noch herrscht. Ihre Mutter, Angelika Ferstl-Niehus, hat sie dort besucht und dabei gesehen, wie die Menschen in einer zwar herrlichen Landschaft, aber ziemlich verarmt leben. „Da muss man mehr tun“, sagte sie sich, „und habe mich in Parsberg umgehört, wo, wie und womit man helfen kann“.

Reinigungsfrau wusste Rat

In einem Gespräch mit der ehemaligen Reinigungsfrau der Mittelschule Parsberg, Rosa Kral, hat sie von gebrauchten Schulmöbeln erfahren, die in der Schule lagern. Schulleiter Matthias Ferstl erklärte sich sofort bereit, sie für Rumänien zu spenden. Für Hausmeister Günter Srbecky begann eine Heidenarbeit, „die ich aber gerne gemacht habe“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Lob aus berufenem Mund kam auch von Andrea Ferstl-Niehus: „Ohne den Günter wären wir aufgeschmissen gewesen“.

Am letzten Freitag wurde ein großer Lastwagen aus Rumänien von Günter Srbecky und älteren Schülern, die der Schulleiter freigestellt hatte, beladen. Dazu kamen 150 Pakete, die mit dem Kleinbus Srbeckys und einem Fahrzeug der Firma FIT aus dem Keller der Familie Niehus transportiert wurden. In diesen Paketen befindet sich gebrauchte, aber sehr gut erhaltene Kleidung für Erwachsene und auch für Kinder.

Die riesige Sendung geht diesmal nach Oradea, das an der Grenze zu Ungarn liegt, zu Schwester Renate, die aus Beratzhausen stammt. Bei ihr erfahren behinderte Kinder eine spezielle Förderung. Die Eltern dieser Kinder werden nicht allein gelassen. In kleinen Gruppen, oder auch individuell, werden den Kindern Fertigkeiten antrainiert, damit sie möglichst große Selbstständigkeit erreichen. Wie Schwester Renate Angelika Ferstl-Niehus wissen wissen ließ, könne sie die Schulmöbel sehr dringend brauchen und die Bekleidung für das Altenheim in Oradea.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Hilfe

  • Rumänien:

    Sie engagieren sich in einem Tageskindergarten für Kinder aus sozial schwachen Familien in Odorheiu, in einem Altenheim in Sanzieni, in einem Heim für behinderte Kinder in Oradea, in einem Kinderheim in Frumoasa.

  • Spenden:

    Man kann bei der Katholischen Kirchenstiftung auf dem Konto bei der Sparkasse Parsberg, DE 62 7605 2080 0000 3530 94 unter Rumänienhilfe spenden.

Problem Transportkosten

Nun hat man aber immer noch ein großes Problem und das sind die Kosten des Transports, die geschätzte 1 500 Euro betragen. Hilfe kommt zum einen Marga Meinl, die mit dem Kammerorchester, dem Schulchor und dem Schulorchester des Gymnasiums, dem Männerchor, Cantores und dem Kirchenchor ein Benefizkonzert am 2. Dezember, um 17 Uhr, in der Stadtpfarrkirche leitet.

Zum anderen kann man unter der Katholischen Kirchenstiftung Parsberg auf deren Konto bei der Sparkasse Parsberg, DE 62 7605 2080 0000 3530 94 unter dem Stichwort Rumänienhilfe eine Spende einzahlen.

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